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SportMittwoch, 1. Juli 2026

Kap Verdes historischer Vorstoß: Ein kleines Land fordert Argentinien heraus

Der Inselstaat steht erstmals im WM-Achtelfinale und begegnet dem Titelverteidiger mit einer Mischung aus Demut und Trotz.

Kap Verde hat bei der Weltmeisterschaft 2026 bereits zweimal Geschichte geschrieben: als kleinster Staat, der sich je für eine Endrunde qualifizierte, und nun als kleinste Nation, die in die K.-o.-Phase einzog. Nach einem torlosen Auftakt gegen Spanien, einem 2:2 gegen Uruguay und einem weiteren 0:0 gegen Saudi-Arabien beendeten die „Blauen Haie“ die Gruppe H als Zweiter hinter den Iberern. Am Freitag treffen sie in Miami auf Argentinien, den amtierenden Weltmeister um Lionel Messi.

Aus Praia meldete sich Staatspräsident José Maria Neves mit einer konkreten Prognose zu Wort: „Ich glaube, Kap Verde kann Argentinien mit 1:0 schlagen.“ In einem BBC-Interview sprach er von „100 Prozent Glauben, 100 Prozent Hoffnung“ und dem Willen, das Trikot „völlig durchzuschwitzen“. Kapitän Diney Borges, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten spielt, wählte gegenüber der argentinischen Zeitung Olé eine ähnlich trotzige Formel: „Im Fußball gibt es keine Unmöglichkeiten. Wir gehen mit einem Prozent Chance, aber 99 Prozent Glauben in dieses Spiel.“

Die defensive Stabilität, die Kap Verde in der Vorrunde auszeichnete, wurde bereits im Eröffnungsspiel gegen Spanien sichtbar. Die Iberer hatten 74 Prozent Ballbesitz und gaben 27 Torschüsse ab, doch nur sieben fanden den Weg aufs Tor. Kap Verde zog sich tief zurück, hielt die Linien eng und ließ kaum Lücken. Spaniens Trainer Luis de la Fuente musste auf den verletzungsbedingt fehlenden Lamine Yamal verzichten und setzte auf Gavi und Ferran Torres, was das Angriffsspiel berechenbar machte. 39 Flankenversuche brachten nur acht erfolgreiche Hereingaben. Der 40-jährige Torhüter Vozinha avancierte zum Helden.

Der portugiesische Ex-Nationalspieler José Rui Águas, der Kap Verde in zwei Amtszeiten trainierte, beschrieb das Team als „sehr solidarisch, sehr geeint, ein Kollektiv ohne große individuelle Werte, aber mit einem starken Innenverteidiger-Duo und einem wichtigen Sechser“. Er erwartet gegen Argentinien eine ähnliche Taktik wie gegen Spanien: „Viel verteidigen und die eigenen Chancen nutzen.“ Águas, der mit Kap Verde einst in einem Freundschaftsspiel gegen sein Heimatland Portugal gewann, nannte die Spieler „Krieger, die sich nie ergeben“. Zugleich zollte er Messi Respekt: „Der perfekteste Fußballer in einem kleinen Körper.“

Aus ghanaischer Perspektive mischte sich der selbsternannte „Hexer“ Nana Kwaku Bonsam ein, der via Marca einen Sieg Kap Verdes und den WM-Titel für Portugal vorhersagte. In Argentinien wiederum berichtete der Sender Todo Noticias ausführlich über die Zuversicht des Außenseiters. Borges sagte, es sei „ein Stolz und ein Privileg, gegen Messi zu spielen“, aber sobald der Anpfiff ertöne, zähle nur die eigene Aufgabe. Sollte Kap Verde scheitern, so Präsident Neves, werde man das Turnier dennoch „mit erhobenem Haupt und dem Gefühl einer erfüllten Mission“ verlassen. Der Sieger der Partie trifft im Viertelfinale auf den Gewinner des Duells zwischen Spanien und Österreich.

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Cape Verde, World Cup debutant, prepares to face defending champion Argentina. The African press highlights the achievement of a small nation daring to challenge football giants, with a mix of pride and realism about the chances of success.

