
Sojus MS-29 startet mit internationaler Crew – ISS-Gespräche in Baikonur
Trotz geopolitischer Spannungen demonstrieren Moskau und Washington mit dem Start von Sojus MS-29 und hochrangigen Gesprächen am Kosmodrom Baikonur ihre fortgesetzte Kooperation in der bemannten Raumfahrt.
Am 14. Juli 2025 um 17:48 Uhr Moskauer Zeit startete vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan die Trägerrakete Sojus-2.1a mit dem Raumschiff Sojus MS-29 zur Internationalen Raumstation (ISS). An Bord befanden sich die Roskosmos-Kosmonauten Pjotr Dubrow und Anna Kikina sowie der NASA-Astronaut Anil Menon. Der Start wurde von einer ungewöhnlich hochrangigen Delegation begleitet: Der erste russische Vizeministerpräsident Denis Manturow und NASA-Chef Jared Isaacman wohnten dem Ereignis bei und führten Gespräche über die Zukunft der ISS.
Die Mission erfolgt im Rahmen des 2022 geschlossenen Abkommens über gegenseitige Flüge (cross-flights), das es russischen Kosmonauten ermöglicht, mit US-amerikanischen Crew-Dragon-Kapseln zu fliegen, und NASA-Astronauten Plätze auf Sojus-Raumschiffen sichert. Der Flug verlief nach einer superschnellen Zwei-Orbit-Rendezvous-Strategie; das Andocken am russischen ISS-Modul „Pritschal“ war für 20:56 Uhr Moskauer Zeit vorgesehen, rund drei Stunden nach dem Start. Die Besatzung soll 261 Tage auf der Station verbringen und dabei 38 wissenschaftliche Experimente durchführen, darunter medizinisch-biologische Untersuchungen und zwei Außenbordeinsätze nach russischem Programm.
Die Präsenz Manturows und Isaacmans unterstreicht, dass die Raumfahrtkooperation einen der wenigen verbliebenen Gesprächskanäle zwischen Moskau und Washington darstellt. Aus Moskauer Sicht betonte Manturow die Bereitschaft, über eine Verlängerung des ISS-Betriebs zu sprechen und die Positionen beider Seiten „abzugleichen“. Russland hat die Nutzung seines Segments offiziell bis 2028 genehmigt, während die NASA eine Verlängerung bis 2030 anstrebt, mit Stimmen in den USA, die eine Nutzung bis 2032 befürworten. Gleichzeitig verfolgt Russland den Aufbau einer eigenen orbitalen Station (ROS), deren erstes Modul 2028 starten soll. Die Gespräche in Baikonur dienten auch der Abstimmung über einen kontrollierten Absturz der ISS nach 2030, für den eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingerichtet wurde.
Anil Menon, ein Notfallmediziner mit indisch-ukrainischen Wurzeln und ehemaliger Flugchirurg bei SpaceX, wird auf der ISS Experimente zur Halbleiterfertigung in Schwerelosigkeit, zu KI-gestützter Ultraschalldiagnostik und zum Bioprinting von Gewebe betreuen. Die Ergebnisse sollen sowohl künftigen Langzeitmissionen zum Mond und Mars als auch medizinischen Anwendungen auf der Erde zugutekommen. Als nächster konkreter Meilenstein steht das Andocken an der ISS an, gefolgt von der 261-tägigen Mission. Parallel dazu werden die Verhandlungen über die Verlängerung des ISS-Betriebs über 2028 hinaus fortgesetzt; ein erstes hochrangiges Treffen der Raumfahrtagenturen hatte bereits im Juli 2025 stattgefunden.
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Russland projiziert die Weltraumkooperation als eine Säule seiner Außenpolitik und betont seine Zuverlässigkeit und Führungsrolle.
Der Block nutzt offizielle Stellungnahmen und hochrangige Treffen, um den Eindruck einer reibungslosen Zusammenarbeit zu erwecken und mögliche Meinungsverschiedenheiten als bloße 'Uhrensynchronisation' darzustellen.
Der russische Block erwähnt weder die Bedenken der USA bezüglich der Zukunft der ISS noch mögliche Meinungsverschiedenheiten im Zusammenhang mit den Ukraine-Sanktionen, die die Weltraumkooperation beeinträchtigen könnten.
Indien feiert den Erfolg eines seiner Söhne im Weltraum und projiziert durch seine Diaspora seine eigene Weltraumambition.
Der Block personalisiert die Geschichte, indem er sich auf das indische Erbe des Astronauten und die Experimente konzentriert, die Mission zu einer Quelle nationalen Stolzes macht und den geopolitischen Kontext herunterspielt.
Der indische Block lässt jede Diskussion über die Zukunft der ISS oder die politischen Verhandlungen zwischen Russland und den USA aus.
Der Golf betrachtet die russisch-amerikanische Weltraumkooperation als eine technische Tatsache, ohne Partei zu ergreifen.
Der Block verwendet einen neutralen, beschreibenden Ton und konzentriert sich auf den symbolischen Besuch des NASA-Chefs in Baikonur, um Normalität in den bilateralen Beziehungen zu suggerieren.
Der Golf-Block erwähnt weder Diskussionen über die Zukunft der ISS noch den politischen Kontext, noch den Hintergrund des indischstämmigen Astronauten.
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