
Marokkos Sieg über Schottland öffnet die Tür – Brasilien vor richtungsweisendem Duell
Der 1:0-Erfolg der Atlas-Löwen gegen Schottland verändert die Dynamik in Gruppe C, während Mexiko in Gruppe A die perfekte Vorrunde anstrebt und Unwetter den Spielplan beeinflussen.
Mit einem kontrollierten 1:0 gegen Schottland hat Marokko am zweiten Spieltag der Gruppe C die Weichen Richtung Achtelfinale gestellt. Die von Mohamed Ouahbi trainierten Atlas-Löwen dominierten die Partie im Atlanta Stadium über weite Strecken, erarbeiteten sich eine Reihe von Chancen und ließen nur den letzten Abschluss vermissen. „Wir haben das Spiel bestimmt und unseren Stil durchgesetzt“, sagte Ouahbi nach der Begegnung, „die einzige Sache, die fehlte, war der finale Touch.“ Entscheidend war zudem die defensive Stabilität in der Schlussphase, als Schottland mit langen Bällen Druck aufbaute – Marokko hielt dem stand und wahrte die Ordnung. Nach dem 1:1 zum Auftakt gegen Brasilien hat sich das Team damit in eine aussichtsreiche Position gebracht.
Nun richtet sich der Blick auf das Duell zwischen Brasilien und Schottland am Mittwochabend im Hard Rock Stadium von Miami. Für die Seleção genügt bereits ein Unentschieden zum sicheren Weiterkommen, ein Sieg könnte – abhängig vom Ausgang der Partie Marokko gegen Haiti – den Gruppensieg bedeuten. Meteorologische Dienste melden für die Anstoßzeit eine etwa dreißigprozentige Regenwahrscheinlichkeit, doch die Prognosen deuten nicht auf schwere Gewitter hin. Gleichwohl hat das Turnier bereits eine wetterbedingte Unterbrechung erlebt: Die Begegnung Frankreich gegen Irak in Philadelphia musste wegen Blitzeinschlägen ausgesetzt werden. Das FIFA-Protokoll schreibt bei Entladungen im Umkreis von 13 bis 16 Kilometern eine sofortige Spielunterbrechung von mindestens 30 Minuten vor. Historisch ist die Paarung für Brasilien mit guten Erinnerungen verbunden: 2011 erzielte der damals 19-jährige Neymar beide Tore zum 2:0 in London. Ob der inzwischen 34-Jährige nach überstandener Verletzung von der Bank aus eingreifen kann, ist offen.
Parallel dazu bestreitet Mexiko in Gruppe A sein drittes Vorrundenspiel gegen Tschechien im Estadio Ciudad de México. Der von Javier Aguirre betreute Tricolor hat nach zwei Siegen das Ticket für die Runde der letzten 32 bereits gelöst und strebt nun den Gruppensieg mit einer weißen Weste an. Tschechien hingegen benötigt nach einem Unentschieden dringend Punkte, um die eigene Ausgangslage zu verbessern. In einer weiteren Begegnung des Tages treffen Südafrika und Südkorea im Estadio BBVA Bancomer in Monterrey aufeinander – auch hier geht es um entscheidende Zähler für die K.o.-Phase.
Der Spieltag fügt sich in eine Vorrunde, die zunehmend von taktischen Kalkulationen und äußeren Einflüssen geprägt ist. Die bereits erlebte Gewitterunterbrechung zeigt, dass die FIFA-Organisatoren mit den klimatischen Bedingungen an den nordamerikanischen Spielorten flexibel umgehen müssen. Für die deutschsprachigen Fußballfans, deren eigene Nationalteams nicht im Fokus dieser Gruppen stehen, liefern die Duelle dennoch wichtige Hinweise auf mögliche Achtelfinalgegner und die Kräfteverhältnisse im erweiterten Teilnehmerfeld der WM 2026.
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Brasilien geht mit erhöhtem Druck ins letzte Gruppenspiel gegen Schottland, nachdem Marokko gewonnen hat. Wegen Unwettervorhersagen für Miami besteht die Sorge, dass das Spiel wie zuvor Frankreich-Irak unterbrochen werden könnte. Fans suchen nach Orten, um das entscheidende Spiel zu verfolgen.
Marokko geht mit großem Selbstvertrauen in das Spiel gegen Haiti, nachdem es Schottland knapp besiegt hat. Die Atlas-Löwen, die zuvor Brasilien ein Unentschieden abtrotzten, haben nun freie Bahn in die K.o.-Runde. Die positive Entwicklung lässt Fans auf eine historische Qualifikation hoffen.
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