
Rudi Garcia verlässt Belgiens Nationalelf nach WM-Viertelfinale
Der französische Trainer und der Verband einigen sich auf das Ende der Zusammenarbeit; die Suche nach einem Nachfolger für den anstehenden Generationswechsel beginnt.
Die Königliche Belgische Fußballverband (RBFA) und Rudi Garcia gehen nach 18 Monaten getrennte Wege. Der auslaufende Vertrag des 62-jährigen Franzosen wird nicht verlängert, wie der Verband am Montag mitteilte. Garcia hatte die Roten Teufel bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada bis ins Viertelfinale geführt, wo sie dem späteren Weltmeister Spanien mit 1:2 unterlagen. Es war das einzige Gegentor, das die Spanier im gesamten Turnierverlauf hinnehmen mussten.
Der Weg dorthin war von einer Mischung aus Effizienz und Widerstandskraft geprägt. In der Gruppenphase setzte sich Belgien als Erster der Gruppe G vor Ägypten, Iran und Neuseeland durch. Im Achtelfinale bezwang die Mannschaft die USA deutlich mit 4:1, nachdem sie zuvor bereits Senegal ausgeschaltet hatte. Gegen Spanien gelang Charles De Ketelaere der zwischenzeitliche Anschlusstreffer, doch die kontrollierte Defensive der Iberer ließ keine Wende mehr zu. Unter Garcia gewann Belgien zwölf seiner 20 Länderspiele, sechs Partien endeten unentschieden, nur zwei gingen verloren.
Garcia hatte das Amt im Januar 2025 in einer schwierigen sportlichen und finanziellen Lage übernommen. Sein Vorgänger Domenico Tedesco war nach einem enttäuschenden EM-Achtelfinale 2024 und anhaltenden Spannungen mit Schlüsselspielern wie Torhüter Thibaut Courtois entlassen worden. Der neue Mann an der Seitenlinie, zuvor unter anderem bei Lille, Rom, Marseille und Neapel tätig, stabilisierte das Team und führte es zurück in die Liga A der Nations League. Verbandssportdirektor Vincent Mannaert würdigte, Garcia habe „zweifellos zur Wiederbelebung der Roten Teufel beigetragen“ und die mannschaftliche Geschlossenheit wiederhergestellt.
Der Abschied fällt in eine Phase des Umbruchs. Die goldene Generation um Kevin De Bruyne, Romelu Lukaku und Thibaut Courtois, alle 33 Jahre oder älter, neigt sich dem Ende zu. Garcia selbst sprach von einem „Generationswechsel“, den er mit Freude angestoßen habe. Jüngere Kräfte wie Jérémy Doku, Charles De Ketelaere und Nathan Ngoy erhielten unter ihm zunehmend Verantwortung. „Ich verlasse Belgien in Liga A der Nations League und unter den acht besten Teams der Welt“, erklärte der scheidende Coach.
Für den Verband beginnt nun die Suche nach einem neuen Cheftrainer, der den eingeleiteten Übergang fortsetzt. Die nächsten Prüfungen stehen bereits fest: Am 25. September tritt Belgien in der Nations League auswärts gegen Italien an, drei Tage später folgt das Heimspiel gegen Frankreich. Ein Nachfolger ist noch nicht benannt.
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Indem hervorgehoben wird, dass selbst ein Viertelfinaleinzug nicht für eine Verlängerung ausreichte, lenkt die Erzählung auf hohe Erwartungen und managerielle Härte.
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