
Geheimgipfel in New York: Jürgen Klopp vor Rückkehr als Bundestrainer
In einem Flughafenhotel verhandelten DFB-Spitzen und der frühere Liverpool-Erfolgscoach die Grundzüge eines Vertrags bis 2030 – die letzte Hürde ist die Freigabe durch Red Bull.
Die Entscheidung fiel 36 Kilometer vom Endspielstadion entfernt, in der nüchternen Atmosphäre eines Konferenzraums am John F. Kennedy Airport. Nach gut vierstündigen, von beiden Seiten als „konstruktiv“ bezeichneten Gesprächen erzielten der Deutsche Fußball-Bund und Jürgen Klopp am Freitag Einigkeit über die wesentlichen Punkte eines Bundestrainer-Vertrags. DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Vizepräsident Hans-Joachim Watzke, eigens aus Frankfurt eingeflogen, trafen den 59-Jährigen, der derzeit als Global Head of Soccer bei Red Bull fungiert und parallel als Experte für Magenta TV von der laufenden Weltmeisterschaft berichtet. Die Unterredung, bei der auch Klopps Berater Marc Kosicke zugegen war, mündete in eine Grundsatzeinigung, die den Weg für die Nachfolge von Julian Nagelsmann freimachen soll – vorbehaltlich der Zustimmung durch Red Bull.
Damit reagiert der Verband auf eine sportliche Krise, die sich über drei WM-Turniere erstreckt. Nach den Vorrunden-Aus 2018 und 2022 scheiterte das Team von Julian Nagelsmann bei dieser WM bereits im Sechzehntelfinale an Paraguay – im Elfmeterschießen, nach einem insgesamt enttäuschenden Turnierverlauf. Nagelsmann, dessen Vertrag ursprünglich bis 2028 datiert war, trat wenige Tage nach der Rückkehr der Mannschaft zurück. Die viermalige Weltmeister-Nation, letztmals 2014 in Brasilien triumphal, sucht nun einen Neuanfang. Klopp, der mit Borussia Dortmund zwei Meistertitel und das Double gewann und später den FC Liverpool zu Champions-League- und Premier-League-Triumphen führte, gilt als Wunschkandidat nicht nur der Verbandsspitze, sondern auch einer breiten Öffentlichkeit.
Das in New York vereinbarte Vertragswerk sieht eine Laufzeit bis 2030 vor, umfasst damit die Europameisterschaft 2028 und die WM 2030. Das Salär soll sich Medienberichten zufolge auf rund sieben Millionen Euro jährlich belaufen, vergleichbar mit dem seines Vorgängers – weniger, als Klopp bei Red Bull verdient. Die verbliebene Hürde ist die Entbindung aus seinem bis 2029 geltenden Kontrakt mit dem Brausekonzern. Ein möglicher Kompromiss: Klopp könnte dem Unternehmen als Markenbotschafter erhalten bleiben, während er zugleich das Nationalteam führt. Die Gespräche darüber sollen Anfang der Woche mit Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff fortgesetzt werden, der eigens zum WM-Finale nach New York reist. Eine endgültige Entscheidung obliegt zudem den DFB-Gremien.
Für Klopp wäre es die erste Station im Nationalmannschaftsbereich und die Rückkehr an die Seitenlinie nach seinem Abschied aus Liverpool im Sommer 2024. Seine Aussage, er sei „mehr als wieder aufgeladen“, deutet auf den Willen hin, die Mannschaft zu revitalisieren. Beobachter in Deutschland verweisen auf die enge Vertrauensbasis zwischen Klopp und Watzke, die einst bei Borussia Dortmund eine Ära prägten, als stabilisierenden Faktor. Das erste Länderspiel unter neuer Leitung ist für den 24. September in der Nations League gegen die Niederlande in Amsterdam anvisiert – vorausgesetzt, die letzten administrativen Schritte gelingen.
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Germany prepares to welcome Klopp as a savior, only one last bureaucratic hurdle remains.
By emphasizing the near-completion of the deal, a sense of imminent success is created that minimizes remaining uncertainties.
Omits the specific reason for Nagelsmann's resignation (penalty loss to Paraguay), which would add a note of failure and urgency.
The DFB announces a preliminary understanding, but the ball is in Red Bull's court for final approval.
The use of 'understanding' in quotes and repeated mention of the need for approval maintain a cautious and detached tone, avoiding anticipation of the outcome.
Omits the specific details of the Paraguay elimination (on penalties), which would have added drama to Nagelsmann's replacement.
Klopp has reached an agreement with Germany, with all contract details and the circumstances of Nagelsmann's replacement.
The narrative simply reports facts without interpretation, including the context of the Paraguay defeat for completeness.
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