
Japan erhöht Visagebühren um das Fünffache – Venedig plant 900-Prozent-Aufschlag für Tagestouristen
Erstmals seit 1978 steigen die Einreisekosten für Japan deutlich; parallel schlägt Venedigs Bürgermeister eine drastische Anhebung der Eintrittsgebühr vor.
Die japanische Regierung hat die Gebühren für Einreisevisa zum 1. Juli um das Fünffache angehoben. Ein Visum zur einmaligen Einreise kostet nun 15.000 Yen (rund 90 Euro), für mehrfache Einreisen werden 30.000 Yen fällig. Es ist die erste Anpassung seit 1978. Gleichzeitig kündigte der neue Bürgermeister Venedigs, Simone Venturini, an, dem italienischen Parlament eine Erhöhung der Tageseintrittsgebühr von derzeit fünf auf bis zu fünfzig Euro vorzuschlagen – ein Aufschlag von 900 Prozent an Tagen mit besonders hohem Besucherandrang.
Aus Sicht der Regierung in Tokio dient der Schritt dazu, die Gebühren an das Inflationsniveau und die Wechselkursentwicklung anzupassen sowie eine Angleichung an andere G7-Staaten zu erreichen. Außenminister Toshimitsu Motegi erklärte, es werde kein unmittelbarer Einfluss auf den Tourismus erwartet. Die Stadtverwaltung Venedigs argumentiert, die derzeitige Abgabe sei das einzige praktikable Instrument, um die täglichen Besucherströme zu steuern und die Reinigung, den Transport sowie die öffentliche Sicherheit zu finanzieren. Tagestouristen verursachten höhere Kosten, trügen aber weniger zur lokalen Wirtschaft bei als Übernachtungsgäste, so Venturini.
Für Reisende aus visumbefreiten Staaten – darunter Deutschland, Österreich, die Schweiz, die USA und Australien – bleiben touristische Kurzaufenthalte von bis zu 90 Tagen gebührenfrei. Betroffen sind hingegen Besucher aus Ländern ohne Befreiungsabkommen, insbesondere aus China, Russland, dem Nahen Osten und Afrika, sowie Personen, die zu Arbeits-, Studien- oder längerfristigen Aufenthaltszwecken einreisen. Die japanische Anwaltsvereinigung kritisierte die parallel beschlossene Anhebung von Gebühren für Aufenthaltsstatuswechsel und Daueraufenthaltsanträge als radikal und warnte vor gravierenden Auswirkungen auf die Lebenshaltungskosten ausländischer Bewohner sowie auf Unternehmen und Kommunen.
Die Gebührenrevision fällt in eine Phase anhaltender Yen-Schwäche und eines Rekordtourismus von 42,7 Millionen internationalen Ankünften im Vorjahr. In Teilen der japanischen Öffentlichkeit und bei der erstarkten rechtspopulistischen Opposition wächst der Druck, ausländische Besucher und Bewohner stärker an den Kosten der Infrastruktur zu beteiligen. Die Regierung Takaichi hat zudem eine Verdreifachung der internationalen Tourismussteuer auf Flugtickets zum 1. Juli beschlossen. Die neuen Sätze für Aufenthaltsgenehmigungen sollen bis Ende des Fiskaljahres im März 2027 in Kraft treten. In Italien wird der Vorschlag Venturinis nun im Parlament beraten; eine Entscheidung über die künftige Höhe der venezianischen Eintrittsgebühr steht noch aus.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Japan hat die Visagebühren zum ersten Mal seit 1978 verfünffacht und verweist auf Inflation und einen schwachen Yen, während visumfreie Touristen nicht betroffen sind. Unterdessen schlägt Venedigs neuer Bürgermeister vor, die Eintrittsgebühr für Tagesbesucher von 5 auf 50 Euro anzuheben, um dem saisonalen Gedränge entgegenzuwirken. Beide Schritte werden als pragmatische Kostenanpassungen dargestellt, ohne Alarm über unmittelbare Auswirkungen auf den Tourismus.
Japan hat abrupt eine Verfünffachung der Visagebühren angekündigt, die erste seit fast 50 Jahren, wobei die neuen Sätze fast sofort in Kraft treten. Die plötzliche Erhöhung trifft ausländische Staatsangehörige, die ein Visum benötigen, während die Regierung Inflation und Wechselkurse anführt. Die Nachricht wird mit einem Gefühl der Dringlichkeit vermittelt und unterstreicht die kurze Vorankündigung und das Ausmaß der Änderung.
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