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Energie & KlimaSamstag, 4. Juli 2026

Polarluft erreicht Brasilien und Paraguay – Frostgefahr und Kälte bis minus 6 Grad

Während eine ungewöhnlich starke Kaltfront in weiten Teilen des südlichen Südamerikas für Frost und Temperaturstürze sorgt, bringen tropische Tiefdruckgebiete in Mexiko und Kolumbien heftige Regenfälle und Hagel.

Eine aus der Antarktis stammende Kaltluftmasse hat am Samstag weite Teile des südlichen Brasiliens, Paraguays und des argentinischen Nordostens erfasst. In den Bundesstaaten Rio Grande do Sul und Santa Catarina sanken die Temperaturen in den frühen Morgenstunden auf Werte zwischen minus 3 und minus 6 Grad, wie der brasilianische Wetterdienst Climatempo mitteilte. Die Kombination aus negativen Temperaturen, trockener Luft und geringer Bewölkung begünstigte die Bildung von Bodenfrost in den Hochebenen und der Campanha Gaúcha. Auch im äußersten Süden Paraguays, etwa in Encarnación und Ciudad del Este, wurden Tiefstwerte von 4 bis 6 Grad registriert, während in der Hauptstadt Asunción das Thermometer auf 7 Grad fiel. In der argentinischen Provinz Buenos Aires, darunter Punta Lara, lagen die Minima nahe dem Gefrierpunkt.

Die Kaltfront, die bereits am Freitag über den Süden Brasiliens hinweggezogen war, dehnte sich im Tagesverlauf bis in den Südosten des Landes aus. In São Paulo blieb der Himmel bedeckt, und die Höchsttemperatur erreichte lediglich 17 Grad; für die Nacht zum Sonntag wurde Nebel erwartet. Die Stadtverwaltung rief den Aufmerksamkeitszustand für niedrige Temperaturen aus. In Rio de Janeiro hingegen sorgte feuchte Meeresluft für anhaltende Regenfälle, die örtlich mäßig bis stark ausfielen. Nach Angaben der Meteorologen soll die Kaltluft am Sonntag allmählich an Einfluss verlieren, doch die Nächte bleiben kühl, und vereinzelt ist weiterhin mit Frost in den Höhenlagen der Serra Gaúcha und Catarinense zu rechnen.

Zeitgleich führten im Norden Lateinamerikas mehrere atmosphärische Störungen zu ergiebigen Niederschlägen. In Mexiko verzeichnete der Servicio Meteorológico Nacional (SMN) für Samstag und die Folgetage verbreitet starke Regenfälle, die von Gewittern und Hagel begleitet wurden. Besonders betroffen waren die Bundesstaaten Jalisco, Colima, Michoacán und Chiapas, wo Niederschlagsmengen von 75 bis 150 Millimetern innerhalb von 96 Stunden vorhergesagt wurden. In der Hauptstadt Mexiko-Stadt galt eine Alarmstufe Rot für die Delegación Cuajimalpa, nachdem am Freitagabend heftige Hagelschauer zu Überschwemmungen in Huixquilucan geführt hatten. Auch in Kolumbien warnte das Institut für Hydrologie, Meteorologie und Umweltstudien (Ideam) vor anhaltenden Regenfällen, die durch die tropische Welle Nummer 22 noch verstärkt würden und in den Regionen Caribe, Andina und Pacífica zu Erdrutschen und Überflutungen führen könnten.

Die Wetterlage spiegelt die für den südamerikanischen Winter typischen, aber in diesem Jahr besonders ausgeprägten Kaltlufteinbrüche wider, die durch eine blockierende Hochdruckzone über dem Südatlantik begünstigt werden. Während die Landwirtschaft in den Frostregionen Brasiliens und Paraguays mit Schäden an Kaffee- und Zuckerrohrkulturen rechnet, stehen die Behörden in Mexiko und Kolumbien vor der Herausforderung, die Bevölkerung vor den Folgen der anhaltenden Niederschläge zu schützen. Die nächste Entwicklung wird für Dienstag erwartet, wenn eine weitere Kaltfront auf den Großraum São Paulo übergreifen und erneut Regenfälle sowie Windböen auslösen soll.

