
Festnahmen und Urteile nach Gewalt gegen Frauen in Brasilien und anderen Ländern
In Brasilien, Argentinien, Italien, Indien und Nigeria wurden binnen weniger Tage Tötungsdelikte an Frauen durch Partner oder Ex-Partner bekannt; mehrere Tatverdächtige wurden gefasst oder verurteilt.
In mehreren Ländern sind in den letzten Junitagen 2026 Fälle schwerer Gewalt gegen Frauen bekannt geworden, bei denen die mutmaßlichen Täter aus dem engsten Umfeld der Opfer stammen. Von Südamerika über Europa bis nach Südasien berichteten Behörden von Tötungsdelikten, die als Femizide eingestuft werden oder bei denen Partner beziehungsweise Ex-Partner unter Tatverdacht stehen.
In Brasilien verzeichneten die Polizeibehörden eine Häufung von Festnahmen und Verurteilungen. In Ceilândia (Distrito Federal) nahm die Polizei am 26. Juni ein 24-jähriges Paar fest, das verdächtigt wird, eine 35-jährige Frau am 13. Mai durch Schläge, Tritte und einen Messerstich getötet zu haben; die Ermittler gehen von einem Streit über den Verkauf von Mobiltelefonen aus. Im Bundesstaat Paraná wurde ein 58-jähriger Reserveoffizier des Heeres in Cascavel festgenommen, nachdem forensische Befunde seiner Darstellung widersprachen, seine 44-jährige Ehefrau habe Suizid begangen. In Itumbiara (Goiás) gestand ein Mann, seine 63-jährige Lebensgefährtin erwürgt zu haben, und drohte in Sprachnachrichten Angehörigen der Getöteten. In Guaratinguetá (São Paulo) nahm die Polizei einen flüchtigen Mann im Bundesstaat Ceará fest, der seine 24-jährige Partnerin getötet haben soll. Ein Gericht in São Pedro (São Paulo) verurteilte am 25. Juni einen Ehemann zu 24 Jahren und sechs Monaten Haft, weil er im November 2023 eine Entführung vorgetäuscht und seine Frau erschossen hatte.
Auch außerhalb Brasiliens meldeten Behörden ähnliche Vorfälle. In Argentinien verurteilte ein Gericht in Santa Fe einen 36-jährigen Mann zu lebenslanger Haft, der im September 2024 seine 22-jährige Schwägerin getötet und zuvor als Kind missbraucht hatte. In Italien steht ein 20-Jähriger in Neapel vor Gericht, weil er im Mai 2025 seine 14-jährige Ex-Freundin mit einem Stein erschlagen haben soll; die Jugendliche hatte sich zuvor einem Chatbot anvertraut. In der indischen Hauptstadt Delhi erschoss ein Mann am 25. Juni seine 33-jährige Ehefrau und flüchtete; die Polizei fahndet nach ihm. Im nigerianischen Warri (Delta State) wurde eine Frau in der Wohnung ihres Freundes tot aufgefunden; der Mann wurde festgenommen.
In mehreren der Fälle bestanden nach Behördenangaben bereits vor der Tat Schutzanordnungen oder polizeilich bekannte Vorgeschichte wegen häuslicher Gewalt. Die Ermittlungen zu den genauen Tatumständen dauern in den meisten Verfahren an; einige Tatverdächtige befinden sich weiterhin auf der Flucht.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Eine Welle von Femiziden überzieht Brasilien, Frauen werden von Partnern oder Ex-Partnern geschlagen, erstochen und getötet. Die Behörden reagieren mit Festnahmen, doch die Gewalt geht unvermindert weiter und offenbart eine tiefe gesellschaftliche Krise.
Ein selbsternannter okkulter Podcaster wurde wegen des brutalen Mordes an seiner Partnerin zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht hörte erschütternde Einzelheiten des Angriffs, der nach einem häuslichen Streit stattfand, und der Fall lenkte die Aufmerksamkeit auf die verborgenen Gefahren von Gewalt in Paarbeziehungen.
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