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Kriminalität & KatastrophenDienstag, 30. Juni 2026

Sechs Tage nach den Beben: Über 1.700 Tote, Zehntausende vermisst

Die offizielle Opferzahl steigt weiter, während internationale Helfer gegen die Zeit und Hunderte Nachbeben ankämpfen – Satellitendaten deuten auf ein weit grösseres Zerstörungsausmass hin.

Sechs Tage nach den zwei schweren Erdstössen im Norden Venezuelas haben die Behörden die Zahl der bestätigten Todesopfer auf 1.719 erhöht. Nach Angaben des Präsidenten der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, wurden zudem 5.034 Verletzte registriert und 15.866 Menschen als obdachlos erfasst. Die Beben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten am 24. Juni vor allem den Küstenstaat La Guaira und die Hauptstadt Caracas getroffen. Seither erschütterten über 500 Nachbeben die Region, darunter ein Stoss der Stärke 4,6 am Montag, der die Rettungsarbeiten kurzzeitig unterbrach.

Die Zahl der Vermissten bleibt ungewiss. Während die Vereinten Nationen von etwa 50.000 Verschollenen ausgehen, nennen venezolanische Stellen keine offizielle Zahl. Der UN-Koordinator in Venezuela, Gianluca Rampolla del Tindaro, erklärte, man habe mit der Regierung die Beschaffung von 10.000 Leichensäcken vereinbart, da mit einem weiteren Anstieg der Opferzahl zu rechnen sei. Die kritische 72-Stunden-Frist für die Ortung Überlebender ist überschritten, dennoch werden weiterhin Menschen lebend aus Trümmern geborgen – so ein 21-Jähriger, der nach 106 Stunden gerettet wurde.

Zum Zerstörungsausmass liegen widersprüchliche Angaben vor. Eine auf Radardaten des europäischen Satelliten Sentinel-1 gestützte Schnellanalyse von Forschern der Oregon State University, veröffentlicht von der NASA, schätzt, dass rund 58.870 Gebäude beschädigt oder zerstört sein könnten. Die venezolanische Regierung hingegen sprach am Montag von 855 inspizierten Bauwerken, von denen 189 vollständig eingestürzt seien. Die NASA betont, es handle sich um eine vorläufige, nicht im Gelände validierte Indikatoranalyse.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte unterdessen vor dem Ausbruch von Krankheiten. Wegen der bereits vor den Beben geringen Impfquote bestehe ein erhöhtes Risiko für Masern, Diphtherie und durch Vektoren übertragene Krankheiten wie Denguefieber. Laut WHO sind mindestens drei Gesundheitseinrichtungen schwer beschädigt, sechs weitere nur eingeschränkt funktionsfähig; die verbliebenen arbeiteten unter extremer Belastung. Mehr als 30 Staaten, darunter Brasilien, die USA, China und mehrere europäische Länder, haben über 2.000 Rettungskräfte und Hunderte Tonnen Hilfsgüter entsandt. Amerikanische Marines setzten den Hafen von La Guaira instand, um den Nachschub über See zu ermöglichen. Die Such- und Bergungsarbeiten dauern an.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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A young Venezuelan woman recounts the 48 hours she spent under the rubble after the earthquake, describing her survival experience and the moment of rescue. The article focuses on her personal story, without mentioning the overall death toll of 1,700 and tens of thousands still missing. The narrative is intimate and lacks context on the scale of the disaster.

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The Latin American bloc does not report the Venezuela earthquake news, instead focusing on sports, domestic politics, and weather. The absence of coverage suggests the event is not considered a priority or relevant for the region's audience.

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Dienstag, 30. Juni 2026

Sechs Tage nach den Beben: Über 1.700 Tote, Zehntausende vermisst

Die offizielle Opferzahl steigt weiter, während internationale Helfer gegen die Zeit und Hunderte Nachbeben ankämpfen – Satellitendaten deuten auf ein weit grösseres Zerstörungsausmass hin.

Sechs Tage nach den zwei schweren Erdstössen im Norden Venezuelas haben die Behörden die Zahl der bestätigten Todesopfer auf 1.719 erhöht. Nach Angaben des Präsidenten der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, wurden zudem 5.034 Verletzte registriert und 15.866 Menschen als obdachlos erfasst. Die Beben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten am 24. Juni vor allem den Küstenstaat La Guaira und die Hauptstadt Caracas getroffen. Seither erschütterten über 500 Nachbeben die Region, darunter ein Stoss der Stärke 4,6 am Montag, der die Rettungsarbeiten kurzzeitig unterbrach.

Die Zahl der Vermissten bleibt ungewiss. Während die Vereinten Nationen von etwa 50.000 Verschollenen ausgehen, nennen venezolanische Stellen keine offizielle Zahl. Der UN-Koordinator in Venezuela, Gianluca Rampolla del Tindaro, erklärte, man habe mit der Regierung die Beschaffung von 10.000 Leichensäcken vereinbart, da mit einem weiteren Anstieg der Opferzahl zu rechnen sei. Die kritische 72-Stunden-Frist für die Ortung Überlebender ist überschritten, dennoch werden weiterhin Menschen lebend aus Trümmern geborgen – so ein 21-Jähriger, der nach 106 Stunden gerettet wurde.

Zum Zerstörungsausmass liegen widersprüchliche Angaben vor. Eine auf Radardaten des europäischen Satelliten Sentinel-1 gestützte Schnellanalyse von Forschern der Oregon State University, veröffentlicht von der NASA, schätzt, dass rund 58.870 Gebäude beschädigt oder zerstört sein könnten. Die venezolanische Regierung hingegen sprach am Montag von 855 inspizierten Bauwerken, von denen 189 vollständig eingestürzt seien. Die NASA betont, es handle sich um eine vorläufige, nicht im Gelände validierte Indikatoranalyse.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte unterdessen vor dem Ausbruch von Krankheiten. Wegen der bereits vor den Beben geringen Impfquote bestehe ein erhöhtes Risiko für Masern, Diphtherie und durch Vektoren übertragene Krankheiten wie Denguefieber. Laut WHO sind mindestens drei Gesundheitseinrichtungen schwer beschädigt, sechs weitere nur eingeschränkt funktionsfähig; die verbliebenen arbeiteten unter extremer Belastung. Mehr als 30 Staaten, darunter Brasilien, die USA, China und mehrere europäische Länder, haben über 2.000 Rettungskräfte und Hunderte Tonnen Hilfsgüter entsandt. Amerikanische Marines setzten den Hafen von La Guaira instand, um den Nachschub über See zu ermöglichen. Die Such- und Bergungsarbeiten dauern an.

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