
Rekord-Messi trifft als Joker: Argentiniens makellose Gruppenphase beim 3:1 gegen Jordanien
Mit einem Freistoßtor als Einwechselspieler schrieb Lionel Messi WM-Geschichte und führte Argentinien zu einem ungefährdeten 3:1-Sieg über Jordanien, der die perfekte Gruppenphase krönte.
Lionel Messi hatte an diesem Abend in Dallas kaum den Rasen berührt, als die nächste historische Marke fiel. In der 80. Minute zirkelte der 39‑Jährige, der erst eine Stunde zuvor eingewechselt worden war, einen Freistoß aus knapp zwanzig Metern unhaltbar ins rechte obere Eck – das 3:1 gegen Jordanien, sein sechster Treffer im Turnier und das 19. WM‑Tor seiner Karriere. Der Treffer machte ihn zum ersten Spieler der Geschichte, der in sieben aufeinanderfolgenden WM‑Partien getroffen hat, eine Serie, die im Achtelfinale von Katar 2022 gegen Australien begann und nun Nordamerika erreicht hat.
Dabei hatte die Mannschaft von Lionel Scaloni die Partie bereits vorher in der Hand. Bereits in der 19. Minute brachte Giovani Lo Celso die Albiceleste mit einem kunstvollen Freistoß in Führung, der wie eine Kopie von Messis späterem Tor wirkte. Danach erhöhte Lautaro Martínez nach Videobeweis per Strafstoß (31.) auf 2:0. Jordanien, bei seiner ersten WM‑Teilnahme längst ausgeschieden, verkürzte durch Musa Al‑Taamari (55.) zwar auf 1:2, doch Messis Joker‑Einsatz erstickte jede Hoffnung auf eine Überraschung. Scaloni hatte neun Wechsel vorgenommen, unter anderem auch die Torhüterposition unverändert gelassen, und seine Mannschaft dominierte dennoch über weite Strecken.
Mit dem Erfolg sicherte sich der Titelverteidiger die perfekte Bilanz von neun Punkten aus drei Spielen der Gruppe J und unterstrich seine Favoritenstellung. Messis Freistoßtor war zudem sein zweites direktes Freistoßtor bei einer WM – das erste gelang ihm 2014 gegen Nigeria – und rückte ihn in der ewigen Bestenliste dieser Disziplin noch näher an die Spitze heran. Gleichzeitig baute er seinen Vorsprung in der Torschützenliste des laufenden Turniers aus: Mit sechs Treffern liegt er zwei Tore vor einem Quartett um Kylian Mbappé, Erling Haaland, Vinícius Júnior und Ousmane Dembélé.
Für Argentinien war es zugleich der 50. Sieg bei einer Fußball‑Weltmeisterschaft, eine Marke, die nur Rekordweltmeister Brasilien (78) und Deutschland (70) überbieten. Scaloni, der Messi bewusst für die K.o.‑Phase schonte, zeigte sich nach der Partie fast ratlos angesichts der fortwährenden Rekorde seines Kapitäns: „Die einzige Wort, die mir in den Sinn kommt, ist: überrascht.“ Der 39‑Jährige selbst blieb gewohnt gelassen und schrieb in den sozialen Medien lediglich: „Wir gehen gemeinsam weiter voran.“
Der Weg führt nun ins Round of 32, wo Argentinien am 3. Juli in Miami auf den WM‑Debütanten Kap Verde trifft – ein Gegner, der in seiner Gruppe unter anderem gegen Spanien und Uruguay unentschieden spielte und als defensivstark gilt. Scaloni warnte vor dem schnellen und spielstarken Außenseiter, doch mit einem Messi in dieser Form und einer breit aufgestellten Mannschaft reist der Titelverteidiger voller Selbstvertrauen in die K.o.‑Phase. Jordanien hingegen verabschiedete sich nach drei Niederlagen in der Gruppenphase, aber mit dem Versprechen, aus dieser Premiere gelernt zu haben.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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The Gulf press covers Messi's record but also notes Jordan's exit. They quote Scaloni's speechlessness and detail Messi's stats, while acknowledging Jordan's World Cup debut. The tone is measured, mixing admiration for Messi with respect for Jordan's effort.
The sub-Saharan African press reports Messi's scoring leads and Argentina's knockout path. They focus on the top scorer table and upcoming matches, with a neutral, factual tone. Little emotional language, more emphasis on tournament progression.
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