
Portugals spätes 2:1 gegen Kroatien: Ronaldo bricht Rekord und ehrt Jota
Nach einem dramatischen Sieg in Toronto gedenkt Portugal des vor einem Jahr verunglückten Diogo Jota und trifft nun im Achtelfinale auf Spanien.
Ein Kopfball von Gonçalo Ramos in der Nachspielzeit entschied eine packende Weltmeisterschafts-Begegnung: Portugal bezwang Kroatien im Toronto Stadium mit 2:1 und zog ins Achtelfinale ein. Zuvor hatte Cristiano Ronaldo einen Rückstand durch Ivan Perišić mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 68. Minute ausgeglichen. Der Treffer machte den 41-Jährigen zum ältesten Torschützen einer WM-K.-o.-Partie – ein Rekord, den zuvor Lionel Messi hielt – und war zugleich Ronaldos erstes Tor in einer K.-o.-Runde bei seiner sechsten Weltmeisterschaftsteilnahme. Die Schlussphase blieb dramatisch: Ein kroatischer Treffer wurde wegen Abseits aberkannt, ehe Ramos per Kopf das Weiterkommen sicherte.
Das Spiel stand im Zeichen des Gedenkens an Diogo Jota. Der Stürmer war am 3. Juli 2025 gemeinsam mit seinem Bruder André Silva bei einem Autounfall in der spanischen Provinz Zamora ums Leben gekommen. Vor dem Anpfiff zeigten die Stadionbildschirme Jotas Konterfei, die portugiesischen Spieler trugen Armbänder mit seinem Namen, und in der 21. Minute – Jotas Rückennummer – erhoben sich die Fans mit einem Banner und ließen Ballons steigen. Nach dem Abpfiff hielt Ronaldo das Trikot mit der Nummer 21 in die Kamera, zog es über und sagte: „Es ist ein besonderer Tag für unseren Jota, der dort oben für uns leuchtet.“ Zeitgleich weihte der FC Liverpool an der Anfield Road das Denkmal „Forever 20“ ein, eine Herzskulptur der Bildhauerin Emma Rodgers, die Jotas ikonischen Torjubel aufgreift und Fan-Devotionalien einarbeitet.
Roberto Martínez, Portugals Nationaltrainer, nahm Ronaldo in der 81. Minute aus taktischen Gründen vom Feld. „Wir wollten mit zwei Stürmern Druck ausüben, nach der Führung war es der Moment für einen zusätzlichen Mittelfeldspieler, um die Kontrolle zu behalten“, erklärte er. Martínez lobte die erste Halbzeit als beste portugiesische Darbietung des Turniers und blickte auf das Duell mit Spanien voraus: „Wir respektieren Spanien, sehen uns nicht als Favorit. Beide Mannschaften kennen sich genau, es wird ein fantastisches Spiel.“ Ronaldo selbst kündigte an, über seine Zukunft in der Nationalmannschaft erst nach dem Turnier zu entscheiden.
Die Atmosphäre in Toronto begeisterte beide Lager. Martínez sprach von einem „unglaublichen Empfang“ und bedauerte, dass keine weiteren WM-Spiele in der Stadt stattfinden; das Stadion erinnere ihn an „altmodische Premier-League-Spielstätten“. Kroatiens Trainer Zlatko Dalić würdigte die Stimmung der Fans und betonte, dass Fußball Menschen verbinde und stolz mache. Nach der Partie feierte die portugiesische Mannschaft mit einer Menschenmenge vor dem Mannschaftshotel, Ronaldo winkte vom Balkon und postete schlicht „Toronto“.
Portugal trifft nun in Dallas auf Spanien, das sämtliche Gruppenspiele gewann. Die iberische Nachbarschaftsbegegnung verspricht ein Duell auf Augenhöhe, in dem sich beide Teams bestens kennen. Für Portugal geht es auch darum, den Schwung einer emotional aufgeladenen Nacht mitzunehmen – und das Vermächtnis eines verlorenen Mitspielers weiterzutragen.
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.70 | critical |
|---|---|---|
| Arabische Golfpresse | +0.60 | aligned |
Germany's football establishment speaks: the Portuguese victory only underscores how far we have fallen. Our own failures are the real story.
The bloc uses the Portugal match as a mirror to project German disappointment, turning a neutral event into a self-referential critique. By constantly comparing to Germany's exit, it makes the match about German failure rather than Portuguese success.
The bloc omits any celebration of Portugal's achievement or Diogo Jota's memorial context, focusing solely on the negative implications for Germany.
The neutral sports fan speaks: a thrilling match decided by skill and determination. Portugal earned their victory fair and square.
The bloc universalizes the match by focusing on universal sporting values (comeback, tactics, heroics) rather than national or political angles. This makes the story accessible to a global audience and avoids taking sides.
The bloc omits any reference to the memorial context of Diogo Jota or the broader geopolitical implications of the tournament, keeping the coverage purely sportive.
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