
Todesfälle in Delhi, São Paulo, Sydney und Middlesbrough: Ermittlungen zu Gewalt und Vernachlässigung
In mehreren Ländern sind Frauen und ein Kleinkind unter Umständen gestorben, die Behörden zu Ermittlungen wegen möglicher häuslicher Gewalt, Vernachlässigung oder Fremdverschuldens veranlasst haben.
In der indischen Hauptstadtregion Delhi sind innerhalb kurzer Zeit zwei Frauen unter Verdacht häuslicher Gewalt ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei von West-Delhi nahm sich eine 26-Jährige in Nangloi Extension das Leben, nachdem sie Videos über Belästigungen durch ihren Ehemann aufgezeichnet hatte. Der Mann wurde festgenommen. Im Stadtteil Khyala wurde eine 24-Jährige am 24. Juni tot in ihrer Mietwohnung aufgefunden; ihre Familie erhebt Vorwürfe gegen die Schwiegereltern. In beiden Fällen wurden Verfahren wegen Grausamkeit und Beihilfe zum Suizid eingeleitet.
Auch im südbrasilianischen Mogi das Cruzes im Bundesstaat São Paulo entdeckten Passanten am Donnerstagmorgen den Leichnam einer 43-jährigen obdachlosen Frau. Die Zivilpolizei registrierte den Fall als verdächtigen Tod, da zunächst keine äußeren Gewalteinwirkungen festgestellt wurden. Es war der zweite Todesfall unter wohnungslosen Menschen im Stadtzentrum binnen 24 Stunden. Die Stadtverwaltung verwies auf die anhaltend niedrigen Temperaturen von zuletzt 10,5 Grad Celsius und betonte, die Frau sei in den vergangenen 60 Tagen zwölfmal von Sozialdiensten betreut worden. Ob die Kälte todesursächlich war, ist Gegenstand der Untersuchungen.
Im australischen Rooty Hill, einem Vorort von Sydney, nahm die Polizei in der Nacht zum Freitag eine 53-jährige Frau fest, nachdem in einem Altenpflegeheim die Leiche einer 84-jährigen Bewohnerin entdeckt worden war. Die Festgenommene ist nach Behördenangaben mit dem Opfer verwandt und wurde zur Begutachtung in ein Krankenhaus gebracht. Die Einrichtung, Our Lady of Consolation, betreut nach eigenen Angaben 336 Heimbewohner und mehrere Tausend ambulante Klienten. Die Polizei von New South Wales kündigte weitere Auskünfte für den Vormittag an.
Vor einem britischen Gericht in Middlesbrough hat unterdessen die Verhandlung gegen eine 25-jährige Mutter und ihren 22-jährigen Lebensgefährten begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Paar vor, die zweijährige Tochter der Frau über Wochen schwer misshandelt und sexuell missbraucht zu haben. Das Kind starb im September des vergangenen Jahres an einer schweren Kopfverletzung; die Obduktion ergab 21 Knochenbrüche. Beide Angeklagte bestreiten die Vorwürfe. In allen genannten Fällen dauern die Ermittlungen beziehungsweise Gerichtsverfahren an.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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In Indien starben zwei Frauen in getrennten Vorfällen in Delhi, nachdem sie angeblich von Ehemännern und Schwiegereltern schikaniert worden waren; eine hinterließ ein Video, in dem sie ihre Eltern bat, sich um ihre Tochter zu kümmern. Ein Arbeiter wurde tot in einer Fabrik in Belagavi aufgefunden, seine Familie klagt über Belästigung am Arbeitsplatz. Die Fälle verdeutlichen die anhaltende Gefährdung von Frauen und Arbeitern durch häusliche und institutionelle Gewalt.
Eine obdachlose Frau wurde im Zentrum von Mogi das Cruzes tot aufgefunden, der zweite derartige Fall innerhalb von 24 Stunden, bei niedrigen Temperaturen. Die Behörden untersuchen die Umstände, während die Stadt eine Kältewelle erlebt. Die Todesfälle verdeutlichen die extreme Gefährdung der Obdachlosen durch Witterung und soziale Vernachlässigung.
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