
Tödliche Polizeischüsse auf Einjährigen in Mississippi – Weitere Säuglingstode in Deutschland und Südamerika
Nach dem Tod eines Babys bei einem Polizeieinsatz in Senatobia kommt es zu Protesten; zeitgleich bleiben die Umstände mehrerer anderer Todesfälle von Kleinkindern in Ludwigsburg, Luján de Cuyo und Araçatuba ungeklärt.
In Senatobia im US-Bundesstaat Mississippi ist ein einjähriger Junge durch Schüsse eines Polizeibeamten ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich Mitte Juni, als die Polizei wegen eines mutmaßlichen Ladendiebstahls zu einem Walmart-Markt gerufen wurde. Das Kind, das später als Kohen Wiley identifiziert wurde, befand sich mit zwei Erwachsenen in einem Fahrzeug, das vom Tatort flüchtete. Nach Angaben des Mississippi Bureau of Investigation fuhr der Wagen auf die Beamten zu und verfehlte einen von ihnen nur knapp. Daraufhin eröffnete ein namentlich nicht genannter Polizist das Feuer. Die Identität des Babys wurde vom Gerichtsmediziner des Tate County bestätigt, die Todesursache jedoch mit Verweis auf laufende Ermittlungen nicht veröffentlicht.
In der 8000 Einwohner zählenden Stadt kam es in den folgenden Tagen zu Protesten, bei denen die Polizei Tränengas einsetzte. Der zuständige Beamte wurde suspendiert. Der Bürgerrechtsanwalt Ben Crump erklärte, die Mutter habe noch versucht, die Polizisten auf das Kind im Fahrzeug hinzuweisen. Die genauen Umstände des Schusswaffengebrauchs sind weiterhin Gegenstand der Untersuchung. Die örtliche Polizei kündigte „vollständige Transparenz“ an, sobald die Fakten geprüft seien.
In Ludwigsburg (Baden-Württemberg) wurde indes ein drei Monate alter Säugling tot aufgefunden, nachdem er zwei Tage zuvor aus einem Kinderwagen entführt worden war. Das Kind war kurz unbeaufsichtigt, während die Mutter Einkäufe ins Haus brachte. Die Polizei suchte mit Hubschraubern, Drohnen und Spürhunden und entdeckte schließlich eine Kinderleiche nahe dem Rankbach. Die Identität ist noch nicht offiziell bestätigt, die Behörden gehen aber von dem vermissten Baby aus. Zur Todesursache wurden keine Angaben gemacht.
Im argentinischen Luján de Cuyo fand eine Mutter ihren zwei Monate alten Sohn leblos in der Wohnung einer informellen Siedlung. Polizisten und Rettungskräfte versuchten vergeblich, das Kind wiederzubeleben. Der Fall wird vorläufig als „Todesermittlung“ geführt. Im brasilianischen Araçatuba starb ein neugeborenes Mädchen nach einer geplanten Hausgeburt. Die Mutter hatte mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen, doch im Krankenhaus konnte nur noch der Tod festgestellt werden. Für beide südamerikanischen Fälle gilt: Die Behörden warten auf Obduktionsergebnisse, um die genauen Todesursachen zu klären.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Continental European press presents the incident as a case of police violence, highlighting public outrage and the officer's suspension. The focus is on the tragic death of a one-year-old child, with critical tones towards law enforcement.
Gulf Arab press reports the incident factually, describing the dynamics where the driver allegedly drove towards police, leading to the shooting. The tone is detached and without strong emotional charge.
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