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Samstag, 4. Juli 2026

Polarluft erreicht Brasilien und Paraguay – Frostgefahr und Kälte bis minus 6 Grad

Während eine ungewöhnlich starke Kaltfront in weiten Teilen des südlichen Südamerikas für Frost und Temperaturstürze sorgt, bringen tropische Tiefdruckgebiete in Mexiko und Kolumbien heftige Regenfälle und Hagel.

Eine aus der Antarktis stammende Kaltluftmasse hat am Samstag weite Teile des südlichen Brasiliens, Paraguays und des argentinischen Nordostens erfasst. In den Bundesstaaten Rio Grande do Sul und Santa Catarina sanken die Temperaturen in den frühen Morgenstunden auf Werte zwischen minus 3 und minus 6 Grad, wie der brasilianische Wetterdienst Climatempo mitteilte. Die Kombination aus negativen Temperaturen, trockener Luft und geringer Bewölkung begünstigte die Bildung von Bodenfrost in den Hochebenen und der Campanha Gaúcha. Auch im äußersten Süden Paraguays, etwa in Encarnación und Ciudad del Este, wurden Tiefstwerte von 4 bis 6 Grad registriert, während in der Hauptstadt Asunción das Thermometer auf 7 Grad fiel. In der argentinischen Provinz Buenos Aires, darunter Punta Lara, lagen die Minima nahe dem Gefrierpunkt.

Die Kaltfront, die bereits am Freitag über den Süden Brasiliens hinweggezogen war, dehnte sich im Tagesverlauf bis in den Südosten des Landes aus. In São Paulo blieb der Himmel bedeckt, und die Höchsttemperatur erreichte lediglich 17 Grad; für die Nacht zum Sonntag wurde Nebel erwartet. Die Stadtverwaltung rief den Aufmerksamkeitszustand für niedrige Temperaturen aus. In Rio de Janeiro hingegen sorgte feuchte Meeresluft für anhaltende Regenfälle, die örtlich mäßig bis stark ausfielen. Nach Angaben der Meteorologen soll die Kaltluft am Sonntag allmählich an Einfluss verlieren, doch die Nächte bleiben kühl, und vereinzelt ist weiterhin mit Frost in den Höhenlagen der Serra Gaúcha und Catarinense zu rechnen.

Zeitgleich führten im Norden Lateinamerikas mehrere atmosphärische Störungen zu ergiebigen Niederschlägen. In Mexiko verzeichnete der Servicio Meteorológico Nacional (SMN) für Samstag und die Folgetage verbreitet starke Regenfälle, die von Gewittern und Hagel begleitet wurden. Besonders betroffen waren die Bundesstaaten Jalisco, Colima, Michoacán und Chiapas, wo Niederschlagsmengen von 75 bis 150 Millimetern innerhalb von 96 Stunden vorhergesagt wurden. In der Hauptstadt Mexiko-Stadt galt eine Alarmstufe Rot für die Delegación Cuajimalpa, nachdem am Freitagabend heftige Hagelschauer zu Überschwemmungen in Huixquilucan geführt hatten. Auch in Kolumbien warnte das Institut für Hydrologie, Meteorologie und Umweltstudien (Ideam) vor anhaltenden Regenfällen, die durch die tropische Welle Nummer 22 noch verstärkt würden und in den Regionen Caribe, Andina und Pacífica zu Erdrutschen und Überflutungen führen könnten.

Die Wetterlage spiegelt die für den südamerikanischen Winter typischen, aber in diesem Jahr besonders ausgeprägten Kaltlufteinbrüche wider, die durch eine blockierende Hochdruckzone über dem Südatlantik begünstigt werden. Während die Landwirtschaft in den Frostregionen Brasiliens und Paraguays mit Schäden an Kaffee- und Zuckerrohrkulturen rechnet, stehen die Behörden in Mexiko und Kolumbien vor der Herausforderung, die Bevölkerung vor den Folgen der anhaltenden Niederschläge zu schützen. Die nächste Entwicklung wird für Dienstag erwartet, wenn eine weitere Kaltfront auf den Großraum São Paulo übergreifen und erneut Regenfälle sowie Windböen auslösen soll.

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