
Pentagon prüft Verlegung von Militärbasen im Nahen Osten nach iranischen Angriffen
Eine WSJ-Recherche offenbart massive, bislang verschwiegene Schäden an der US-Marinebasis in Bahrain und zwingt Washington zu einer strategischen Neuausrichtung seiner regionalen Präsenz.
Die US-Marinebasis NSA Bahrain ist bei iranischen Vergeltungsschlägen zwischen Ende Februar und Juni weit schwerer beschädigt worden, als das Pentagon öffentlich eingeräumt hat. Nach einer Analyse von Satellitenbildern, Videos in sozialen Medien und Befragungen aktiver wie ehemaliger Militärangehöriger durch das Wall Street Journal wurden das Hauptquartier der Fünften Flotte, zwei Satellitenkommunikationsterminals, Kasernen, Lagerhallen und ein Wassertank getroffen. Der allein auf Baukosten bezifferte Schaden beläuft sich nach Berechnungen der Zeitung auf rund 400 Millionen Dollar; Experten des Center for Strategic and International Studies (CSIS) veranschlagen die Gesamtkosten inklusive Trümmerbeseitigung und verlorener Technik deutlich höher. Aus Washingtoner Regierungskreisen verlautet, die Schäden an mindestens 20 weiteren militärischen und diplomatischen Einrichtungen in der Region hätten eine grundlegende Überprüfung der gesamten US-Truppenpräsenz ausgelöst.
Aus dem Pentagon wird nun berichtet, dass mehrere Optionen zur Neuordnung der Kräfte geprüft werden. Dazu zählen eine Verkleinerung des Fußabdrucks in Kuwait und Saudi-Arabien, die Verlegung von Stützpunkten weiter nach Westen außerhalb der Reichweite iranischer Raketen und Drohnen sowie die Verlagerung von Kommandozentralen unter die Erde. Zwei mit den Beratungen vertraute Beamte nennen Israel als einen möglichen Standort für künftige Einrichtungen. Ein Sprecher des US-Zentralkommandos betonte hingegen, der Schutz der Soldaten habe Priorität; von über 8000 abgefeuerten iranischen Flugkörpern hätten nur zwei zu Personenschäden geführt. Gleichzeitig räumte das Haushaltsbüro des Pentagon ein, dass die bisher genannten Kriegskosten von 29 Milliarden Dollar die Wiederherstellung der Basen nicht enthalten.
Die Angriffe waren Teil der iranischen Operation „Wahres Versprechen 4“, die als Reaktion auf die am 28. Februar 2026 begonnene gemeinsame US-israelische Militäroperation „Epic Rage“ gegen Iran erfolgte. Nach inoffiziellen Schätzungen des American Enterprise Institute traf Iran mehr als 100 Ziele auf elf Stützpunkten in sieben Golfstaaten, darunter die Luftwaffenbasen Al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Al-Udeid in Katar. Aus Teheraner Sicht handelte es sich um legitime Vergeltung; der provisorische Führungsrat Irans erklärte sich bereit, die Schläge gegen Nachbarstaaten einzustellen, falls diese die Unterstützung für die US-israelische Operation beendeten. Bahrain entzog unterdessen 69 Personen die Staatsbürgerschaft und verurteilte neun Angeklagte wegen Kooperation mit den Revolutionsgarden zu lebenslanger Haft.
Die Erschütterung der lange als sicher geltenden vorgeschobenen Infrastruktur zwingt Washington zu einer Neubewertung seiner militärischen Aufstellung im Nahen Osten. Im Kongress wächst der Unmut über die mangelnde Transparenz des Verteidigungsministeriums; Verteidigungsminister Pete Hegseth wich bei einer Anhörung der Frage nach den Gesamtkosten aus. Die Prüfung verschiedener Verlegungs- und Schutzvarianten dauert an, Entscheidungen sind nach Angaben informierter Kreise noch nicht gefallen. Die kommerzielle Satellitenbildauswertung wurde im April auf Druck der US-Regierung eingeschränkt, um die Sicherheit der Truppen zu gewährleisten – ein Schritt, der nach Einschätzung von Beobachtern zugleich das öffentliche Bild des Schadensausmaßes begrenzte.
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Irans Verteidigungsstärke hat Washington gezwungen, seine militärische Präsenz im Nahen Osten zu überdenken. Die schweren Schäden am Marinestützpunkt in Bahrain und an rund zwanzig weiteren Einrichtungen offenbarten die amerikanische Verwundbarkeit gegenüber iranischen Raketen. Das Pentagon erwägt nun, Truppen aus Kuwait und Saudi-Arabien zu verlegen – ein klares Zeichen für Teherans strategischen Erfolg.
Die iranischen Angriffe verursachten weit größere Schäden am US-Marinestützpunkt in Bahrain als offiziell zugegeben. Satellitenbilder zeigen die Zerstörung des Hauptquartiers und der Kommunikationseinrichtungen. Dies veranlasste die USA, eine Verringerung ihrer Präsenz in Kuwait und Saudi-Arabien zu erwägen, wobei sogar Israel als alternativer Standort diskutiert wird – ein Beleg für die wachsende iranische Bedrohung.
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