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Wirtschaft & MärkteSamstag, 25. Juli 2026

Krieg am Golf treibt Energiepreise – 29 Milliarden Mehrkosten für italienische Haushalte

Unterbrechungen in der Straße von Hormus verteuern Öl und Gas; einer Studie zufolge summieren sich die Zusatzbelastungen für italienische Firmen und Privathaushalte auf fast 29 Milliarden Euro.

Seit fünf Monaten erschüttern kriegerische Auseinandersetzungen die Golfregion. Die Angriffe auf Tanker im Roten Meer und die faktische Blockade der Straße von Hormus haben die globale Energieversorgung empfindlich gestört. Der Preis für Brent-Rohöl stieg zeitweise über 100 Dollar pro Barrel, US-Öl notierte bei 92 Dollar. Diese Preisbewegungen schlagen direkt auf die Treibstoff- und Energiekosten durch – mit spürbaren Folgen für Verbraucher und Unternehmen in zahlreichen Ländern.

Besonders detaillierte Berechnungen liegen aus Italien vor. Dem venezianischen Forschungsinstitut Cgia zufolge müssen Familien und Betriebe im Jahr 2026 mit Zusatzkosten von knapp 29 Milliarden Euro für Strom, Gas und Kraftstoffe rechnen. Den stärksten Anstieg verzeichnen Benzin und Diesel mit erwarteten Mehrausgaben von 13,6 Milliarden Euro, was einem Plus von 20,4 Prozent gegenüber 2025 entspricht. Regional trifft es die wirtschaftsstarke Lombardei am härtesten, doch auch südliche Regionen wie Kampanien und Apulien spüren prozentual überdurchschnittliche Zuwächse. Die italienische Regierung hat bereits sieben Milliarden Euro an Entlastungen bereitgestellt, die jedoch nur etwa ein Viertel der geschätzten Mehrbelastung abdecken.

Auch in den Vereinigten Staaten macht sich der Krieg an der Zapfsäule bemerkbar: Seit Ende Februar kletterte der Durchschnittspreis für eine Gallone Normalbenzin um fast 35 Prozent auf über vier Dollar. Der Chefökonom von Moody’s Analytics, Mark Zandi, beziffert die kriegsbedingten Mehrkosten für einen durchschnittlichen US-Haushalt auf mehr als 1200 Dollar. Die anstehende Hurrikansaison birgt nach Einschätzung von Analysten zudem das Risiko weiterer Preissprünge, da Raffinerien im Golf von Mexiko beeinträchtigt werden könnten.

Angesichts der anhaltenden Unsicherheit denkt Rom über ein weiteres Hilfspaket von sieben Milliarden Euro nach, dessen Finanzierung jedoch von einer möglichen Aussetzung des EU-Stabilitätspakts abhängt. In Teheran unterstreicht ein Energieexperte indes die strategische Bedeutung der Straße von Hormus für stabile Weltmarktpreise: Ohne diesen Schifffahrtsweg sei die Preissicherheit gefährdet. Der nächste Prüfstein für die globalen Energiemärkte ist die Entwicklung des Tankerverkehrs in der Meerenge und die Entscheidung der Europäischen Union über fiskalische Erleichterungen für die Mitgliedstaaten.

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Krieg am Golf treibt Energiepreise – 29 Milliarden Mehrkosten für italienische Haushalte

Unterbrechungen in der Straße von Hormus verteuern Öl und Gas; einer Studie zufolge summieren sich die Zusatzbelastungen für italienische Firmen und Privathaushalte auf fast 29 Milliarden Euro.

Seit fünf Monaten erschüttern kriegerische Auseinandersetzungen die Golfregion. Die Angriffe auf Tanker im Roten Meer und die faktische Blockade der Straße von Hormus haben die globale Energieversorgung empfindlich gestört. Der Preis für Brent-Rohöl stieg zeitweise über 100 Dollar pro Barrel, US-Öl notierte bei 92 Dollar. Diese Preisbewegungen schlagen direkt auf die Treibstoff- und Energiekosten durch – mit spürbaren Folgen für Verbraucher und Unternehmen in zahlreichen Ländern.

Besonders detaillierte Berechnungen liegen aus Italien vor. Dem venezianischen Forschungsinstitut Cgia zufolge müssen Familien und Betriebe im Jahr 2026 mit Zusatzkosten von knapp 29 Milliarden Euro für Strom, Gas und Kraftstoffe rechnen. Den stärksten Anstieg verzeichnen Benzin und Diesel mit erwarteten Mehrausgaben von 13,6 Milliarden Euro, was einem Plus von 20,4 Prozent gegenüber 2025 entspricht. Regional trifft es die wirtschaftsstarke Lombardei am härtesten, doch auch südliche Regionen wie Kampanien und Apulien spüren prozentual überdurchschnittliche Zuwächse. Die italienische Regierung hat bereits sieben Milliarden Euro an Entlastungen bereitgestellt, die jedoch nur etwa ein Viertel der geschätzten Mehrbelastung abdecken.

Auch in den Vereinigten Staaten macht sich der Krieg an der Zapfsäule bemerkbar: Seit Ende Februar kletterte der Durchschnittspreis für eine Gallone Normalbenzin um fast 35 Prozent auf über vier Dollar. Der Chefökonom von Moody’s Analytics, Mark Zandi, beziffert die kriegsbedingten Mehrkosten für einen durchschnittlichen US-Haushalt auf mehr als 1200 Dollar. Die anstehende Hurrikansaison birgt nach Einschätzung von Analysten zudem das Risiko weiterer Preissprünge, da Raffinerien im Golf von Mexiko beeinträchtigt werden könnten.

Angesichts der anhaltenden Unsicherheit denkt Rom über ein weiteres Hilfspaket von sieben Milliarden Euro nach, dessen Finanzierung jedoch von einer möglichen Aussetzung des EU-Stabilitätspakts abhängt. In Teheran unterstreicht ein Energieexperte indes die strategische Bedeutung der Straße von Hormus für stabile Weltmarktpreise: Ohne diesen Schifffahrtsweg sei die Preissicherheit gefährdet. Der nächste Prüfstein für die globalen Energiemärkte ist die Entwicklung des Tankerverkehrs in der Meerenge und die Entscheidung der Europäischen Union über fiskalische Erleichterungen für die Mitgliedstaaten.

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