
Nach Fußballspiel in Montevideo: Bus mit argentinischen Fans beschossen – ein Verletzter
Ein Anhänger des Clubs Tigre erlitt Schussverletzungen, als der Konvoi nach dem Sieg gegen Nacional auf der Rückfahrt attackiert wurde; die Hintergründe sind unklar.
In der Nacht nach dem Playoff-Spiel der Copa Sudamericana zwischen Nacional Montevideo und dem argentinischen Club Atlético Tigre ist ein Bus mit Anhängern der Gäste auf einer Ausfallstraße der uruguayischen Hauptstadt beschossen worden. Ein 57-jähriger Mann wurde dabei von mindestens einem Projektil getroffen und erlitt Verletzungen an Arm und Hand.
Nach übereinstimmenden Berichten uruguayischer und argentinischer Medien befand sich der aus etwa 15 Bussen bestehende Konvoi auf der Ruta 1 in Höhe der Avenida Cibils, als von einem Motorrad aus das Feuer auf eines der Fahrzeuge eröffnet wurde. Der verletzte Fan, der gemeinsam mit seiner Tochter reiste, schilderte gegenüber lokalen Fernsehsendern, er habe einen „Feuerblitz“ gesehen und sich schützend über seine Tochter geworfen, bevor er die Treffer bemerkte. Er wurde zunächst in das Hospital del Cerro gebracht, dort ambulant versorgt und noch in der Nacht in das Mannschaftshotel entlassen. Nach Angaben des Vereins ist der Mann außer Lebensgefahr und konnte am Folgetag per Schiff nach Buenos Aires zurückkehren.
Die genauen Umstände der Tat sind Gegenstand laufender Ermittlungen. Während der uruguayische Innenminister mitteilte, die Polizei fahnde nach den Tätern und habe bereits eine Person identifiziert, blieb eine Festnahme zunächst unbestätigt. Der Präsident von Tigre, Martín Suárez, erklärte, der Angriff habe sich in einem als gefährlich bekannten Viertel ereignet, und sprach von einem möglichen „Sicherheitsproblem“, das nicht zwingend mit dem Fußball in Verbindung stehe. Andere Quellen aus Sicherheitskreisen schließen eine Beteiligung von Anhängern Nacional Montevideos nicht aus. Die Zahl der abgegebenen Schüsse wird mit mindestens acht bis zehn angegeben; mehrere Fensterscheiben des Busses wurden zerstört.
Der argentinische Club verurteilte die Gewalt in einer Stellungnahme „aufs Schärfste“ und betonte, Fußball müsse ein Fest sein. Die Vereinsführung organisierte noch in der Nacht die Weiterfahrt der übrigen Passagiere und stellte einen Ersatzbus bereit. Das Rückspiel in Buenos Aires soll wie geplant in der kommenden Woche stattfinden. Die Ermittlungen der uruguayischen Behörden dauern an.
| Lateinamerikanische Presse | −0.60 | critical |
|---|---|---|
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
Wir verurteilen den feigen Angriff auf die Tigre-Fans aufs Schärfste. Fußball sollte ein Fest sein, kein Schlachtfeld. Wir stehen an der Seite des Verletzten und fordern Gerechtigkeit.
Die Erzählung baut Glaubwürdigkeit durch direkte Zeugenaussagen des Opfers und des Klubpräsidenten auf, die mit Pathos beladen sind, und durch die Verwendung einer Sprache, die eine gewalttätige Episode in eine Beinahe-Tragödie verwandelt, die Empathie und Empörung hervorruft.
Lateinamerikanische Berichte lassen jede mögliche Provokation durch argentinische Fans, wie das Zeigen von Malvinas-Flaggen, aus und untersuchen nicht den breiteren Kontext früherer Gewalt zwischen Fangruppen.
In Uruguay wurden nach einem Spiel Busse mit argentinischen Fußballfans beschossen, eine Person verletzt. Verdächtige sind Fans der unterlegenen Mannschaft.
Die Glaubwürdigkeit wird durch Kürze und Bezugnahme auf Polizeiquellen aufgebaut, wobei das Ereignis als eine einfache Nachricht ohne jede Positionierung dargestellt wird.
Der russische Bericht lässt die emotionalen Zeugenaussagen des verletzten Fans und der Vereinsfunktionäre sowie den breiteren Kontext der Fußballgewalt in Südamerika aus und präsentiert einen völlig entkontextualisierten Bericht.
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