
Pakistans Innenminister in Iran: Vermittlung zwischen Teheran und Washington intensiviert
Nach Unterzeichnung des Islamabad-Memorandums setzt Pakistan seine Pendeldiplomatie fort und lotet mit iranischen Spitzenvertretern die nächsten Schritte zur dauerhaften Deeskalation aus.
Der pakistanische Innenminister Mohsin Naqvi ist am Samstag zu Gesprächen mit der iranischen Führung in Maschhad eingetroffen, wo er nach Angaben der halbamtlichen Nachrichtenagentur Tasnim mit Präsident Massud Peseschkian, Außenminister Abbas Araghtschi und Innenminister Eskandar Momeni zusammentraf. Die Visite ist Teil der laufenden Vermittlungsbemühungen Islamabads zwischen Teheran und Washington, die bereits zu einem am Mittwoch von den Präsidenten Peseschkian und Donald Trump förmlich unterzeichneten 14-Punkte-Memorandum geführt haben. Der Besuch diene, so der Sprecher des iranischen Außenministeriums, der direkten Fortsetzung der pakistanischen Mediationsinitiativen, um Fortschritte bei der Umsetzung der Vereinbarung zu erzielen.
Aus Teheraner Sicht signalisiert der Besuch die Entschlossenheit, die im Memorandum festgehaltenen Verpflichtungen zügig umzusetzen, namentlich das Ende der Feindseligkeiten, die Aufhebung der US-Seeblockade binnen 30 Tagen und den Beginn eines auf mindestens 300 Milliarden Dollar bezifferten Wiederaufbau- und Wirtschaftsplans. Demgegenüber berichtet CNN Brasil unter Berufung auf einen amerikanischen Regierungsvertreter, dass der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner auf dem Weg in die Schweiz seien, um dort mögliche technische Verhandlungen mit dem Iran aufzunehmen. Allerdings sei der ursprünglich für Freitag angesetzte Termin wegen der Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah kurzfristig abgesagt worden, sodass der genaue Zeitplan ungewiss bleibe.
Das Islamabad-Memorandum sieht neben einem dauerhaften Waffenstillstand an allen Fronten einschließlich des Libanon Ausnahmeregelungen für den Ölexport, die Wiederherstellung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus sowie die schrittweise Aufhebung der US-Sanktionen und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte vor. Im Gegenzug bekräftigt Teheran seinen Verzicht auf Kernwaffen; über den Verbleib des vorhandenen angereicherten Urans sollen weitere Verhandlungen geführt werden. Für die europäische und damit auch die deutsche, österreichische und schweizerische Wirtschaft ist die Wiederbelebung des Handels durch die Straße von Hormus von strategischer Bedeutung, da sie eine zentrale Route für die Energieversorgung darstellt.
Die pakistanische Vermittlerrolle war nach Darstellung des Hisbollah-nahen Senders Al-Manar durch eine „amerikanisch-israelische Aggression gegen die Islamische Republik“ Ende Februar ausgelöst worden und führte zu einem am 8. April in Kraft getretenen Waffenstillstand. Seither pendeln pakistanische Unterhändler zwischen den Hauptstädten. Premierminister Shahbaz Sharif gratulierte der iranischen Führung zu dem Abkommen und betonte dessen positive Auswirkungen auf die regionale Stabilität. Über den Fortgang des Dossiers wird nach den Konsultationen in Teheran und den geplanten technischen Gesprächen in der Schweiz entschieden werden; ein Datum für die nächste formelle Verhandlungsrunde zwischen Iran und den USA steht noch aus.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Pakistans Innenminister trifft Präsident Pezeshkian und Außenminister Araghchi in einem konstruktiven Dialog und setzt Islamabads Vermittlungsbemühungen fort, um das Abkommen zwischen Iran und den USA zu festigen. Das Treffen bekräftigt das Engagement Irans, eine stabile Lösung zu finden.
Islamabad verstärkt seine diplomatischen Bemühungen nach der amerikanisch-israelischen Aggression gegen Teheran; der Innenminister ist zu hochrangigen Gesprächen in der iranischen Hauptstadt eingetroffen. Das erklärte Ziel ist es, dauerhaften Frieden zwischen Washington und der Islamischen Republik zu fördern und die Feindseligkeiten zu beenden.
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