
Mette-Marit aus Klinik entlassen, Sohn Marius Borg Høiby unter Hausarrest auf Skaugum
Die norwegische Kronprinzessin beginnt nach ihrer Lungentransplantation die Rehabilitation, während ihr Sohn seine Untersuchungshaft mit elektronischer Fußfessel auf dem Familiensitz verbüßt.
Am Dienstag gab das norwegische Königshaus die Entlassung von Kronprinzessin Mette-Marit aus dem Universitätskrankenhaus Oslo bekannt, nachdem sie Mitte Juni eine Lungentransplantation erhalten hatte. Nahezu zeitgleich zog die Staatsanwaltschaft ihre Berufung gegen den Beschluss zurück, ihren Sohn Marius Borg Høiby aus der Untersuchungshaft in den Hausarrest auf das Anwesen Skaugum zu verlegen. Der 29-Jährige, der im Juni unter anderem wegen sexueller Übergriffe zu vier Jahren Haft verurteilt worden war und Berufung eingelegt hat, befand sich seit Februar in Haft und wird nun am Wohnsitz seiner Mutter elektronisch überwacht.
Aus Sicht des Königshauses ist der Zustand der Kronprinzessin den Umständen entsprechend gut. Mette-Marit selbst äußerte tiefe Dankbarkeit gegenüber dem Organspender und dem medizinischen Personal; Kronprinz Haakon sprach von großer Erleichterung. Das Osloer Amtsgericht begründete die Umwandlung der Haft unter anderem mit der familiären Situation und der schweren Erkrankung der Mutter. Die Anklagebehörde hatte zunächst Beschwerde gegen den Hausarrest eingelegt, verzichtete dann aber, wie am Dienstag bestätigt wurde. Der Verteidiger erklärte, sein Mandant sei zufrieden und wolle nun belegen, dass keine Wiederholungsgefahr bestehe.
Das Zusammentreffen von Rekonvaleszenz der Prinzessin und Hausarrest des Sohnes auf dem historischen Anwesen Skaugum, das seit 1929 als privater Wohnsitz des norwegischen Thronfolgers dient, zieht in norwegischen Medien erhebliche Aufmerksamkeit auf sich. Das Königshaus betonte, Borg Høiby werde in einem separaten Gebäude auf dem Gelände wohnen und das Kronprinzenpaar wolle ihn in dieser Phase unterstützen. Der 29-Jährige muss sich regelmäßigen Drogentests unterziehen und darf das Haus nur für Arbeit, Behandlung oder Krankenhausbesuche verlassen. Mette-Marit wird während ihrer sechsmonatigen Rehabilitation keine offiziellen Termine wahrnehmen; die Ärzte rechnen damit, dass es etwa ein Jahr dauert, bis sich ihr Zustand stabilisiert.
Das Berufungsverfahren gegen das Urteil gegen Borg Høiby steht noch aus, ein neuer Verhandlungstermin ist nicht festgesetzt. Die Genesung der Kronprinzessin wird engmaschig überwacht, um mögliche Komplikationen wie Abstoßungsreaktionen oder Infektionen frühzeitig zu erkennen. Das Königshaus kündigte an, Kronprinz Haakon werde seine Amtsgeschäfte fortsetzen, sich aber Zeit nehmen, um bei seiner Frau zu sein.
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Die norwegische Königsfamilie unterstützt den Sohn in einer schwierigen Zeit und wägt Gerechtigkeit und Mitgefühl ab.
Indem die gerichtliche Entscheidung mit dem Gesundheitszustand der Mutter verknüpft wird, entsteht ein Verständnisrahmen, der die wahrgenommene Schwere der Straftat verringert.
Die Genesung der Kronprinzessin ist eine medizinische Erfolgsgeschichte, die Widerstandsfähigkeit zeigt.
Das vollständige Auslassen der rechtlichen Probleme des Sohnes bewahrt ein positives Bild der Monarchie.
Erwähnt weder den Sohn der Prinzessin noch seine rechtlichen Probleme oder den Hausarrest mit elektronischer Fußfessel.
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