
Südafrika und Kanada eröffnen WM-K.o.-Runde mit historischem Duell
Erstmals in der K.o.-Phase einer Weltmeisterschaft kämpfen Südafrika und Kanada an diesem Sonntag in Los Angeles um den Einzug ins Achtelfinale.
Im SoFi-Stadion von Los Angeles stehen sich an diesem Sonntag zwei Nationen gegenüber, die bei dieser WM bereits Geschichte geschrieben haben: Südafrika und Kanada bestreiten ihr erstes K.o.-Spiel überhaupt. Beide erreichten als Gruppenzweite die Runde der letzten 32 – ein Novum, das ihre bisherigen Turnierverläufe krönt. Die Partie ist der Auftakt zur neu eingeführten Zwischenrunde vor dem Achtelfinale und verspricht einen offenen Schlagabtausch, denn beide Mannschaften gehen mit Rückenwind in die Begegnung.
Südafrika, das bei früheren Teilnahmen stets in der Vorrunde gescheitert war, zeigte eine bemerkenswerte Steigerung. Nach einer 0:2-Auftaktniederlage gegen Gastgeber Mexiko erkämpfte die Elf von Hugo Broos ein 1:1 gegen Tschechien und erzwang mit einem 1:0 gegen Südkorea das Weiterkommen. Entscheidend war dabei die defensive Stabilität um Torhüter Ronwen Williams und die Rückkehr von Mittelfeldmotor Teboho Mokoena nach einer Sperre. Kanada hingegen sorgte bereits am zweiten Spieltag für Furore, als es Katar mit 6:0 deklassierte – der erste Sieg bei einer WM überhaupt. Zuvor hatte es ein 1:1 gegen Bosnien-Herzegowina gegeben, ehe eine 1:2-Niederlage gegen die Schweiz den Gruppensieg kostete. Weil Kanada als Co-Gastgeber sein letztes Gruppenspiel noch in Vancouver austrug, muss es nun unfreiwillig ins Ausland reisen – ein Novum für einen WM-Gastgeber.
Die individuellen Vorzeichen sind unterschiedlich. Während Kanada auf seinen verletzten Kapitän Alphonso Davies hofft, der nach einer Muskelverletzung erstmals im Turnier einsatzfähig sein soll, fehlt Ismaël Koné mit einem Beinbruch. Die Offensive um Jonathan David (drei Turniertore, darunter ein Hattrick gegen Katar) und Cyle Larin bleibt die größte Trumpfkarte. Südafrikas Stärken liegen dagegen in der kollektiven Organisation und schnellen Kontern – ein Rezept, das bereits gegen Südkorea aufging. Das finanzielle Gefälle zwischen den Kadern ist eklatant: Kanadas Spieler stehen laut Transfermarkt mit knapp 199 Millionen Euro zu Buche, die Südafrikas mit lediglich 49 Millionen; die wertvollsten Profis sind Davies (40 Millionen) und Lyle Foster (8 Millionen).
Das bislang einzige Aufeinandertreffen datiert aus dem Jahr 2007, als Südafrika ein Testspiel mit 2:0 gewann. Seither haben sich beide Teams enorm entwickelt, wenngleich Kanada mit seinen zahlreichen Europa-Legionären als reifer gilt. Die Partie ist jedoch nicht nur sportlich, sondern auch psychologisch delikat: Der Verlierer scheidet aus, der Sieger schreibt seine beste WM-Geschichte fort.
Der Gewinner dieses Duells trifft im Achtelfinale auf den Sieger der Begegnung zwischen den Niederlanden und Marokko. Für beide Nationen wäre bereits das Erreichen der Runde der letzten 16 ein weiterer historischer Meilenstein.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die K.o.-Phase beginnt mit einem historischen Duell zwischen Südafrika und Kanada, beide zum ersten Mal im Sechzehntelfinale. Die neutrale Berichterstattung würdigt diesen Meilenstein und konzentriert sich auf Spielinformationen und Wettquoten.
Kanada geht mit Bedauern in die K.o.-Runde, nachdem es die Gruppe nicht gewonnen hat und trotz Gastgeberrolle auswärts spielen muss. Gegenüber Südafrika, das gegen Korea überraschte, favorisieren Experten die Kanadier, erkennen aber die Widerstandsfähigkeit von Bafana Bafana an. Dieses erstmalige K.o.-Spiel für beide Teams ist ein Kampf der Entschlossenheit.
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