
Sergej Iwanow, ehemaliger Verteidigungsminister und enger Putin-Vertrauter, gestorben
Der 73-jährige Ex-Minister, der einst als möglicher Präsidentschaftsnachfolger Putins galt, starb am Freitag; die Todesursache wurde nicht mitgeteilt.
Der frühere russische Verteidigungsminister und langjährige Kreml-Insider Sergej Iwanow ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Die Nachricht wurde am Freitag von der Basketball-Liga VTB verbreitet, deren Ehrenpräsident Iwanow war. Eine Todesursache nannte die Liga nicht. Präsident Wladimir Putin drückte der Familie sein tiefes Beileid aus, wie sein Sprecher Dmitri Peskow mitteilte. Iwanow hatte erst im Februar 2026 auf eigenen Wunsch sein letztes Amt als Sonderbeauftragter für Umwelt und Verkehr niedergelegt und war kurz darauf aus dem Sicherheitsrat ausgeschieden.
Iwanows Laufbahn war über Jahrzehnte mit der Putins verwoben. Beide lernten sich in den 1970er Jahren im Leningrader KGB kennen. Nach Stationen im Auslandsgeheimdienst SWR wurde Iwanow 1998 stellvertretender Direktor des FSB unter Putin, 1999 Sekretär des Sicherheitsrats. Von 2001 bis 2007 führte er als erster Zivilist das Verteidigungsministerium – ein Schritt, der aus Moskauer Sicht eine Neuausrichtung der Militärverwaltung einleitete. In seine Amtszeit fielen die Verkürzung der Wehrpflicht auf ein Jahr und der Beginn einer umfassenden Heeresreform. Anschließend amtierte er als erster Vizeministerpräsident und von 2011 bis 2016 als Leiter der Präsidialverwaltung. Russische Staatsmedien wie Interfax und Kommersant heben hervor, dass Iwanow 2007 neben Dmitri Medwedew als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge Putins galt, sich aber in der internen Entscheidung nicht durchsetzte.
In russischen Regierungskreisen wurde Iwanow als loyaler Diener des Staates gewürdigt. Der Duma-Abgeordnete und General Viktor Sobolew erklärte, Iwanow habe seine Pflichten stets würdevoll erfüllt. Kirill Dmitrijew, Sonderbeauftragter für Investitionskooperationen, sprach von einem „unersetzlichen Verlust“ und betonte Iwanows Beitrag zur Stärkung der Souveränität Russlands. Die spanische Zeitung El Mundo erinnerte an die enge Freundschaft zu Putin und die gemeinsame Herkunft aus Leningrad. Westliche Beobachter verweisen darauf, dass Iwanow trotz seiner langen Karriere in den letzten Jahren zunehmend aus dem Zentrum der Macht gerückt war – ein Prozess, der mit dem Ausscheiden aus allen offiziellen Funktionen Anfang 2026 seinen Abschluss fand.
Die Umstände seines Todes bleiben vorerst unklar. Die russische Praxis, bei hochrangigen Persönlichkeiten keine medizinischen Details zu veröffentlichen, setzt sich fort. Iwanow hinterlässt ein politisches Erbe, das vor allem mit der Modernisierung der Streitkräfte und der Konsolidierung der Machtstrukturen der frühen Putin-Jahre verbunden wird. Offizielle Trauerbekundungen und eine staatliche Würdigung sind zu erwarten, konkrete Termine für eine Beisetzung wurden zunächst nicht bekannt gegeben.
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Sergej Iwanow, ein enger Vertrauter Wladimir Putins seit den KGB-Zeiten, ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Er bekleidete Schlüsselpositionen wie Verteidigungsminister und Leiter der Präsidialverwaltung und wurde als pflichtbewusster Staatsdiener gewürdigt. Präsident Putin kondolierte der Familie.
Sergej Iwanow, ehemaliger KGB-Offizier, der Russlands Verteidigungsminister und ein möglicher Nachfolger Putins wurde, ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Trotz seiner langen Dienstzeit in den Sicherheitsdiensten und der Regierung wurde er bei der Präsidentschaft zugunsten von Dmitri Medwedew übergangen. Sein Tod markiert das Ende einer Schlüsselfigur aus dem inneren Zirkel des Putin-Systems.
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