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SportMontag, 29. Juni 2026

3:3 zwischen Algerien und Österreich: Ein Remis, das Iran aus der WM wirft

Das dramatische Unentschieden in Kansas City weckt Erinnerungen an die „Schmach von Gijón“ – beide Teams bestreiten Absprachen.

Mit einem 3:3 im letzten Gruppenspiel sicherten sich Algerien und Österreich am Sonntagabend in Kansas City das Ticket für das Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft 2026 – und eliminierten zugleich den Iran, der nach einem 1:1 gegen Ägypten auf fremde Hilfe angewiesen war. Die Punkteteilung genügte beiden Mannschaften: Österreich zog als Gruppenzweiter hinter dem bereits qualifizierten Argentinien in die K.-o.-Runde ein, Algerien als einer der besten Gruppendritten. Jordanien schied ohne Punktgewinn aus.

Das Spiel selbst bot über weite Strecken das Bild einer Partie, in der das Remis beiden Seiten gelegen kam. Marko Arnautović brachte Österreich in der 28. Minute in Führung, Rafik Belghali glich kurz vor der Pause aus. Nach dem Seitenwechsel traf Marcel Sabitzer zum 2:1 für die Österreicher, ehe Riyad Mahrez fünf Minuten später erneut egalisierte. In der Schlussphase verflachte die Begegnung zusehends; Algerien schob den Ball in der eigenen Hälfte hin und her, während Österreich auf intensives Pressing verzichtete. Insgesamt verzeichneten die Nordafrikaner rund 720 Pässe – ein Wert, der die Zurückhaltung beider Teams unterstrich.

Die Dramaturgie der Nachspielzeit nährte anschließend Spekulationen über eine stillschweigende Übereinkunft. In der 93. Minute setzte ein Steilpass Mahrez in Szene, der zum 3:2 für Algerien vollendete – ein Treffer, der Österreich aus dem Turnier geworfen und den Iran in die nächste Runde gebracht hätte. Aufnahmen aus dem Stadion zeigen, wie österreichische Bankmitarbeiter erregt auf die algerische Seite zuliefen, woraufhin sich die Gemüter beruhigten. Nur drei Minuten später köpfte Saša Kalajdžić nach einer Hereingabe zum 3:3 ein. Algerische Anhänger feierten den Ausgleichstreffer des Gegners, weil er den dritten Gruppenplatz und damit ein Duell mit der Schweiz statt mit Spanien bedeutete.

In iranischen und internationalen sozialen Medien wurden rasch Vergleiche mit der „Schmach von Gijón“ von 1982 gezogen, als ein 1:0 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Österreich Algerien aus dem Turnier beförderte. Iranische Fans forderten eine Untersuchung durch die FIFA. Beide Trainer wiesen Absprachen entschieden zurück. Österreichs Teamchef Ralf Rangnick verwies auf den chaotischen Schlussverlauf: „Wenn jemand drei Minuten vor Schluss gesagt hätte, was passiert, hätte man ihn für verrückt erklärt.“ Algeriens Trainer Vladimir Petković betonte, am Ende habe der Fußball gesiegt. Mahrez selbst räumte ein, die Situation sei „unangenehm“ gewesen, doch er habe den Fußball respektieren und das Tor erzielen müssen.

Österreich trifft nun am Donnerstag in Los Angeles auf Spanien, Algerien einen Tag später in Vancouver auf die Schweiz. Die Punkteteilung von Kansas City wird indes als eines der prägenden Momente dieser Vorrunde in Erinnerung bleiben – nicht wegen eines Skandals, sondern wegen der schmalen Grenze zwischen Kalkül und Zufall.

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Montag, 29. Juni 2026

3:3 zwischen Algerien und Österreich: Ein Remis, das Iran aus der WM wirft

Das dramatische Unentschieden in Kansas City weckt Erinnerungen an die „Schmach von Gijón“ – beide Teams bestreiten Absprachen.

Mit einem 3:3 im letzten Gruppenspiel sicherten sich Algerien und Österreich am Sonntagabend in Kansas City das Ticket für das Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft 2026 – und eliminierten zugleich den Iran, der nach einem 1:1 gegen Ägypten auf fremde Hilfe angewiesen war. Die Punkteteilung genügte beiden Mannschaften: Österreich zog als Gruppenzweiter hinter dem bereits qualifizierten Argentinien in die K.-o.-Runde ein, Algerien als einer der besten Gruppendritten. Jordanien schied ohne Punktgewinn aus.

Das Spiel selbst bot über weite Strecken das Bild einer Partie, in der das Remis beiden Seiten gelegen kam. Marko Arnautović brachte Österreich in der 28. Minute in Führung, Rafik Belghali glich kurz vor der Pause aus. Nach dem Seitenwechsel traf Marcel Sabitzer zum 2:1 für die Österreicher, ehe Riyad Mahrez fünf Minuten später erneut egalisierte. In der Schlussphase verflachte die Begegnung zusehends; Algerien schob den Ball in der eigenen Hälfte hin und her, während Österreich auf intensives Pressing verzichtete. Insgesamt verzeichneten die Nordafrikaner rund 720 Pässe – ein Wert, der die Zurückhaltung beider Teams unterstrich.

Die Dramaturgie der Nachspielzeit nährte anschließend Spekulationen über eine stillschweigende Übereinkunft. In der 93. Minute setzte ein Steilpass Mahrez in Szene, der zum 3:2 für Algerien vollendete – ein Treffer, der Österreich aus dem Turnier geworfen und den Iran in die nächste Runde gebracht hätte. Aufnahmen aus dem Stadion zeigen, wie österreichische Bankmitarbeiter erregt auf die algerische Seite zuliefen, woraufhin sich die Gemüter beruhigten. Nur drei Minuten später köpfte Saša Kalajdžić nach einer Hereingabe zum 3:3 ein. Algerische Anhänger feierten den Ausgleichstreffer des Gegners, weil er den dritten Gruppenplatz und damit ein Duell mit der Schweiz statt mit Spanien bedeutete.

In iranischen und internationalen sozialen Medien wurden rasch Vergleiche mit der „Schmach von Gijón“ von 1982 gezogen, als ein 1:0 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Österreich Algerien aus dem Turnier beförderte. Iranische Fans forderten eine Untersuchung durch die FIFA. Beide Trainer wiesen Absprachen entschieden zurück. Österreichs Teamchef Ralf Rangnick verwies auf den chaotischen Schlussverlauf: „Wenn jemand drei Minuten vor Schluss gesagt hätte, was passiert, hätte man ihn für verrückt erklärt.“ Algeriens Trainer Vladimir Petković betonte, am Ende habe der Fußball gesiegt. Mahrez selbst räumte ein, die Situation sei „unangenehm“ gewesen, doch er habe den Fußball respektieren und das Tor erzielen müssen.

Österreich trifft nun am Donnerstag in Los Angeles auf Spanien, Algerien einen Tag später in Vancouver auf die Schweiz. Die Punkteteilung von Kansas City wird indes als eines der prägenden Momente dieser Vorrunde in Erinnerung bleiben – nicht wegen eines Skandals, sondern wegen der schmalen Grenze zwischen Kalkül und Zufall.

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