
Senegal wahrt mit 5:0-Kantersieg gegen Irak die Chance aufs Sechzehntelfinale
Nach einer frühen Roten Karte für den Irak und einer dominanten zweiten Halbzeit hofft der westafrikanische Vertreter nun auf das Weiterkommen als einer der besten Gruppendritten.
Mit einem ungefährdeten 5:0 (1:0) gegen den Irak hat Senegal am Freitagabend in Toronto seine Chance auf den Einzug in die K.-o.-Runde der Weltmeisterschaft 2026 gewahrt. Vor 43.036 Zuschauern im BMO Field brachte Habib Diarra die Westafrikaner bereits in der vierten Minute in Führung, als er einen Kopfball von Abdoulaye Seck nach einer Ecke unhaltbar abfälschte. Die Partie nahm früh eine entscheidende Wendung, als der irakische Verteidiger Rebin Sulaka nach einem Foul an Sadio Mané in der 13. Minute nach Videobeweis die Rote Karte sah – Schiedsrichter Anthony Taylor hatte zunächst Gelb gezeigt, korrigierte seine Entscheidung jedoch nach Ansicht der Bilder wegen einer Notbremse.
In Überzahl kontrollierte Senegal das Geschehen, tat sich aber bis zur Pause schwer, klare Chancen zu kreieren. Mané selbst vergab einen Freistoß knapp, und ein Distanzschuss von Ismail Jakobs strich am Tor vorbei. Der Irak, der sich mit zehn Mann auf eine geordnete Defensive beschränkte, ließ kaum Räume zu. Erst nach dem Seitenwechsel brach der Widerstand: In der 56. Minute erzwang Lamine Camara tief in der irakischen Hälfte einen Ballverlust, bediente Ismaila Sarr mustergültig, und dieser schob zum 2:0 ein. Nur 89 Sekunden nach seiner Einwechslung zirkelte Pape Gueye einen Traumtor aus der Distanz ins rechte obere Eck (59.), und derselbe Spieler erhöhte mit einem wuchtigen Halbvolley auf 4:0 (71.). Den Schlusspunkt setzte Iliman Ndiaye mit einem satten Rechtsschuss aus der zweiten Reihe (82.).
Für den Irak, der sich als letztes der 48 Teams für die Endrunde qualifiziert hatte, endet das Turnier nach drei Niederlagen ohne Punktgewinn und mit einem Torverhältnis von 1:12. Die Mannschaft von Trainer Graham Arnold, die bereits gegen Norwegen (1:4) und Frankreich (0:3) chancenlos geblieben war, verabschiedet sich damit nach ihrer zweiten WM-Teilnahme – 40 Jahre nach dem Debüt 1986 – erneut sieglos. Senegal hingegen beendet die Gruppe I mit drei Punkten und einem Torverhältnis von 8:6 auf dem dritten Platz und hat als einer der acht besten Gruppendritten gute Aussichten auf das Sechzehntelfinale.
Die Westafrikaner, die zuvor Frankreich (1:3) und Norwegen (2:3) unterlegen waren, zeigten vor allem nach der Pause jene offensive Wucht, die sie als amtierenden Afrikameister auszeichnet. Mit dem höchsten Sieg einer afrikanischen Mannschaft bei einer Weltmeisterschaft unterstrichen sie ihre Ambitionen. Nun müssen sie die Ergebnisse der verbleibenden Gruppen abwarten, um zu erfahren, ob die Reise in Nordamerika weitergeht.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Senegal geht das Spiel gegen den Irak wie ein Finale an, wobei Trainer Pape Bouna Thiaw den Hunger der Mannschaft und die Bedeutung für die Nation betont. Nach zwei Niederlagen muss das westafrikanische Team gewinnen, um seine WM-Hoffnungen am Leben zu erhalten. Die Löwen der Teranga sind entschlossen, ihre Kampagne zu drehen.
Senegal und Irak treffen in einem entscheidenden Spiel der Gruppe I aufeinander, beide kommen aus zwei Niederlagen. Die Begegnung in Toronto ist die letzte Chance, das Ausscheiden zu vermeiden, während Norwegen und Frankreich um die Gruppenführung kämpfen. Angaben zu Anstoßzeit, voraussichtlichen Aufstellungen und TV-Übertragung werden gemacht.
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