
Südkoreas Ex-Präsident Yoon Suk Yeol in Finanzierungsaffäre zu zwei Jahren Haft verurteilt
Das Urteil wegen illegaler Meinungsumfragen verschärft die juristische Krise des bereits zu lebenslanger Haft verurteilten früheren Staatschefs, während seine Ehefrau auf ein höchstrichterliches Urteil wartet.
Ein Gericht in Seoul hat den ehemaligen südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol am Montag zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Es befand ihn für schuldig, im Zeitraum 2021/2022 von einem politischen Vermittler kostenlose Meinungsumfragen im Wert von 270 Millionen Won (rund 180.000 US-Dollar) erhalten und damit gegen das Gesetz über politische Fonds verstoßen zu haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; Yoon kann Berufung einlegen.
Nach Darstellung des Gerichts handelte Yoon in Absprache mit seiner Ehefrau Kim Keon Hee. Er habe 14 Umfragerunden des Maklers Myung Tae-kyun entgegengenommen und diesem im Gegenzug Unterstützung bei der Nominierung eines von Myung favorisierten Kandidaten für eine Parlamentsnachwahl zugesagt. Yoon wies die Vorwürfe zurück: Er habe weder die Umfragen angefordert noch eine Gegenleistung versprochen. Das Gericht verurteilte auch Myung zu 18 Monaten Haft. In der Urteilsbegründung hieß es, Yoons Verhalten habe das öffentliche Vertrauen in die Politik erheblich beschädigt und die Erwartungen an eine gesunde demokratische Entwicklung untergraben; die Schuld des Angeklagten sei außergewöhnlich schwer.
Das Urteil reiht sich in eine Serie von Verfahren gegen den 65-Jährigen ein. Yoon verbüßt bereits eine lebenslange Haftstrafe wegen Anstiftung zum Aufstand im Zusammenhang mit der kurzzeitigen Verhängung des Kriegsrechts im Dezember 2024; in einem weiteren Verfahren wurde er zu 30 Jahren Haft verurteilt, weil er Drohnen nach Nordkorea entsandt haben soll, um eine Krise zu inszenieren. Zudem bestätigte das Oberste Gericht in der vergangenen Woche eine siebenjährige Haftstrafe wegen Behinderung seiner Festnahme. Die frühere First Lady Kim Keon Hee verbüßt derzeit eine siebenjährige Haftstrafe in einem Bestechungsfall sowie eine vierjährige Strafe wegen Aktienmanipulation und Korruption. In der Umfrageaffäre war sie in zwei vorangegangenen Instanzen freigesprochen worden; das Oberste Gericht wird am Donnerstag über ihre Revision verhandeln. Die unterschiedlichen Bewertungen des Quid-pro-quo-Vorwurfs durch die Gerichte verdeutlichen die juristische Komplexität des Falles.
Aus Moskauer Sicht wird der Fall als Teil eines globalen Musters der Strafverfolgung ehemaliger Spitzenpolitiker gedeutet. Russische Medien verweisen auf Parallelen zum früheren pakistanischen Premierminister Imran Khan, der 2025 in einem Korruptionsverfahren zu 14 Jahren Haft verurteilt wurde und gegen den über 100 Verfahren anhängig sind. In Seoul bleibt die politische Lage angespannt. Yoon kann gegen das neue Urteil Berufung einlegen; Beobachter in der Region erwarten, dass die juristischen Auseinandersetzungen die südkoreanische Innenpolitik noch über Jahre prägen werden. Die Entscheidung des Obersten Gerichts im Fall von Kim Keon Hee am Donnerstag gilt als nächster richtungsweisender Schritt.
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Indische & südasiatische Presse | 0.00 | neutral |
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
The sentence for illegal polling is a legal fact that fits into a context of multiple proceedings.
By isolating the sentence from the political context and presenting it as a normal judicial case, it reinforces the idea of a rule of law acting independently.
The specific amount of the polls (270 million won) and the influence on a candidate's nomination are not mentioned.
The sentence is based on concrete evidence: 14 free polls and influence on the nomination of a former lawmaker.
By providing precise figures and procedural details, it creates an impression of accuracy and impartiality, without commenting on the broader context.
The life sentence for insurrection and the 30-year sentence for drones in North Korea are not mentioned.
The new sentence adds to a series of criminal proceedings, demonstrating the severity of Yoon's violations.
By emphasizing that it is an additional sentence and linking it to the ongoing life sentence, it highlights the multiplicity of crimes and consolidates the image of a corrupt leader.
The 30-year sentence for sending drones to North Korea is not mentioned, nor the detail of influence on the nomination of a former lawmaker.
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