
Ukraine startet massivsten Drohnenangriff auf Russland – 660 Fluggeräte abgefangen
Nach Ankündigung einer 40-tägigen Operation durch Präsident Selenskyj attackierte Kiew in der Nacht auf den 26. Juni Ziele in dreizehn Regionen Russlands sowie auf der Krim.
In der Nacht zum 26. Juni hat die Ukraine den nach russischen Angaben größten Drohnenangriff seit Kriegsbeginn durchgeführt. Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete den Abschuss von 660 unbemannten Fluggeräten über 13 Regionen, der annektierten Krim sowie dem Schwarzen und Asowschen Meer. Betroffen waren unter anderem die Gebiete Moskau, Tula, Belgorod und Rostow. In der Hauptstadt wurden 47 Drohnen abgefangen, ohne dass es zu Opfern kam. In der Region Tula wurde ein Industriebetrieb in Nowomoskowsk beschädigt, eine Frau erlitt Verletzungen. Im Gebiet Belgorod starb ein Zivilist bei 84 separaten Angriffen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor eine vom Sicherheitsdienst der Ukraine durchzuführende „40-tägige Operation der Einflussnahme“ genehmigt, die Russland zur Beendigung des Krieges bewegen solle. Aus Kiewer Sicht zielen die verstärkten Angriffe mit Langstreckendrohnen darauf ab, die russische Energieinfrastruktur und militärische Logistik zu treffen und der Bevölkerung die Kosten des Krieges vor Augen zu führen. Moskau hingegen wertet die Attacken als terroristische Akte. Der stellvertretende Vorsitzende des Duma-Ausschusses für internationale Angelegenheiten, Alexej Tschepa, erklärte, die Ukraine versuche, ihr Drohnenpotenzial auszubauen und die innere Stabilität Russlands zu untergraben, während sie zugleich eine Feuerpause entlang der Front anstrebe, um ihre Kräfte neu zu formieren.
Die Angriffe führten zu vorübergehenden Einschränkungen des Flugverkehrs an den Moskauer Flughäfen sowie in mehreren weiteren Städten. In der Region Tula wurde das Chemiekombinat „Asot“ getroffen, ein bedeutender Hersteller von Ammoniak und Stickstoffdünger. Auf der von Russland annektierten Krim, die seit Wochen unter einer Treibstoffkrise leidet, wurden Explosionen nahe dem Fährhafen von Kertsch gemeldet; die Straßenbrücke zur Halbinsel wurde vorsorglich gesperrt. Westliche Nachrichtendienste sehen in der Intensivierung der ukrainischen Angriffe einen Versuch, die russische Kriegsführung empfindlich zu stören und den Druck auf den Kreml zu erhöhen.
Die Eskalation fällt in eine Phase, in der nach Angaben aus NATO-Kreisen auch mit russischen Provokationen gegenüber baltischen Staaten oder Polen gerechnet wird. Gleichzeitig warnte Selenskyj vor einem nahezu abgeschlossenen Ausbau militärischer Infrastruktur entlang der belarussisch-ukrainischen Grenze, was auf eine mögliche Ausweitung des Konflikts hindeuten könnte. Die ukrainische Führung hat weitere Angriffe auf russisches Territorium angekündigt; die diplomatischen Bemühungen um eine Waffenruhe bleiben ohne greifbare Fortschritte.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Russlands Luftabwehr hat in der Nacht eine Rekordzahl von 660 ukrainischen Drohnen abgeschossen. Ein Chemiewerk in Tula wurde beschädigt, die Effektivität der Verteidigung wird jedoch gelobt. In Belgorod wurde ein Zivilist verletzt.
Ein ukrainischer Drohnenangriff traf ein Chemiewerk in Tula, Russland, löste Brände aus und beschädigte die Energieinfrastruktur. Russland gibt an, 660 Drohnen abgeschossen zu haben, doch der Angriff zeigt die Reichweite der Ukraine. Ammoniakaustritt sorgt für Umweltalarm.
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