
Nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2026: Saudi-Arabiens Fußballpräsident tritt zurück und entschuldigt sich
Yasser Al-Misehal zieht Konsequenzen aus dem enttäuschenden Abschneiden der Nationalmannschaft, die mit nur zwei Punkten in der Gruppe H ausschied.
Der Präsident des saudi-arabischen Fußballverbands, Yasser Al-Misehal, hat am Montag seinen sofortigen Rücktritt erklärt. In einer auf der Plattform X veröffentlichten Erklärung übernahm er die „volle Verantwortung“ für das frühe Ausscheiden der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 und bat die Fans um Entschuldigung. Al-Misehal, der das Amt seit 2019 innehatte, kündigte an, die Einleitung von Neuwahlen für einen neuen Vorstand zu veranlassen, um „einer neuen Phase Raum zu geben“.
Auf dem Platz hatte sich das Team, das in den vergangenen Jahren mit enormen Investitionen in den heimischen Fußball und der Verpflichtung internationaler Stars wie Cristiano Ronaldo und Neymar für Schlagzeilen sorgte, in der Gruppe H nicht durchsetzen können. Einem 1:1 zum Auftakt gegen Uruguay folgte eine deutliche 0:4-Niederlage gegen Spanien. Im entscheidenden dritten Spiel gegen Kap Verde, das für das Weiterkommen einen Sieg erforderte, kam Saudi-Arabien nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Mit zwei Punkten belegte die Mannschaft den letzten Platz in der Gruppe und verpasste den angestrebten Einzug in die K.-o.-Runde.
Aus saudischer Sicht wird das Scheitern als schwere Enttäuschung gewertet, zumal das Königreich 2034 selbst die Weltmeisterschaft ausrichten wird und zuletzt mit der Austragung zahlreicher internationaler Wettbewerbe – darunter die Klub-WM 2023 und die asiatische Champions League – seine Ambitionen untermauert hatte. Internationale Beobachter verweisen zudem auf die turbulente Vorbereitung: Weniger als zwei Monate vor Turnierbeginn hatte der Verband Trainer Hervé Renard durch Georgios Donis ersetzt, was die ohnehin schwierige Aufgabe zusätzlich erschwerte.
Al-Misehal, der in seiner Amtszeit auch die erfolgreiche Bewerbung um die WM 2034 maßgeblich vorantrieb, erklärte, er werde dem Fußball des Landes weiterhin verbunden bleiben. Die Neuwahl des Verbandspräsidenten soll nun zügig eingeleitet werden. Für Saudi-Arabien steht bereits Anfang 2027 die Ausrichtung der Asien-Meisterschaft an, ehe 2034 die Weltmeisterschaft im eigenen Land folgt.
| Arabische Golfpresse | +0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Iranische & verwandte Presse | −0.50 | critical |
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
The Gulf acknowledges the resignation as a natural step in a sports federation, highlighting the commitment to revival and investment in the sector.
The news is framed within a narrative of stability and continuity, downplaying negative implications and shifting focus to future prospects.
Iran views the resignation as evidence of a corrupt and inefficient sports system, unable to compete internationally.
The single event is linked to a systemic critique of the Saudi model, using the sporting failure as a metaphor for structural weakness.
Latin America records the event as a normal sports story, simply describing the facts and official reactions.
The narrative stays close to the facts, avoiding interpretations or connections to broader contexts, so as not to alter the reader's perception.
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