
Peking genehmigt Shein-Börsengang in Hongkong nach gescheiterten Anläufen in New York und London
Die chinesische Wertpapieraufsicht erteilte die lange erwartete Freigabe für das IPO des Fast-Fashion-Konzerns, dessen Bewertung seit 2022 von 100 auf 40 bis 50 Milliarden Dollar gesunken ist.
Die Kommission zur Regulierung des chinesischen Wertpapiermarktes (CSRC) hat am Freitag den Antrag von Shein auf eine Erstnotiz in Hongkong genehmigt. Der in Singapur ansässige Online-Modehändler darf demnach bis zu 341,6 Millionen H-Aktien platzieren. Mit der Freigabe endet eine rund einjährige Wartezeit und ein mehrjähriger Börsengangskurs, der zuvor an den Regulierungsbehörden in New York und London scheiterte. Die Genehmigung gilt als Signal aus Peking, dass Hongkong als Offshore-Kapitalplattform weiterhin gestützt wird, zugleich aber eine selektive Öffnung praktiziert wird, die Unternehmen belohnt, die sich nationalen Prioritäten unterordnen.
Der Weg an die Börse war von geopolitischen Spannungen und regulatorischen Hürden geprägt. Shein hatte im November 2023 zunächst einen Antrag in New York gestellt, stieß dort jedoch auf Widerstand von Abgeordneten und Aufsehern, die unter anderem Lieferketten- und Arbeitspraktiken thematisierten. Ein anschließender Versuch in London erhielt zwar die Billigung der britischen Finanzaufsicht FCA, scheiterte aber an der fehlenden Zustimmung der CSRC, die seit 2023 auch Offshore-Notierungen von Unternehmen mit wesentlichen Verbindungen zu China prüft. Da Shein seine Produkte fast vollständig von chinesischen Zulieferern bezieht, blieb es dieser Aufsicht unterworfen, obwohl der Konzern seinen Hauptsitz 2021 nach Singapur verlegt hatte.
Die Bewertung des 2012 gegründeten Unternehmens ist im Zuge der gescheiterten Börsengänge und des nachlassenden Pandemie-Booms drastisch gesunken. Lag sie 2022 noch bei 100 Milliarden Dollar, wurde sie bei einer Finanzierungsrunde 2023 mit 66 Milliarden beziffert. Für das Hongkong-IPO wird nun eine Spanne von 40 bis 50 Milliarden Dollar anvisiert; aus dem Aktionärskreis war zuletzt auch ein Wert von etwa 30 Milliarden Dollar im Gespräch. Shein erwartete für das vergangene Jahr gleichwohl einen Rekordnettogewinn von zwei Milliarden Dollar, gestützt auf Preiserhöhungen und Kostensenkungen, die rückläufige Online-Zugriffe infolge der US-Zölle ausglichen.
Mit der CSRC-Genehmigung kann Shein nun Investorengespräche aufnehmen und die Anhörung vor dem Listing-Komitee der Hongkonger Börse vorbereiten. Als möglicher Zeitraum für die Notierung gilt der Herbst, ein genauer Termin steht noch nicht fest. Der Börsengang wäre der bislang prominenteste eines Einzelhandelsunternehmens in Hongkong seit Jahren und würde die Wiederbelebung des dortigen Aktienmarktes untermauern, der im laufenden Jahr bereits ein Emissionsvolumen von annähernd 35 Milliarden Dollar verzeichnete.
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| Indische & südasiatische Presse | +0.20 | neutral |
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Russia frames the IPO as a routine regulatory event, devoid of political significance.
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The Russian report omits the political sensitivity and the year-long wait for approval, presenting the IPO as a routine business event.
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The Gulf report omits the political sensitivity and the specific valuation, focusing instead on the procedural uncertainty.
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