
Mbappé rückt Messi auf den Pelz: Der Zweikampf um Tore und Rekorde
Mit einem Doppelpack gegen Schweden hat Kylian Mbappé in der Torschützenliste der WM 2026 zu Lionel Messi aufgeschlossen und führt die Wertung um den Goldenen Schuh dank mehr Vorlagen an.
Es lief bereits die zweite Halbzeit im Achtelfinale zwischen Frankreich und Schweden, als Kylian Mbappé den Ball nach einem Zuspiel von Ousmane Dembélé mit der Innenseite ins lange Eck schlenzte – sein zweiter Treffer an diesem Abend, der vierte der Équipe Tricolore. Der Schuss, der zuvor an den Pfosten geklatscht war, hätte beinahe einen Hattrick bedeutet. So aber genügte die Vorstellung, um Mbappé in der Torschützenliste der Weltmeisterschaft mit Lionel Messi gleichziehen zu lassen. Beide stehen nun bei sechs Turniertoren, und Mbappé rückte mit seinem 18. WM-Treffer insgesamt bis auf einen Treffer an den argentinischen Kapitän heran, der zuvor den ewigen Rekord von Miroslav Klose überboten hatte.
Messi hatte die historische Marke bereits in der Gruppenphase hinter sich gelassen. Beim Auftakt gegen Algerien gelang ihm der erste Hattrick seiner WM-Laufbahn, es folgten zwei Tore gegen Österreich und ein weiterer Treffer gegen Jordanien. Mit nun 19 Toren in sechs Turnieren thront der 39-Jährige an der Spitze der ewigen Bestenliste. Dass er dies mit einem für seine Verhältnisse ungewöhnlich geringen Laufpensum erreicht, belegen Daten des Statistikdienstes Opta: Mit durchschnittlich 8,1 Kilometern pro 90 Minuten war Messi in der Gruppenphase der laufschwächste aller 618 Feldspieler, die mindestens eine volle Partie absolvierten. Seine Effizienz speist sich, wie Beobachter in England hervorheben, aus einer fast beiläufig wirkenden Gabe: In den Sekunden vor dem Ballkontakt scannt er permanent das Feld, erfasst Räume und Gegner und verschafft sich so jenen entscheidenden Vorsprung, den Johan Cruyff einst als „Einsicht“ von bloßer Schnelligkeit unterschied.
Im Rennen um den Goldenen Schuh hat Mbappé derzeit dennoch die Nase vorn. Die FIFA-Regularien sehen bei Torgleichheit die Zahl der Assists als erstes Kriterium vor, und hier führt der Franzose mit zwei Vorlagen gegenüber Messi, der noch ohne direkte Torvorlage geblieben ist. Dahinter lauern Erling Haaland und Harry Kane mit je fünf Treffern, gefolgt von Vinícius Júnior und Dembélé mit vier. Mbappé selbst gab sich nach dem Schweden-Spiel betont gelassen: „Ich bin sicher, dass Leo noch mehr Tore schießen wird, deshalb beschäftige ich mich nicht zu sehr damit“, sagte er und verwies auf das übergeordnete Ziel, am 19. Juli ins Finale im MetLife Stadium zurückzukehren.
Italienische Kommentatoren verweisen auf eine strukturelle Verschiebung, die den Torflut dieser WM erklärt: Hochkarätige Innenverteidiger-Paare nach dem Vorbild vergangener Jahrzehnte seien rar, während die Offensivkräfte mit schwindelerregenden Saisonbilanzen anreisten. Kane kommt auf 72 Pflichtspieltore, Haaland auf 56, Mbappé auf 54 – Zahlen, die das Niveau der Angriffsreihen illustrieren. Messi, der in den USA spielt, steuerte 13 Treffer im Kalenderjahr 2026 bei, dazu elf für die Nationalelf.
Der unmittelbare sportliche Ausblick verspricht weitere Verschiebungen. Argentinien trifft im Achtelfinale auf Kap Verde, eine Partie, die Messi die Gelegenheit bietet, seinen Vorsprung in der ewigen Liste auszubauen und auch im Turnier wieder allein an die Spitze zu rücken. Frankreichs nächster Gegner steht noch nicht fest, doch Mbappé hat mit seiner Treffsicherheit und der mannschaftlichen Geschlossenheit der Bleus beste Aussichten, den Zweikampf um den Goldenen Schuh bis in die tiefen K.-o.-Runden zu tragen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Frankreich dominiert die Weltmeisterschaft dank des Duos Mbappé–Olise, das die Turniergeschichte neu schreibt. Der Fokus liegt auf der französischen Angriffskraft, mit Mbappé als Star und Olise als Offenbarung, während Messi ignoriert wird.
Olise könnte die Rekorde von Pelé und Messi übertreffen und zum neuen WM-Helden werden. Der Fokus liegt auf dem Potenzial des jungen französischen Talents, Legenden zu schlagen, während Mbappé nicht erwähnt wird.
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