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Justiz & RechtSonntag, 12. Juli 2026

Mexikos Fußballverband nach Datenschutzverstößen im FAN-ID-System mit Millionenbuße belegt

Die Antikorruptionsbehörde verhängt 42,8 Millionen Pesos Strafe, während parallele FBI-Ermittlungen den argentinischen Fussballverband wegen Korruptionsverdachts ins Visier nehmen.

Die mexikanische Bundesbehörde für Korruptionsbekämpfung und gute Regierungsführung (Secretaría Anticorrupción y Buen Gobierno) hat gegen die Federación Mexicana de Futbol Asociación (FMF) eine Geldbuße in Höhe von 42,849,095 Pesos (etwa 2,3 Millionen Euro) verhängt. Grund seien Verstöße gegen das nationale Datenschutzrecht beim Betrieb des digitalen Fan-Registrierungssystems FAN ID, das für den Zutritt zu den Stadien der ersten und zweiten Liga sowie der Frauenliga vorgeschrieben ist.

Nach Darstellung der Behörde habe die FMF in zweifacher Hinsicht rechtswidrig gehandelt. Zum einen sei in der Datenschutzerklärung nicht klar ausgewiesen worden, dass die von den Besuchern erhobenen Gesichtsfotos als sensible biometrische Daten gelten. Diese Unterlassung habe den Betroffenen die Möglichkeit genommen, den vollen Umfang der Datenverarbeitung zu erkennen und eine informierte Entscheidung zu treffen. Zum anderen habe der Verband für die Verarbeitung dieser sensiblen Daten keine ausdrückliche und schriftliche Einwilligung eingeholt, sondern sich auf das bloße Aktivieren eines digitalen Kästchens auf seiner Website beschränkt – ohne elektronische Signatur oder sonstige Authentifizierung, die eine zweifelsfreie Zuordnung zum jeweiligen Nutzer erlaubt hätte.

Das Bußgeld wurde unter Berücksichtigung der Schwere der Verstöße, des sensiblen Charakters der biometrischen Daten und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der FMF auf Basis der Steuererklärung für das Jahr 2024 bemessen. Die Behörde betonte zugleich, dass der FMF der Rechtsweg offenstehe, um gegen den Bescheid vorzugehen. Für den Fall einer Anfechtung kündigte die Secretaría Anticorrupción y Buen Gobierno an, die Rechtmäßigkeit ihrer Entscheidung entschieden zu verteidigen. Eine öffentliche Stellungnahme der FMF zu den Vorwürfen lag zunächst nicht vor.

Das FAN-ID-System war im Jahr 2022 als Reaktion auf schwere Ausschreitungen im Stadion La Corregidora in Querétaro eingeführt worden, bei denen Dutzende Fans verletzt wurden. Es sollte durch die Erfassung biometrischer Daten eine Identifizierung aller Stadionbesucher und damit eine Erhöhung der Sicherheit gewährleisten. Bereits das inzwischen aufgelöste nationale Transparenzinstitut INAI hatte in früheren Fällen Geldstrafen gegen die FMF wegen ähnlicher Datenschutzmängel verhängt.

Der Vorgang in Mexiko fällt in eine Zeit wachsender rechtlicher Kontrolle von Fußballverbänden in der Region. Zeitgleich wurde bekannt, dass das US-amerikanische Federal Bureau of Investigation (FBI) in Abstimmung mit argentinischen Justizbehörden Ermittlungen gegen den argentinischen Fußballverband (AFA) aufgenommen hat. Dabei geht es um den Verdacht der Geldwäsche, der Korruption und gefälschter Verträge im Zusammenhang mit Fernsehübertragungsrechten, Sponsoring-Deals und Testspielreisen des Weltmeisters in die Vereinigten Staaten. Die AFA erklärte, sie werde mit den Ermittlern kooperieren und alle Dokumente vorlegen, um Transparenz zu belegen. Beobachter sehen in beiden Fällen eine zunehmende Bereitschaft staatlicher Stellen, die Governance-Strukturen mächtiger Sportverbände auch mit juristischen Mitteln zu überprüfen.

