
Iranische Raketen auf US-Basis in Jordanien abgefangen
Die Revolutionsgarden reklamieren den Angriff für sich; Amman bestätigt die Zerstörung aller Geschosse ohne Schäden. Die fragile Waffenruhe im Persischen Golf gerät unter Druck.
Am Donnerstag haben die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) nach eigenen Angaben zehn ballistische Raketen auf einen US-amerikanischen Kommandostützpunkt in Jordanien abgefeuert. Die jordanischen Streitkräfte erklärten, sämtliche Geschosse seien abgefangen und zerstört worden; es habe weder Opfer noch Sachschäden gegeben. Der Angriff richtete sich laut IRGC gegen das „Kommando- und Kontrollzentrum der USA in Westasien“ sowie den Luftwaffenstützpunkt Al-Azraq, der auch als Muwaffaq-Salti-Basis bekannt ist und von US-geführten Koalitionskräften genutzt wird.
Aus Teheraner Sicht handelt es sich um die zweite Phase der Vergeltung für vorangegangene amerikanische Militärschläge. Die Revolutionsgarden warnten, bei weiteren „Aggressionen“ würden andere US-Stützpunkte in der Region „nicht von unserem schweren Feuer verschont bleiben“. Die jordanische Regierung betonte hingegen, man werde keine Verletzung des eigenen Luftraums durch irgendeine Partei dulden. Die in Al-Azraq stationierten begrenzten ausländischen Kräfte – darunter auch deutsche, belgische und französische Einheiten – sind nach Ammaner Darstellung im Rahmen von Kooperations- und Ausbildungsabkommen im Land und begründen keine ausländische Militärbasis.
Der Raketenbeschuss ist Teil einer sich zuspitzenden Konfrontation zwischen Washington und Teheran. Nach US-Angaben wurden zuvor 90 Ziele entlang der iranischen Küste getroffen; die IRGC reklamierte ihrerseits Attacken auf amerikanische Einrichtungen in Kuwait, Bahrain und Katar. Bereits im Juni hatte Jordanien nach eigenen Angaben 20 iranische Raketen abgefangen, und seit Ende Februar zählte das Königreich 281 aus dem Iran stammende Flugkörper und Drohnen, von denen 261 zerstört worden seien. Die seit Tagen geltende Waffenruhe wird von Beobachtern in der Region als äußerst brüchig eingeschätzt.
Parallel zur militärischen Eskalation verschärft sich der wirtschaftliche Druck. Laut dem Schiffsverfolgungsdienst TankerTrackers hat Iran über Nacht zehn Millionen Barrel Rohöl und Treibstoff verschifft – eine deutliche Beschleunigung der Ausfuhren, nachdem in den drei Wochen zuvor insgesamt 60 Millionen Barrel die Straße von Hormus passiert hatten. Die Zahl der täglichen Durchfahrten sank zuletzt von 49 auf 25, da viele Tankerbetreiber das Risiko einer Blockade scheuen. Nach Angaben von Windward Intelligence sind derzeit 32,3 Millionen Barrel iranischen Öls auf dem Weg nach China, das die am Dienstag wieder in Kraft gesetzten US-Sanktionen offenbar nicht als Hindernis betrachtet. Für den Iran, der die Hälfte seiner Staatseinnahmen aus dem Ölgeschäft bezieht, sind die Exporte für den Wiederaufbau nach dem Krieg essenziell. Eine unmittelbare diplomatische Initiative zur Stabilisierung der Lage war zunächst nicht erkennbar.
| Iranische & verwandte Presse | +0.80 | aligned |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.40 | critical |
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Südostasiatische Presse | 0.00 | neutral |
Iran asserts its military power and warns that any US aggression will meet an even harsher response.
By emphasizing proportionality and deterrence, Iran presents the attack as a measured response to prior aggression, thereby legitimizing the use of force.
Omits that Jordan intercepted most missiles and that there were no casualties, which would weaken the claim of a successful attack.
The situation is critical: the ceasefire is at risk and escalation threatens regional stability.
Using alarmist language and focusing on the risk of ceasefire collapse, the narrative creates a sense of urgency and need for diplomatic intervention.
Omits the Iranian justification of the attack as a response to US aggression, and the fact that Jordan intercepted the missiles, elements that would reduce the alarm.
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By reporting facts dryly and balanced, without commentary, the narrative suggests the event was handled effectively and requires no alarm.
The facts speak for themselves: both sides acted, but Jordanian defense worked.
By presenting official statements from both sides without hierarchy, the narrative avoids taking sides and leaves evaluation to the reader.
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