
US-Botschaft in Kuwait nach iranischen Angriffen wiedereröffnet – Rubio beginnt Golfreise
Die Wiederaufnahme des Betriebs fällt mit dem Besuch von Außenminister Marco Rubio zusammen, der arabische Verbündete von einem Abkommen mit Teheran überzeugen soll.
Die Vereinigten Staaten haben am Mittwoch den Betrieb ihrer Botschaft in Kuwait-Stadt wieder aufgenommen. Die diplomatische Vertretung war mehr als drei Monate geschlossen, nachdem sie nach amerikanischen und israelischen Luftschlägen gegen Iran Ziel von Drohnenangriffen geworden war. Außenminister Marco Rubio wohnte einer Zeremonie zum Hissen der Flagge bei; das State Department kündigte an, Notfalldienste für US-Bürger stünden ab sofort zur Verfügung, weitere konsularische Leistungen würden schrittweise hochgefahren.
Aus Washingtoner Sicht markiert die Wiedereröffnung eine veränderte Sicherheitslage. Das State Department hatte die Einstellung des Betriebs Anfang März mit einer hohen Gefährdung des Personals begründet, nachdem iranische Drohnen Einrichtungen in Kuwait und Saudi-Arabien attackiert hatten. Die Rückkehr zum Normalbetrieb erfolgt nun im Anschluss an eine vor wenigen Tagen unterzeichnete Absichtserklärung zwischen Washington und Teheran. Diese sieht nach Angaben von mit den Gesprächen vertrauten Diplomaten einen Fonds von 300 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau Irans sowie die Aussetzung eines Teils der Sanktionen vor. Es handelt sich um die erste direkte Vereinbarung der Staatsführungen beider Länder seit der Islamischen Revolution von 1979.
In den arabischen Golfstaaten wird das Abkommen nach Darstellung von Reuters mit Skepsis betrachtet. Viele der regionalen Verbündeten Washingtons halten die Vereinbarung für zu nachgiebig gegenüber Teheran. Rubio, der vor seiner Amtszeit als entschiedener Kritiker der Islamischen Republik galt, hat in Abu Dhabi Gespräche mit Emir Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan und weiteren Spitzenvertretern geführt. Dabei warb er nach offiziellen Angaben für die Vereinbarung, dankte den Emiraten für ihre Standhaftigkeit während des Krieges und bekräftigte die amerikanische Sicherheitsgarantie. Parallel dazu hat Katars Ministerpräsident Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani nach Informationen eines Diplomaten Oman besucht, um Gespräche über die Sicherheit der Straße von Hormus aufzunehmen – ein Forum, an dem Iran, Irak und die arabischen Golfanrainer teilnehmen sollen und das von den amerikanisch-iranischen Verhandlungen getrennt ist.
Die kriegerischen Auseinandersetzungen, die Ende Februar begannen, haben die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des globalen Öl- und Flüssiggas-Handels läuft, erheblich gestört und die Wirtschaft der Region belastet. In den Emiraten verließen ausländische Fachkräfte das Finanzzentrum, während in Kuwait, Bahrain und Saudi-Arabien zivile Opfer durch Raketenangriffe zu beklagen waren. Rubios Reise führt ihn nach Kuwait und Bahrain weiter; beide Länder beherbergen strategische US-Stützpunkte. Die nächsten Schritte umfassen eine sechzigtägige Verhandlungsphase über das angereicherte Uran Irans sowie die geplanten Gespräche über eine regionale Aussöhnung in Riad, deren Teilnehmerkreis noch nicht abschließend feststeht.
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Die Wiedereröffnung der US-Botschaft in Kuwait markiert eine Rückkehr zur Normalität nach monatelangen Sicherheitsbedenken aufgrund iranischer Angriffe. Der Besuch von Außenminister Rubio unterstreicht das amerikanische Engagement für die Golfpartner, während die konsularischen Dienste schrittweise wieder aufgenommen werden.
Die US-Botschaft in Kuwait nimmt ihren Betrieb nach einer dreimonatigen Aussetzung wieder auf, die auf die amerikanische und zionistische Aggression gegen den Iran folgte. Der Besuch des Außenministers der 'terroristischen' US-Regierung wird als Teil einer Regionalreise inmitten anhaltender Spannungen dargestellt.
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