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Argentina, defending world champion, prepares to face Cape Verde, a debutant team. The Latin American press extols the superiority of the South American team and the possibility of a clear victory, confident in Argentine talent.

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Mittwoch, 1. Juli 2026

Kap Verdes historischer Vorstoß: Ein kleines Land fordert Argentinien heraus

Der Inselstaat steht erstmals im WM-Achtelfinale und begegnet dem Titelverteidiger mit einer Mischung aus Demut und Trotz.

Kap Verde hat bei der Weltmeisterschaft 2026 bereits zweimal Geschichte geschrieben: als kleinster Staat, der sich je für eine Endrunde qualifizierte, und nun als kleinste Nation, die in die K.-o.-Phase einzog. Nach einem torlosen Auftakt gegen Spanien, einem 2:2 gegen Uruguay und einem weiteren 0:0 gegen Saudi-Arabien beendeten die „Blauen Haie“ die Gruppe H als Zweiter hinter den Iberern. Am Freitag treffen sie in Miami auf Argentinien, den amtierenden Weltmeister um Lionel Messi.

Aus Praia meldete sich Staatspräsident José Maria Neves mit einer konkreten Prognose zu Wort: „Ich glaube, Kap Verde kann Argentinien mit 1:0 schlagen.“ In einem BBC-Interview sprach er von „100 Prozent Glauben, 100 Prozent Hoffnung“ und dem Willen, das Trikot „völlig durchzuschwitzen“. Kapitän Diney Borges, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten spielt, wählte gegenüber der argentinischen Zeitung Olé eine ähnlich trotzige Formel: „Im Fußball gibt es keine Unmöglichkeiten. Wir gehen mit einem Prozent Chance, aber 99 Prozent Glauben in dieses Spiel.“

Die defensive Stabilität, die Kap Verde in der Vorrunde auszeichnete, wurde bereits im Eröffnungsspiel gegen Spanien sichtbar. Die Iberer hatten 74 Prozent Ballbesitz und gaben 27 Torschüsse ab, doch nur sieben fanden den Weg aufs Tor. Kap Verde zog sich tief zurück, hielt die Linien eng und ließ kaum Lücken. Spaniens Trainer Luis de la Fuente musste auf den verletzungsbedingt fehlenden Lamine Yamal verzichten und setzte auf Gavi und Ferran Torres, was das Angriffsspiel berechenbar machte. 39 Flankenversuche brachten nur acht erfolgreiche Hereingaben. Der 40-jährige Torhüter Vozinha avancierte zum Helden.

Der portugiesische Ex-Nationalspieler José Rui Águas, der Kap Verde in zwei Amtszeiten trainierte, beschrieb das Team als „sehr solidarisch, sehr geeint, ein Kollektiv ohne große individuelle Werte, aber mit einem starken Innenverteidiger-Duo und einem wichtigen Sechser“. Er erwartet gegen Argentinien eine ähnliche Taktik wie gegen Spanien: „Viel verteidigen und die eigenen Chancen nutzen.“ Águas, der mit Kap Verde einst in einem Freundschaftsspiel gegen sein Heimatland Portugal gewann, nannte die Spieler „Krieger, die sich nie ergeben“. Zugleich zollte er Messi Respekt: „Der perfekteste Fußballer in einem kleinen Körper.“

Aus ghanaischer Perspektive mischte sich der selbsternannte „Hexer“ Nana Kwaku Bonsam ein, der via Marca einen Sieg Kap Verdes und den WM-Titel für Portugal vorhersagte. In Argentinien wiederum berichtete der Sender Todo Noticias ausführlich über die Zuversicht des Außenseiters. Borges sagte, es sei „ein Stolz und ein Privileg, gegen Messi zu spielen“, aber sobald der Anpfiff ertöne, zähle nur die eigene Aufgabe. Sollte Kap Verde scheitern, so Präsident Neves, werde man das Turnier dennoch „mit erhobenem Haupt und dem Gefühl einer erfüllten Mission“ verlassen. Der Sieger der Partie trifft im Viertelfinale auf den Gewinner des Duells zwischen Spanien und Österreich.

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