
Iran und Hamas besprechen Gaza-Frage nach Rahmenabkommen mit den USA
Außenminister Araghchi bekräftigte in einem Telefonat mit Hamas-Vertreter Naim die Unterstützung Teherans für die Palästinenser, während das Abkommen mit Washington den Gazastreifen ausspart.
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hat mit Basem Naeem, Mitglied des Politbüros der Hamas, über die laufenden Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten und die Lage im Gazastreifen gesprochen. Das Telefonat fand nach Angaben iranischer Staatsmedien am Mittwoch statt, während Araghchi Präsident Massud Peseschkian auf einer Vermittlungsreise ins benachbarte Pakistan begleitete. Anlass ist das in der Vorwoche unterzeichnete Rahmenabkommen zwischen Teheran und Washington, das eine sofortige und dauerhafte Einstellung der Kampfhandlungen an allen Fronten – einschließlich des Libanon – vorsieht, den Gazastreifen jedoch nicht ausdrücklich erwähnt.
Aus Teheraner Sicht unterstrich Araghchi demnach die fortgesetzte Unterstützung der Islamischen Republik für die Palästinenser und ihre „gerechte Sache“ bis zur vollständigen Verwirklichung ihrer legitimen nationalen Rechte. Er kündigte an, die iranische Führung werde die anhaltenden israelischen Angriffe auf Gaza, die wiederholten Verstöße gegen die Waffenruhe und die „fortgesetzte Völkermord“-Politik in allen internationalen Gremien sowie gegenüber den Vermittlern und der amerikanischen Seite während der laufenden Gespräche zur Sprache bringen. Die Hamas ihrerseits ließ über Naeim Grüße an die iranische Führung ausrichten, beglückwünschte Teheran zu dem Memorandum und würdigte den „standhaften Widerstand“ Irans gegen die amerikanisch-israelische Aggression sowie die unverbrüchliche Unterstützung für das palästinensische Anliegen. Die Bewegung äußerte die Hoffnung, dass das Abkommen auch zur Beendigung der Gewalt im Gazastreifen beitragen werde.
Die diplomatische Initiative fällt in eine Phase paralleler Verhandlungsstränge. In Washington beraten Israel und der Libanon mit Unterstützung der Vereinigten Staaten über ein Pilotprojekt zum teilweisen Rückzug der israelischen Streitkräfte aus dem Südlibanon und zur Übergabe der Kontrolle an die libanesische Armee. Wie die Vereinten Nationen mitteilten, hält die Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im Südlibanon weitgehend, doch verzeichnete die UNIFIL-Mission israelische Boden- und Luftaktivitäten, darunter intensives Maschinengewehrfeuer und drei Schüsse eines israelischen Panzers nahe Biyyada. Die UN riefen alle Parteien zur vollständigen Einhaltung der Waffenruhe und zum Verzicht auf jegliche Eskalation auf.
Das amerikanische Zentralkommando wurde nach übereinstimmenden Berichten beauftragt, einen militärischen Operationsraum zur Überwachung der Lage im Südlibanon einzurichten. Die Gespräche zwischen Iran und den USA werden unter pakistanischer Vermittlung fortgesetzt. Teheran signalisiert mit dem Telefonat, dass es die palästinensische Frage auch in einem auf den Libanon fokussierten Abkommen nicht ausklammern will. Die nächsten konkreten Schritte betreffen die Definition der Pilotzonen im Libanon und die Ausgestaltung des Überwachungsmechanismus; eine Ausweitung der Waffenruhe auf Gaza bleibt Gegenstand diplomatischer Sondierungen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Iran und Hamas führten ein Telefongespräch über das Rahmenabkommen mit Washington. Hamas gratulierte Teheran und lobte seine unerschütterliche Unterstützung für die palästinensische Sache; das Abkommen wurde als Sieg der Widerstandsachse gewertet. Das Gespräch bekräftigte die strategische Allianz und die Rolle Irans als standhafter Schutzherr des palästinensischen Kampfes.
Irans Außenminister besprach mit einem Hamas-Funktionär das Memorandum of Understanding mit den USA. Der Text erwähnt Gaza nicht, sieht aber einen sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand an allen Fronten, einschließlich Libanon, vor. Hamas begrüßte die Vereinbarung und äußerte die Hoffnung, dass sie auch zur Beendigung der Gewalt in Gaza beitragen werde.
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