
Mietmärkte im Umbruch: Wo sich Investorengelder künftig lohnen
Von Teheran bis Buenos Aires zwingen veränderte Renditeerwartungen und neue Regulierungen Anleger zum Umdenken – mit spürbaren Folgen für Mieter und Stadtteile.
Eine Langzeitanalyse des australischen Datenanbieters Cotality zeigt, dass sich die Standortwahl von Immobilieninvestoren unmittelbar in der Wertentwicklung niederschlägt: Wer 2010 in Stadtteilen mit hohem Eigennutzeranteil 100 Dollar in eine Wohnung investierte, besitzt heute 199 Dollar; in investorengeprägten Lagen stieg derselbe Betrag nur auf 165 Dollar. Die Studie, die rund 3000 Vororte über 16 Jahre untersuchte, belegt, dass eigennutzerdominierte Quartiere vor allem im Segment der Eigentumswohnungen langfristig höhere Kapitalzuwächse erzielen – ein Befund, der die Debatte um Anlagestrategien in Zeiten steigender Finanzierungskosten neu entfacht.
In Rom vollzieht sich derweil eine stille Umschichtung. Nach dem Giubileo-Boom für Kurzzeitvermietungen verlagern Investoren ihr Engagement zunehmend auf die studentische Nachfrage. Der Anteil reiner Anlagekäufe sank im ersten Halbjahr 2026 von 23,7 auf 19,4 Prozent, wie Tecnocasa ermittelte. Gleichzeitig treibt die neue Metro-Linie C die Preise in peripheren Lagen. Mit durchschnittlich 346.000 Euro Kaufpreis erwirbt man im Norden der Stadt ein Zweizimmer-Appartement von 60 bis 75 Quadratmetern, im Süden hingegen ein Dreizimmer-Objekt mit bis zu 100 Quadratmetern – ein Gefälle, das die Nachfrage zunehmend in günstigere Zonen lenkt.
In Teheran hat die Kaufkraftschwäche eine Flucht in Kleinstwohnungen ausgelöst. Für Appartements unter 40 Quadratmetern werden in südlichen Bezirken noch Kautionen um 100 Millionen Toman fällig, bei Monatsmieten zwischen 10 und 18 Millionen Toman. In zentralen und nordwestlichen Lagen wie Yusefabad steigen die Forderungen auf 400 Millionen Toman Kaution und 26 Millionen Toman Miete. Viele dieser Einheiten entbehren jedoch Parkplatz und Aufzug, und die Nachfrage von Einpersonenhaushalten sowie jungen Paaren hält den Druck hoch, ohne dass die Preise nachgaben. In Buenos Aires hingegen entspannt sich die Lage: Die Mieten stiegen im Juni nur um 1,4 Prozent und blieben damit unter der Inflationsrate. Das Überangebot an Mietwohnungen – das Volumen inserierter Objekte ist 3,4-mal so hoch wie im Tiefststand von Februar 2023 – zwingt Vermieter zu flexibleren Verträgen mit quartalsweisen Indexanpassungen.
Ein spanisches Urteil des Tribunal Supremo schafft unterdessen neue Rechtssicherheit: Gemeinschaftskosten dürfen nur dann auf Mieter abgewälzt werden, wenn der Mietvertrag dies ausdrücklich vorsieht und den jährlichen Betrag beziffert. Die Entscheidung, die aus einem Verfahren der Empresa Municipal de la Vivienda y Suelo de Madrid hervorging, vereinheitlicht die bislang widersprüchliche Rechtsprechung und stärkt die Position von Hunderttausenden Mietern. Der nächste Prüfstein für die internationalen Immobilienmärkte sind die im australischen Bundeshaushalt angekündigten Änderungen der Steuerbehandlung von Kapitalgewinnen und negativer Gearing-Modelle, deren parlamentarische Beratung Investoren weltweit aufmerksam verfolgen.
| Iranische & verwandte Presse | −0.70 | critical |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | +0.60 | aligned |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
Rents in Tehran for studios under 40 sqm are unbearable: landlords demand million-rial deposits and monthly rents that eat up salaries. The market is in crisis, and the government does nothing.
Extreme cases of rents and deposits are highlighted, tenant suffering is generalized, and any data on improvements or support policies are omitted.
No comparison is made with market data from other capitals showing recovery signs, such as Rome, to avoid relativizing the crisis.
The Rome real estate market is healthy: purchases are rising, prices are increasing in the most sought-after neighborhoods, and university demand is driving transactions. This is a sign of confidence for the entire sector.
Positive data (rising transactions, high prices) are selected and presented as indicators of vitality, omitting the issue of affordability for young people or a speculative bubble.
No mention is made of the rental crisis for students or the difficulties of access to housing for lower-middle classes, central themes in the Iranian and Russian reports.
Australian property investors are getting their strategy wrong: buying in investor-heavy suburbs yields lower returns than areas with more owner-occupiers. The data show a significant difference in capital gains.
A comparative analysis of historical data is used to create a hierarchy of choices: investing in areas with many investors is worse. Other factors like liquidity or diversification are omitted.
No mention is made that in other markets, such as Europe, investment demand is seen as positive, nor are recent tax changes that could alter returns considered.
Being a student in Moscow is expensive: renting an apartment can push family expenses to 150 thousand rubles. Practical advice on saving and part-time jobs is offered to cope with costs.
A practical, descriptive tone is adopted, offering concrete advice without political judgment. Structural causes of high rents or housing policies are omitted.
The Moscow situation is not linked to global trends of micro-apartments or regulations, nor compared to other capitals like Rome or Tehran.
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