
Iraks Premier al-Saidi steuert nach Washington und Doha nun Teheran an
Ali al-Saidi will mit Iran Absichtserklärungen unterzeichnen; Katar intensiviert unterdessen die Diplomatie zur Entschärfung der Spannungen am Golf.
Iraks Ministerpräsident Ali al-Saidi wird noch in dieser Woche in Teheran erwartet. Nach Angaben des irakischen Außenministeriums soll er mehrere Absichtserklärungen unterzeichnen, um die bilateralen Beziehungen zu vertiefen. Die Reise folgt auf einen Besuch in Washington, bei dem al-Saidi mit Präsident Donald Trump zusammentraf und 48 Wirtschaftspartnerschaften vereinbarte, sowie einen Zwischenhalt in Doha.
Aus Bagdader Sicht setzt der Premier damit seinen Kurs fort, die Balance zwischen den Hauptalliierten Iran und den USA zu wahren. Beobachter in der irakischen Hauptstadt verweisen darauf, dass al-Saidi sein Amt mit Washingtons Zustimmung antrat, gleichzeitig jedoch enge Sicherheitskooperationen mit Teheran pflegt. In den USA kündigte er einen Abzug der amerikanischen Truppen bis Ende September an und erklärte, dass irannahe Milizen danach keine Existenzberechtigung mehr hätten. Die irakische Führung hatte zuletzt ihre Vermittlerfunktion im Konflikt zwischen Washington und Teheran unterstrichen; zugleich ist das wirtschaftlich angeschlagene Land dringend auf ausländische Investitionen angewiesen.
Parallel intensiviert Katar seine diplomatischen Initiativen. Außenminister Mohammed bin Abdulrahman Al-Thani telefonierte mit seinen Amtskollegen in Riad, Amman und Maskat. Nach dohaer Darstellung drängte er auf die Umsetzung der amerikanisch-iranischen Vereinbarung sowie auf freie Schifffahrt in der Straße von Hormus. In den Gesprächen mit Jordanien verurteilte Al-Thani laut persischen Quellen iranische Vergeltungsschläge auf dortiges Territorium, ohne die vorausgegangenen Angriffe auf Iran zu erwähnen; Teheran stellt diese Manöver als defensive Reaktion auf Angriffe von jordanischem Boden dar. Doha, das seit der Blockade durch mehrere arabische Staaten 2017 seine Außenpolitik diversifiziert, positioniert sich als neutraler Akteur mit guten Verbindungen zu Iran und dem Westen.
Die Region bleibt angespannt. In jüngster Zeit wurden vermehrt Attacken auf die autonome Kurdenregion im Nordirak gemeldet, wo US-Truppen und ausländische Ölgesellschaften stationiert sind; verantwortlich gemacht wird Iran. Die bevorstehende Visite al-Saidis gilt deshalb auch als Versuch, eine weitere Eskalation zu verhindern. Mit Spannung wird erwartet, ob die geplanten Memoranden konkrete Wirtschafts- oder Sicherheitsprojekte umfassen. Die katarische Vermittlungsoffensive dürfte derweil in einen breiteren regionalen Ansatz münden, den auch Saudi-Arabien und Oman mittragen. Konkrete Ergebnisse werden nach Abschluss der Gespräche in Teheran erwartet.
| Südostasiatische Presse | −0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Iranische & verwandte Presse | +0.40 | aligned |
| Arabische Golfpresse | 0.00 | neutral |
Iraq walks a tightrope between Washington and Tehran, cursed by geography and great-power rivalry.
By relentlessly framing every Iraqi move as a response to US-Iran pressure, the bloc erases Iraq's agency and makes the proxy narrative self-fulfilling.
The bloc omits the Qatari mediation and the emphasis on implementing the US-Iran memorandum, which would complicate the proxy-conflict frame.
Iran's steadfast diplomacy and Iraq's mediating role pave the way for regional stability.
By highlighting agreements and diplomatic language while downplaying tensions, the bloc constructs a cooperative reality where all parties want peace.
The bloc omits the context of Iraqi PM's recent meeting with Trump and the US pressure, which would reveal that Iraq's balancing act is more precarious.
Baghdad calibrates its visits to keep both superpowers on board, a safe but delicate game.
By presenting the visits as mere balancing acts, the bloc normalizes a transactional view of Iraqi foreign policy.
The bloc omits the details of the Qatar talks and the specific agreements being prepared, which would show a more proactive Iraqi diplomacy.
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