
Brasiliens Paquetá fällt für WM-Achtelfinale gegen Norwegen aus – Ancelotti vor Systemfrage
Der Ausfall des Mittelfeldstrategen zwingt Carlo Ancelotti zu einer taktischen Entscheidung: direkter Ersatz oder Systemwechsel für das Duell mit Erling Haalands Norwegen.
Lucas Paquetá wird Brasilien im WM-Achtelfinale gegen Norwegen an diesem Sonntag (5. Juli) im MetLife Stadium von East Rutherford fehlen. Wie die Confederação Brasileira de Futebol (CBF) am Donnerstag mitteilte, hat sich der 28-jährige Mittelfeldspieler eine Muskelverletzung im linken hinteren Oberschenkel zugezogen. Nach übereinstimmenden Berichten aus Brasilien handelt es sich um einen Teilriss (Grad 2), dessen Heilungsdauer auf mindestens drei Wochen geschätzt wird. Eine Rückkehr in das Turnier erscheint damit nur im Falle eines Finaleinzugs der Seleção am 19. Juli möglich. Paquetá ist der bislang einzige bestätigte Ausfall im Kader von Trainer Carlo Ancelotti.
Die Verletzung ereignete sich im ersten Durchgang des dramatischen 2:1-Erfolgs gegen Japan am vergangenen Montag in Houston. Paquetá musste zur Halbzeit ausgewechselt werden; für ihn kam der junge Stürmer Endrick, der gemeinsam mit Gabriel Martinelli die Wende einleitete. Der Ausfall trifft das taktische Gefüge der Brasilianer empfindlich. Paquetá bildete zusammen mit Bruno Guimarães und Casemiro ein flexibles Mittelfelddreieck, das im Angriffsspiel die linke Spitze besetzte und bei Ballverlusten in einem 4-4-2 auf die linke Außenbahn rückte. Seine Fähigkeit, defensive Stabilität mit kreativem Spielaufbau zu verbinden, galt als zentraler Baustein im System Ancelottis.
Dem italienischen Trainer bieten sich nun zwei grundsätzliche Optionen. Die naheliegendste ist ein direkter Ersatz durch Danilo Santos. Der 25-Jährige von Botafogo, ebenfalls Linksfuß und mit ausgeprägten Box-to-Box-Qualitäten, debütierte im März unter Ancelotti und überzeugte in Testspielen, etwa beim 3:1 gegen Kroatien mit seinem ersten Länderspieltor. Im laufenden Turnier kam er jedoch nur auf 20 Einsatzminuten in drei Partien. Alternativ könnte Ancelotti das System offensiver ausrichten und einen zusätzlichen Angreifer wie Endrick oder Martinelli bringen. Gegen Japan hatte sich diese Umstellung bereits bewährt: Endrick rückte ins Sturmzentrum, während Matheus Cunha tiefer agierte und Paquetás Rolle interpretierte. Zudem kehrt Flügelstürmer Raphinha nach überstandener Oberschenkelverletzung ins Mannschaftstraining zurück und könnte zumindest auf der Bank Platz nehmen.
Die Entscheidung wird auch vom Gegner beeinflusst. Norwegen um Torjäger Erling Haaland präsentierte sich in der Vorrunde defensiv anfällig und kassierte in vier Spielen acht Gegentore. Ein offensiverer Ansatz könnte diese Schwäche ausnutzen, birgt jedoch das Risiko, die eigene Balance zu verlieren. Für Brasilien geht es am Sonntag nicht nur um den Einzug ins Viertelfinale, sondern auch um die Frage, wie die Mannschaft den langfristigen Ausfall ihres Taktgebers kompensiert. Die Antwort wird auf dem Platz in New Jersey gegeben.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Eine offizielle Mitteilung des brasilianischen Verbandes bestätigt Paquetás Ausfall gegen Norwegen aufgrund einer Muskelverletzung. Der Spieler könnte nur bei einem Finaleinzug zurückkehren. Keine Spekulation, nur die wesentlichen Fakten.
Paquetás Muskelverletzung zwingt Brasilien, sich vor dem Achtelfinale gegen Norwegen neu zu erfinden. Ancelotti muss zwischen einem direkten Ersatz oder einem taktischen Wechsel wählen, wobei Namen wie Danilo in der Debatte an Bedeutung gewinnen. Die Unruhe der Fans wächst, während das Team nach Notlösungen sucht.
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