
Putins Jacht „Graceful“ mit russischem Marinegeleit in dänischen Gewässern gesichtet
Die seit 2022 vom Radar verschwundene Luxusjacht des russischen Präsidenten taucht mit Kurs auf Istanbul wieder auf – eskortiert von einem Zerstörer und einem Patrouillenboot, beobachtet von dänischen und deutschen Kräften.
Am Montagabend ist die 82 Meter lange Luxusjacht „Graceful“, die international mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Verbindung gebracht wird, in dänischen Gewässern im Kattegat gesichtet worden. Wie das dänische Rechercheteam DR Verifier anhand von Schiffsverkehrsdaten und Augenzeugenfotos dokumentierte, passierte der aus drei Schiffen bestehende Verband in der Nacht den Großen Belt und wurde am Morgen auf Höhe der Insel Anholt geortet. Als Zielhafen ist in den Transponderdaten Istanbul angegeben. Begleitet wird die Jacht von einem russischen Zerstörer und dem Patrouillenboot „Wojewoda“ – eine für ein privates Schiff ungewöhnliche militärische Eskorte.
Aus Kopenhagener Sicht handelt es sich um einen Vorgang, der routinemäßig überwacht wird. Das dänische Verteidigungskommando erklärte, die Streitkräfte verfolgten „standardmäßig Schiffe, einschließlich ausländischer Staatsschiffe, die mit entsprechenden Fähigkeiten durch dänische Meerengen und Gewässer fahren“. Das dänische Patrouillenboot P521 „Freja“ hielt sich demnach hinter dem Konvoi. Auch die deutsche Küstenwache war nach übereinstimmenden Berichten involviert und wechselte sich mit den dänischen Kräften bei der Beobachtung ab. Eine offizielle Stellungnahme aus Moskau lag zunächst nicht vor.
Die Fahrt wirft ein Schlaglicht auf den Umgang mit Vermögenswerten, die dem russischen Präsidenten zugerechnet werden. Die „Graceful“ hatte ihren Transponder am 30. August 2022 abgeschaltet – ein halbes Jahr nach Beginn der großflächigen russischen Invasion in der Ukraine. Zuvor war die Jacht, die nach Schätzungen einen Wert von 100 bis 120 Millionen Dollar hat, von einer Werft in Hamburg in den Kaliningrader Hafen verlegt und zeitweise unter dem Namen „Kosatka“ geführt worden. Im Juni 2022 verhängten die Vereinigten Staaten Sanktionen gegen die „Graceful“ sowie drei weitere mit Putin assoziierte Jachten. Die ebenfalls Putin zugeschriebene „Scheherazade“ wurde im Mai 2022 in der Toskana von italienischen Behörden festgesetzt. Recherchen des Teams um Alexej Nawalny und Berichte von Forbes hatten die „Graceful“ wiederholt in Sotschi verortet, wenn sich Putin dort aufhielt.
Der Konvoi bewegte sich am Montagnachmittag mit unveränderter Geschwindigkeit auf Skagen zu. Die dänische Marine und die deutsche Küstenwache setzten die Beobachtung fort. Welchen Zweck die Fahrt nach Istanbul hat und ob die Jacht tatsächlich in türkische Hoheitsgewässer einlaufen wird, blieb zunächst offen. Die türkischen Behörden äußerten sich bislang nicht zu dem Vorgang. Das Dossier um die Bewegungen der Präsidentenjacht bleibt damit in Bewegung, während die zuständigen Küstenstaaten ihre Überwachungsroutine fortsetzen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Nach fast drei Jahren mit abgeschaltetem Transponder ist die mit Präsident Putin in Verbindung gebrachte Superyacht in dänischen Gewässern wieder aufgetaucht, eskortiert von einem russischen Zerstörer und einem Patrouillenboot. Das Schiff fährt in Richtung Istanbul, während dänische und deutsche Seebehörden seine Bewegungen verfolgen. Das Wiederauftauchen verdeutlicht die fortgesetzte Nutzung von Luxusgütern trotz internationaler Sanktionen und des Krieges in der Ukraine.
Ein russischer Konvoi mit der Präsidentenyacht Graceful hat in der Nacht die dänischen Meerengen passiert und wird voraussichtlich am Nachmittag Skagen umrunden. Die Fahrt wird von dänischen und deutschen Küstenwachen überwacht, das endgültige Ziel ist jedoch unklar. Der Bericht stützt sich ausschließlich auf verifizierte Trackingdaten und offizielle Beobachtungen.
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