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Sonntag, 12. Juli 2026

Mexikos Fußballverband nach Datenschutzverstößen im FAN-ID-System mit Millionenbuße belegt

Die Antikorruptionsbehörde verhängt 42,8 Millionen Pesos Strafe, während parallele FBI-Ermittlungen den argentinischen Fussballverband wegen Korruptionsverdachts ins Visier nehmen.

Die mexikanische Bundesbehörde für Korruptionsbekämpfung und gute Regierungsführung (Secretaría Anticorrupción y Buen Gobierno) hat gegen die Federación Mexicana de Futbol Asociación (FMF) eine Geldbuße in Höhe von 42,849,095 Pesos (etwa 2,3 Millionen Euro) verhängt. Grund seien Verstöße gegen das nationale Datenschutzrecht beim Betrieb des digitalen Fan-Registrierungssystems FAN ID, das für den Zutritt zu den Stadien der ersten und zweiten Liga sowie der Frauenliga vorgeschrieben ist.

Nach Darstellung der Behörde habe die FMF in zweifacher Hinsicht rechtswidrig gehandelt. Zum einen sei in der Datenschutzerklärung nicht klar ausgewiesen worden, dass die von den Besuchern erhobenen Gesichtsfotos als sensible biometrische Daten gelten. Diese Unterlassung habe den Betroffenen die Möglichkeit genommen, den vollen Umfang der Datenverarbeitung zu erkennen und eine informierte Entscheidung zu treffen. Zum anderen habe der Verband für die Verarbeitung dieser sensiblen Daten keine ausdrückliche und schriftliche Einwilligung eingeholt, sondern sich auf das bloße Aktivieren eines digitalen Kästchens auf seiner Website beschränkt – ohne elektronische Signatur oder sonstige Authentifizierung, die eine zweifelsfreie Zuordnung zum jeweiligen Nutzer erlaubt hätte.

Das Bußgeld wurde unter Berücksichtigung der Schwere der Verstöße, des sensiblen Charakters der biometrischen Daten und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der FMF auf Basis der Steuererklärung für das Jahr 2024 bemessen. Die Behörde betonte zugleich, dass der FMF der Rechtsweg offenstehe, um gegen den Bescheid vorzugehen. Für den Fall einer Anfechtung kündigte die Secretaría Anticorrupción y Buen Gobierno an, die Rechtmäßigkeit ihrer Entscheidung entschieden zu verteidigen. Eine öffentliche Stellungnahme der FMF zu den Vorwürfen lag zunächst nicht vor.

Das FAN-ID-System war im Jahr 2022 als Reaktion auf schwere Ausschreitungen im Stadion La Corregidora in Querétaro eingeführt worden, bei denen Dutzende Fans verletzt wurden. Es sollte durch die Erfassung biometrischer Daten eine Identifizierung aller Stadionbesucher und damit eine Erhöhung der Sicherheit gewährleisten. Bereits das inzwischen aufgelöste nationale Transparenzinstitut INAI hatte in früheren Fällen Geldstrafen gegen die FMF wegen ähnlicher Datenschutzmängel verhängt.

Der Vorgang in Mexiko fällt in eine Zeit wachsender rechtlicher Kontrolle von Fußballverbänden in der Region. Zeitgleich wurde bekannt, dass das US-amerikanische Federal Bureau of Investigation (FBI) in Abstimmung mit argentinischen Justizbehörden Ermittlungen gegen den argentinischen Fußballverband (AFA) aufgenommen hat. Dabei geht es um den Verdacht der Geldwäsche, der Korruption und gefälschter Verträge im Zusammenhang mit Fernsehübertragungsrechten, Sponsoring-Deals und Testspielreisen des Weltmeisters in die Vereinigten Staaten. Die AFA erklärte, sie werde mit den Ermittlern kooperieren und alle Dokumente vorlegen, um Transparenz zu belegen. Beobachter sehen in beiden Fällen eine zunehmende Bereitschaft staatlicher Stellen, die Governance-Strukturen mächtiger Sportverbände auch mit juristischen Mitteln zu überprüfen.

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