
RSV verdrängt Influenza als häufigstes Atemwegsvirus in Australien
Erstmals seit Beginn der nationalen Erfassung 2021 überholt das Respiratorische Synzytial-Virus die Grippe – während Brasilien einen neuen trivalenten Impfstoff zulässt und São Paulo die Masern-Impfung forciert.
In Australien hat das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) in diesem Winter erstmals Influenza als das am häufigsten gemeldete Atemwegsvirus überholt. Seit Beginn der nationalen Surveillance 2021 war dies nicht der Fall. Nach Angaben der Immunisation Foundation of Australia wurden landesweit bereits mehr als 83.000 Fälle registriert, mit täglich fast 900 Neuinfektionen seit Winterbeginn. In Western Australia entfielen 5.044 Fälle, über 80 Prozent davon im Großraum Perth. Die Stiftung führt dies auch auf die erst seit zwei Monaten bestehende Kostenfreiheit der RSV-Impfung für ältere Australier zurück, deren Inanspruchnahme mit rund 722.000 Dosen jedoch deutlich hinter der Grippeimpfung (über 1,76 Millionen) zurückbleibt.
Parallel hat die brasilianische Gesundheitsbehörde Anvisa den trivalenten Influenza-Impfstoff Fluprevli zugelassen. Der inaktivierte Spaltimpfstoff ist für Personen ab sechs Monaten vorgesehen und zeigte in klinischen Studien eine Wirksamkeit von bis zu 73 Prozent bei Erwachsenen und 65 Prozent bei Kindern. Die Zulassung folgt der internationalen Empfehlung, die seit 2020 nicht mehr zirkulierende B/Yamagata-Linie aus der Impfstoffzusammensetzung zu streichen. Für eine Aufnahme in das öffentliche Gesundheitssystem SUS muss das Produkt noch von der nationalen Technologiebewertungskommission Conitec geprüft werden. Im Bundesstaat São Paulo reagieren die Behörden unterdessen auf sieben Masernfälle in der Hauptstadt und Guarulhos mit einer Ausweitung der Impfkampagne: Säuglingen zwischen sechs und elf Monaten wird eine sogenannte Null-Dosis der Dreifachimpfung empfohlen, ergänzt durch Impfaktionen an Bahnhöfen der CPTM.
In Argentinien dominiert weiterhin Influenza A(H3N2) das Atemwegsinfektionsgeschehen, während RSV leicht zunimmt und SARS-CoV-2 auf niedrigem Niveau stabil bleibt. Das Nationale Epidemiologie-Bulletin verzeichnete in den letzten vier Wochen 22 RSV-Fälle und zwei Covid-19-Fälle. Die Chikungunya-Welle ist nach einem Höhepunkt im April deutlich abgeflaut; in der Saison wurden insgesamt 2.832 Fälle bestätigt, 96 Prozent davon im Nordwesten des Landes. Dengue verharrt mit 69 bestätigten Fällen auf niedrigem Niveau. In Bangladesch wird ab dem 1. August der Typhus-Konjugatimpfstoff in das Routineimpfprogramm für 15 Monate alte Kinder aufgenommen, zeitgleich mit der zweiten Masern-Röteln-Dosis. Die nächsten Schritte: In Brasilien steht die Conitec-Bewertung von Fluprevli an, in Australien drängen Gesundheitsbehörden auf eine höhere RSV-Impfquote unter Senioren.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
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| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
Australien schlägt RSV-Alarm und fordert ältere Menschen auf, sich kostenlos impfen zu lassen, wobei das Zeugnis einer Patientin genutzt wird, um die Gefahr greifbar zu machen.
Durch die Erzählung der Geschichte einer älteren Patientin wird die abstrakte Gefahr konkret gemacht und zu sofortigem Handeln aufgerufen.
Es erwähnt weder die Situation in Brasilien noch die neuen RSV-Impfstoffe, die dort eintreffen, und konzentriert sich ausschließlich auf die australische Front.
Brasilien genehmigt einen neuen Grippeimpfstoff und überwacht RSV neben anderen Viren, während Argentinien einen leichten Anstieg der RSV-Fälle meldet. Priorität bleibt die Masern- und Grippeimpfung.
Durch die Präsentation lokaler epidemiologischer Daten und behördlicher Zulassungen wird ein Bild der Normalität und Kontrolle erzeugt, das RSV zu einer sekundären Bedrohung macht.
Es erwähnt weder die RSV-Dominanz in Australien noch spezifische RSV-Impfstoffe und konzentriert sich auf andere lokale Gesundheitsprioritäten.
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