
Ölunfälle in Aserbaidschan und Schweden, Brände in Indien und Hongkong
Während im Kaspischen Meer ein Pipeline-Leck zu einer Ölverschmutzung führte, kämpften Einsatzkräfte in Göteborg mit einem Ölfilm in einem Bach; in Kochi und Hongkong gerieten ein Schiff und ein Sportwagen in Brand.
Am Wochenende und zu Beginn der Woche ereigneten sich an mehreren Orten weltweit Havarien mit Ölaustritten und Bränden. Vor der Küste Aserbaidschans trat aus einem unterseeischen Rohr der staatlichen Ölgesellschaft SOCAR Erdöl aus; in Göteborg verschmutzte ein Ölfilm den Kvillebäcken; im indischen Kochi fing ein Schiff in einer privaten Werft Feuer; in Hongkong brannte ein Ferrari nahe einer Stadtbahnstation aus.
Im Kaspischen Meer wurde nach Angaben von SOCAR und aserbaidschanischen Medien bereits am Freitag eine Ölverschmutzung am Strand von Dübendi, rund 35 Kilometer von Baku entfernt, entdeckt. Bei einer Untersuchung der Wasserfläche zwischen der Insel Pirallahı und der Siedlung Dübendi orteten Einsatzkräfte ein Ölteppich. Als Ursache ermittelten Techniker ein Leck an einer Pipeline des Produktionsvereinigung „Asneft“. Nach vorläufiger Darstellung der Behörden wurde die Leitung durch einen äußeren Gegenstand – vermutlich einen Anker – beschädigt. Der Transport durch das betroffene Rohr wurde umgehend gestoppt; eine weitere Leckage ins Meer sei damit ausgeschlossen, teilte SOCAR mit. Die Reinigungsarbeiten an Küste und Wasser führt „Asneft“ in Abstimmung mit dem aserbaidschanischen Ministerium für Notsituationen durch.
Im schwedischen Göteborg alarmierte ein Ölfilm auf dem Kvillebäcken am Sonntagvormittag die Rettungsdienste. Nach Schätzungen der Behörden breitete sich die Verschmutzung über eineinhalb Kilometer entlang des Bachs auf der Insel Hisingen aus. Die Herkunft des Öls und die ausgetretene Menge sind bislang ungeklärt. Ein Sprecher der Feuerwehr äußerte die Vermutung, das Öl könne im Zusammenhang mit den starken Regenfällen vom Samstag ausgespült worden sein. Mehrere Vögel verfingen sich in dem Ölteppich; die Tierambulanz war im Einsatz, private Helfer versuchten, ölverschmierte Tiere einzufangen. Die Sanierungsarbeiten wurden am Montag fortgesetzt, während die Stadtverwaltung weiter nach der Austrittsquelle sucht.
Im indischen Bundesstaat Kerala brach in den frühen Morgenstunden des Montags ein Feuer auf einem Schiff aus, das in einer privaten Werft in Kalamukku, Vypeen, zu Wartungsarbeiten lag. Nach ersten Berichten handelt es sich um einen Lastkahn; das Feuer soll im Bereich des Maschinenraums entstanden sein. Anwohner bemerkten den Brand gegen vier Uhr morgens. Einsatzkräfte mehrerer Feuerwachen konnten das Schiff zunächst nicht betreten und bekämpften die Flammen von außen. Die Sorge galt möglichen Treibstoffresten an Bord, da das Schiff am Vortag eine Probefahrt absolviert hatte. Über Verletzte wurde nichts bekannt. In Hongkong geriet am Montagvormittag ein Ferrari in der Nähe der Ginza-Station in Tin Shui Wai in Brand. Der Fahrer konnte das Fahrzeug unverletzt verlassen; weitere Insassen befanden sich nicht an Bord. Die Feuerwehr löschte den Brand, die linke Fahrzeugfront und die Windschutzscheibe wurden stark beschädigt. Die Brandursache ist Gegenstand laufender Ermittlungen. Auch zu dem Werftbrand in Kochi und zur Herkunft des Öls in Göteborg dauern die Untersuchungen an.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Ein Leck an einer Unterwasser-Pipeline des aserbaidschanischen Staatskonzerns, möglicherweise durch einen Anker verursacht, hat einen Ölteppich im Kaspischen Meer bei Baku erzeugt. Der Transport wurde gestoppt und ein Einsatzstab eingerichtet.
Ein großer Ölaustritt in einem Gewässer in Göteborg hat Vögel eingeschlossen und sich über eineinhalb Kilometer ausgebreitet. Die Behörden reinigen, doch die Herkunft ist unklar; starker Regen könnte eine Rolle spielen.
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