
Nach dem WM-Aus gegen Belgien: Sadio Mané tritt aus der Nationalelf zurück
Der 34-jährige Kapitän Senegals verkündete nach der 2:3-Niederlage im Achtelfinale gegen Belgien das Ende seiner internationalen Laufbahn und kündigte an, dem senegalesischen Fußball in anderer Funktion erhalten zu bleiben.
Das Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 wurde für Senegal zur Bühne eines doppelten Abschieds. Die Teranga-Löwen führten gegen Belgien bereits mit zwei Toren, ehe sie in der Verlängerung mit 2:3 unterlagen. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff erklärte Sadio Mané, der in allen vier WM-Partien seines Landes auf dem Platz gestanden hatte, seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Der Angreifer von Al-Nassr, der einst für Southampton, Liverpool und Bayern München auflief, beendet damit eine vierzehnjährige Ära, in der er 130 Länderspiele bestritt und 54 Tore erzielte.
In einem von der senegalesischen Zeitung Le Quotidien veröffentlichten Abschiedsbrief wandte sich Mané direkt an die Anhänger. „Ich habe alles für diese Fahne geopfert, ich habe mein Bestes gegeben und stets mit aller Kraft für unser Vaterland gekämpft“, wird er zitiert. Westafrikanische Medien würdigten ihn daraufhin als prägende Figur einer goldenen Generation. Aus nigerianischer Sicht etwa wurde hervorgehoben, dass Mané die Löwen zu zwei Afrika-Cup-Titeln führte und als Rekordtorschütze seines Landes in die Geschichtsbücher eingeht.
In der arabischsprachigen Berichterstattung Nordafrikas zog man Parallelen zu einem anderen Rücktritt von Weltrang. Nur wenige Tage zuvor hatte der algerische Kapitän Riyad Mahrez nach dem Ausscheiden gegen die Schweiz sein Ende im Nationaltrikot verkündet. Beobachter in Algier sahen darin das nahezu zeitgleiche Ende zweier Ausnahmekarrieren, die den afrikanischen Fußball über ein Jahrzehnt geprägt haben. Mané selbst wurde zweimal zu Afrikas Fußballer des Jahres gewählt und bei zwei Afrika-Cups als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet.
Europäische Perspektiven, insbesondere aus der Schweiz, erinnerten an Manés Station in der Bundesliga. Die Neue Zürcher Zeitung verwies auf seine Zeit beim FC Bayern, die zwar nur eine Saison währte, aber seine internationale Strahlkraft unterstrich. Der Stürmer, der mit Liverpool 2019 die Champions League gewann, kündigte an, dem senegalesischen Fußball treu zu bleiben: „Ich werde meine Erfahrung gerne in den Dienst der Nation stellen, sei es im Trainerstab, auf der Trainerbank oder in den Führungsgremien.“
Für Senegal beginnt nun die Suche nach einer neuen Identität auf dem Platz. Die kommenden Qualifikationsspiele zum Afrika-Cup und zur Weltmeisterschaft 2030 werden ohne den langjährigen Kapitän bestritten. Der Abschied Manés markiert das Ende einer Epoche, in der sich die Teranga-Löwen als feste Größe auf dem Kontinent etablierten – und zwingt den Verband, die nächste Generation in die Verantwortung zu nehmen.
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Senegal verliert einen Helden, aber sein Opfer für die Flagge wird ewig bleiben.
Durch emotionale Sprache, wiederholte Verweise auf Opfer und Dankbarkeit und die Darstellung des Rücktritts als Ende einer goldenen Ära wird Mané in einen mythischen Status erhoben, der kritische Prüfung verhindert.
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Sadio Mané tritt zurück, eine Tatsache unter anderen.
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Mané folgt den Spuren von Mahrez, einem weiteren Großen, der geht.
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Mané tritt zurück, hier sind die Zahlen und seine Worte.
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