
SK Hynix überholt Samsung: Der KI-Boom verschiebt die Kräfteverhältnisse in der Chipindustrie
Am Montag überflügelte der Speicherchip-Hersteller SK Hynix den Mischkonzern Samsung Electronics als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen Südkoreas – ein Wendepunkt, der den Aufstieg spezialisierter KI-Chips widerspiegelt.
Am Montag, dem 22. Dezember, löste SK Hynix Samsung Electronics als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen Südkoreas ab. Die Marktkapitalisierung des Speicherchip-Herstellers stieg nach einem Kursplus von 5,6 Prozent auf 2.080 Billionen Won (rund 1,35 Billionen US-Dollar), während Samsung mit einem leichten Minus auf 2.067 Billionen Won zurückfiel – Vorzugsaktien nicht eingerechnet. Samsung selbst beziffert den Wert unter Einbeziehung dieser Papiere auf 2.252 Billionen Won und hält damit rechnerisch an der Spitzenposition fest, die der Konzern seit dem Jahr 2000 innehatte.
Der Wechsel an der Spitze ist unmittelbare Folge des globalen Booms der Künstlichen Intelligenz. Speicherchips mit hoher Bandbreite (High Bandwidth Memory, HBM), die in KI-Systemen von Nvidia und Google zum Einsatz kommen, haben sich von einer leicht austauschbaren Massenware zu einem kritischen Infrastrukturbaustein entwickelt. Anders als herkömmliche DRAM-Chips sind HBM-Komponenten vertikal gestapelt und eng mit den KI-Prozessoren integriert, was die Austauschbarkeit verringert und den Herstellern eine deutlich höhere Preissetzungsmacht verleiht. SK Hynix kontrolliert nach Branchenangaben 61 Prozent des globalen HBM-Marktes, Samsung kommt auf 17 Prozent, der US-Konkurrent Micron auf 21 Prozent.
Der Aufstieg markiert eine der bemerkenswertesten Kehrtwenden der südkoreanischen Unternehmensgeschichte. 2002 stand der damalige Hynix-Konzern vor dem Verkauf an Micron, belastet von Schulden; die Aktie fiel 2003 auf 135 Won. Noch 2023 schrieb das Unternehmen einen operativen Verlust von 7,73 Billionen Won, bevor der KI-Boom 2024 zu einem Rekordgewinn von 23,5 Billionen Won führte. SK-Group-Chairman Chey Tae-won hatte den Erwerb mit der Vision durchgesetzt, aus einem Massenproduzenten einen unverzichtbaren Zulieferer zu machen. Analysten in Seoul wie Kim Sunwoo von Meritz Securities sprechen von einer fundamental veränderten Branchenökonomie. Aus Washingtoner Sicht sehen Bernstein-Analysten weiteres Kurspotential, da die HBM-Preise voraussichtlich steigen werden.
SK Hynix untermauert seine Position mit massiven Investitionen. Im Januar kündigte das Unternehmen 12,9 Milliarden Dollar für ein neues Werk zur Verpackung und Prüfung von KI-Chips in Cheongju an, dessen Fertigstellung für Ende 2027 vorgesehen ist. Der SK-Konzern insgesamt will bis 2028 rund 75 Milliarden Dollar in die Chipentwicklung und -produktion lenken, überwiegend für HBM. Bank of America schätzt, dass SK Hynix Samsung auch bei der monatlichen DRAM-Produktion überholen könnte. Der nächste sichtbare Meilenstein ist die Inbetriebnahme der neuen Anlage, die das Angebot an KI-Speicherchips weiter ausweiten und die Marktstruktur verfestigen dürfte.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Russische & GUS-Presse | −0.10 | neutral |
Global markets record the overtaking as a technical fact, without nationalist emphasis, and place it within a framework of systemic risks.
The event is normalized within market logic, dampening any triumphal tone with reminders of volatility and trade tensions.
No mention of the South Korean state's role in supporting the chip industry or implications for competition with China.
Russia frames the overtaking as an episode in the global tech war, where every success is precarious and subordinate to power balances.
It relativizes SK Hynix's lead by linking it to geopolitical tensions and sanctions, suggesting the real stake is technological sovereignty.
It omits precise financial details of the overtaking and positive reactions from international investors.
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