
Portugals Neuanfang nach dem WM-Aus: Jorge Jesus soll das Erbe von Martínez antreten
Nach der 0:1-Niederlage gegen Spanien im Achtelfinale der WM 2026 bestätigte der portugiesische Verband die Trennung von Roberto Martínez und verhandelt nun mit dem 71-jährigen Jorge Jesus über einen Vertrag bis 2030.
Das Aus kam leise, aber endgültig. Mit einer 0:1-Niederlage gegen Spanien schied Portugal im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 aus, und noch im Stadion verkündete Roberto Martínez seinen sofortigen Rücktritt. „Ich bin nach Portugal gekommen, um die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Da ich das nicht geschafft habe, ergibt es keinen Sinn weiterzumachen“, erklärte der 52-jährige Spanier, dessen Vertrag ohnehin auslief. Die Seleção, die in der Gruppenphase gegen Kolumbien und die DR Kongo unentschieden gespielt und Usbekistan mit 5:0 besiegt hatte, fand gegen die kompakte Defensive der Iberer kein Mittel – ein Tor genügte, um eine mit großen Ambitionen gestartete Kampagne zu beenden.
Die Portugiesische Fußballföderation (FPF) bestätigte am Mittwoch offiziell die Trennung von Martínez und seinem Trainerstab. Der Katalane hatte das Amt im Januar 2023 angetreten und in dreieinhalb Jahren 45 Spiele verantwortet, aus denen 30 Siege, neun Unentschieden und sechs Niederlagen resultierten. Der Gewinn der UEFA Nations League 2025 steht als größter Erfolg seiner Amtszeit zu Buche, doch das frühe Scheitern bei der EM 2024 im Viertelfinale gegen Frankreich und nun das Aus im Achtelfinale der WM nährten in der portugiesischen Öffentlichkeit zunehmend Zweifel an seiner taktischen Ausrichtung und der fortdauernden Fixierung auf den 41-jährigen Cristiano Ronaldo.
Bereits vor der offiziellen Verkündung hatte FPF-Präsident Pedro Proença die Suche nach einem Nachfolger eingeleitet, der „den portugiesischen Fußball sehr gut kennen und die Siegermentalität des Verbandes teilen“ müsse. Portugiesische Medien wie „A Bola“ und „Maisfutebol“ berichten übereinstimmend, dass Jorge Jesus der Wunschkandidat ist und die Verhandlungen weit fortgeschritten sind. Der 71-Jährige, der zuletzt Al-Nassr in Saudi-Arabien trainierte und dort mit Cristiano Ronaldo und João Félix zusammenarbeitete, wäre erstmals als Nationaltrainer tätig. Seine Vereinslaufbahn umfasst Stationen bei Benfica, Sporting Lissabon und Flamengo Rio de Janeiro, mit dem er 2019 die Copa Libertadores gewann. Aus brasilianischer Sicht galt Jesus zeitweise sogar als Kandidat für die Seleção, bevor sich der dortige Verband für Carlo Ancelotti entschied.
Zur geplanten Kommission des neuen Trainers könnte nach übereinstimmenden Berichten auch der ehemalige Real-Madrid-Verteidiger Pepe stoßen, der 2024 seine aktive Karriere beendete und zuletzt ein Angebot von José Mourinho ablehnte. Die FPF strebt eine rasche Einigung an; als möglicher Rahmen gilt ein Vertrag bis zur WM 2030, die Portugal gemeinsam mit Spanien ausrichten wird. Das erste Pflichtspiel unter neuer Leitung stünde bereits am 24. September an, wenn Portugal im Estádio José Alvalade in der Nations League auf Wales trifft. Nur drei Tage später folgt das Auswärtsspiel in Norwegen – ein dichter Terminkalender, der dem neuen Mann kaum Zeit zur Eingewöhnung lässt.
| Südostasiatische Presse | −0.70 | critical |
|---|---|---|
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | +0.50 | aligned |
| Subsaharisch-afrikanische Presse | 0.00 | neutral |
Südostasien beurteilt Roberto Martinez als einen Trainer, der eine goldene Generation verschwendet hat, und sein Abgang war bereits vom Kapitän entschieden.
Ronaldos Aussage wird als endgültiger Beweis für Martinez' Schuld verwendet und verwandelt eine persönliche Meinung in ein objektives Urteil.
Der offizielle Dank des Verbandes und der Nations-League-Erfolg werden ausgelassen, wobei der Fokus nur auf Ronaldos Kritik liegt.
Die arabische Levante-Maghreb stellt Martinez' Abgang als professionellen und dankbaren Abschluss dar, der die Erfolge und die Suche nach einem neuen Trainer hervorhebt.
Die offizielle Erklärung des Verbandes wird als einzige Quelle übernommen, kritische Stimmen werden vermieden und der Abgang als Teil des natürlichen Fußballzyklus normalisiert.
Ronaldos Enthüllung und Kritik an Martinez' Führung werden ausgelassen, nur die offizielle Version wird präsentiert.
Subsahara-Afrika berichtet die nackten Tatsachen: Der portugiesische Verband bestätigte das Ende des Vertrags mit Martinez nach dem WM-Aus.
Die offizielle Erklärung wird ohne Kommentare oder Interpretationen wiedergegeben, wobei man sich auf die institutionelle Quelle stützt.
Sowohl Ronaldos Kritik als auch der Dank des Verbandes werden ausgelassen, beschränkt auf die nackte Nachricht.
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