
USA und Iran setzen Schlagabtausch fort: Sechste Nacht in Folge Angriffe auf Infrastruktur
Während die USA Brücken und Flughäfen im Süden Irans bombardieren, beschießt Teheran US-Stützpunkte in den Golfstaaten – der Konflikt um die Straße von Hormus eskaliert weiter.
Die Streitkräfte der Vereinigten Staaten haben in der Nacht zum Freitag zum sechsten Mal in Folge Luftangriffe auf Ziele im Iran ausgeführt. Nach Angaben des US-Zentralkommandos (CENTCOM) galten die Schläge der weiteren Schwächung der iranischen Militärfähigkeiten. Iranische Staatsmedien meldeten Treffer auf zwei Brücken in der Provinz Hormozgan, auf den Flughafen von Iranshahr im Südosten sowie auf einen Bahnknotenpunkt in Bandar Abbas. Zudem wurden Explosionen nahe der Insel Qeshm und in Buschehr, dem Standort des einzigen zivilen Kernkraftwerks Irans, registriert. Die iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtete von mindestens sieben Todesopfern allein bei den Brückenangriffen; die Gesamtzahl der Toten seit der Wiederaufnahme der US-Offensive belaufe sich auf über 35, bei mehr als 300 Verletzten.
Aus Washingtoner Sicht sind die Angriffe eine Reaktion auf die anhaltende Blockade der Straße von Hormus durch Teheran. Das Weiße Haus erklärte, Präsident Donald Trump sei weiterhin zu Gesprächen bereit, werde jedoch nicht hinnehmen, dass Iran Schiffe in der Meerenge beschieße. Gleichzeitig setzt die US-Marine eine Seeblockade gegen iranische Häfen durch; nach CENTCOM-Angaben wurde ein Tankschiff geentert, drei weitere wurden umgeleitet. Teheran wies die Schuld für die Eskalation zurück. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums bezeichnete einen US-Angriff nahe einem Kinderkrankenhaus in Ahvaz als „barbarisch“, und ein Militärsprecher drohte, im Falle von Angriffen auf Kraftwerke oder Brücken werde die gesamte regionale Infrastruktur „unter den stählernen Schlägen“ der iranischen Streitkräfte zerschmettert. Irans Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte, das unter pakistanischer Vermittlung zustande gekommene Memorandum of Understanding vom Juni habe nur dann Bestand, wenn Iran daraus Nutzen ziehe.
Die Straße von Hormus, durch die in Friedenszeiten rund ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs transportiert wird, bleibt faktisch geschlossen. Iran hatte die Wasserstraße nach Beginn des Krieges Ende Februar blockiert und nutzt sie seither als Druckmittel. Die vorübergehende Öffnung nach dem Abkommen vom 18. Juni wurde von Teheran in der vergangenen Woche wieder aufgehoben. Laut dem Schifffahrtsdatenanbieter Lloyd’s List Intelligence ging der wöchentliche Frachtverkehr durch die Meerenge zu Monatsbeginn um fast ein Viertel zurück; viele Tanker verharren in Wartepositionen oder schalten ihre Ortungssysteme ab. Die Energieversorgung wird zunehmend über Pipelines umgeleitet, was den Ausfall des Seewegs jedoch nicht ausgleicht.
Die militärische Konfrontation weitet sich zunehmend auf Nachbarstaaten aus. Iranische Revolutionsgarden reklamierten ballistische Raketenangriffe auf einen US-Luftwaffenstützpunkt in Jordanien sowie Drohnen- und Raketenangriffe auf Ziele in Kuwait und Bahrain. Kuwait meldete den Abschuss von 32 Drohnen, Katar rief nach Raketenbeschuss die höchste Sicherheitsstufe aus, und in Bahrain heulten Luftschutzsirenen. Die kurdischen Behörden im nordirakischen Erbil berichteten, die US-geführte Koalition habe acht Sprengdrohnen abgefangen. Aus Islamabad verlautete, Pakistan werde weiterhin alle Seiten zur Wiederaufnahme technischer Gespräche drängen; die Vermittlungsbemühungen sind jedoch vorerst ins Stocken geraten.
Der Konflikt war am 28. Februar mit massiven US-israelischen Luftschlägen gegen den Iran ausgebrochen. Das von Pakistan vermittelte vorläufige Waffenstillstandsabkommen vom 18. Juni scheiterte, nachdem Washington Teheran Angriffe auf Handelsschiffe im Golf vorwarf und die Gespräche für beendet erklärte. Beobachter in der Region verweisen auf die strategische Bedeutung der Meerenge für die Weltwirtschaft und warnen vor einer weiteren Internationalisierung der Kämpfe. Die nächsten Schritte bleiben ungewiss: Während die US-Regierung auf militärischen Druck und die Seeblockade setzt, beharrt Teheran auf der Kontrolle über die Straße von Hormus als „unverrückbare rote Linie“. Ein neuer Verhandlungstermin ist nicht in Sicht.
| Lateinamerikanische Presse | −0.70 | critical |
|---|---|---|
| Russische & GUS-Presse | −0.40 | critical |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
Latin America condemns US aggression and denounces war crimes against Iranian civilians.
By emphasizing civilian casualties and the legal language of war crimes, a moral framework is created that legitimizes the condemnation of the United States.
It omits Iran's threat to target regional infrastructure, which would portray Tehran as an aggressor.
Russia projects the responsibility for the escalation onto the United States, highlighting Iran's readiness for dialogue.
By contrasting Iran's ongoing negotiations with America's unilateral violence, an image is built of Tehran as a rational actor and Washington as the aggressor.
It omits the Iranian attack on a US airbase in Jordan, which would partially justify the American response.
Atlantic analysis frames the escalation as a strategic crisis in the Strait of Hormuz, with implications for global security.
By selecting strategic targets and contextualizing the escalation within the framework of control over the Strait of Hormuz, the crisis is presented as a matter of power balance rather than morality.
It omits Iranian accusations of war crimes and the impact on civilians, which would shift focus from strategy to morality.
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