
Riad soll Gespräche zwischen Iran und Golfstaaten ausrichten
Die Verhandlungen über die künftige Nutzung der Straße von Hormus sind von den amerikanisch-iranischen Friedensgesprächen getrennt, wie Diplomaten bestätigen.
Nach übereinstimmenden Berichten internationaler Nachrichtenagenturen planen Saudi-Arabien und weitere Mitglieder des Golf-Kooperationsrates eine regionale Versöhnungskonferenz mit Iran und Irak. Im Mittelpunkt der Gespräche, die in Riad stattfinden sollen, steht die künftige Verwaltung und Nutzung der strategisch bedeutsamen Straße von Hormus. Aus diplomatischen Kreisen verlautete, die Initiative sei strikt getrennt von den laufenden amerikanisch-iranischen Verhandlungen sowie von den technischen Absprachen zur Minenräumung in der Meerenge. Ein genauer Termin für das Treffen wurde nicht genannt.
Parallel dazu bereitet Katar den Boden für eine engere Abstimmung über den Seeverkehr. Ministerpräsident Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani reiste nach Maskat, um mit Oman Gespräche zwischen Iran, dem Sultanat und weiteren Anrainern über den künftigen Schiffsverkehr durch Hormus vorzubereiten. Wie die omanische Nachrichtenagentur meldete, erörterte Sultan Haitham bin Tariq mit dem katarischen Regierungschef zudem den Fortgang der amerikanisch-iranischen Gespräche, die über eine pakistanisch-katarische Vermittlung laufen. Maskat drängte darauf, alle diplomatischen Anstrengungen zu bündeln, um Sicherheit und Stabilität in der Region zu erreichen.
Aus Teheraner Sicht wird die regionale Schiene als eigenständiger Kanal behandelt. Der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghchi hatten kurz zuvor Oman besucht, unmittelbar nach der ersten Gesprächsrunde mit den Vereinigten Staaten in der Schweiz und der Unterzeichnung einer Absichtserklärung am 18. Juni. Beobachter in der Golfregion werten die geplante Konferenz als Versuch, die Kontrolle über die für den globalen Energietransport zentrale Wasserstraße in einem multilateralen Rahmen zu verankern und damit potenzielle Konfliktherde einzudämmen.
Die Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil der weltweiten Ölexporte verschifft wird, bleibt ein neuralgischer Punkt der regionalen Sicherheitsarchitektur. Die Gespräche in Riad könnten nach Einschätzung von mit den Planungen vertrauten Diplomaten den Auftakt für eine breitere Normalisierung zwischen Iran und den arabischen Golfstaaten nach dem jüngsten Nahostkrieg bilden. Die Vorbereitungen befinden sich dem Vernehmen nach in einem frühen Stadium; eine offizielle Bestätigung der saudischen Gastgeberrolle steht noch aus.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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In Riad sind regionale Versöhnungsgespräche zwischen Iran und den arabischen Golfstaaten geplant, die sich auf die künftige Verwaltung der Straße von Hormus konzentrieren. Das Treffen ist völlig getrennt von den Iran-USA-Verhandlungen und Minenräumaktionen und soll einen Kooperationsrahmen zwischen den Anrainerstaaten schaffen.
Iran und die Golfstaaten werden sich in Riad zu einem ersten Versöhnungsversuch nach dem großen Krieg im Nahen Osten treffen. Die Gespräche, getrennt von den Iran-USA-Friedensverhandlungen, befassen sich mit dem Schiffsverkehr in der Straße von Hormus, während Katars Premierminister in Oman die Vorarbeit leistet.
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