
Hitzewelle in Europa: Mindestens 12.000 zusätzliche Todesfälle im Juni
Vorläufige nationale Statistiken zeigen eine deutliche Übersterblichkeit, die vor allem ältere Menschen betraf; die Weltgesundheitsorganisation mahnt zur Vorsorge.
Während der Hitzewelle in der letzten Juniwoche sind in Europa nach vorläufigen Berechnungen mindestens 12.000 Menschen mehr gestorben als im langjährigen Mittel. Die Temperaturen hatten in mehreren Ländern neue Rekordwerte erreicht, darunter in Großbritannien und der Schweiz. Die Übersterblichkeit konzentrierte sich auf die Tage zwischen dem 22. und 28. Juni, wie aus einer Auswertung der Nachrichtenagentur AFP auf Basis nationaler Daten hervorgeht.
Die nationalen Statistikämter meldeten für diesen Zeitraum in Deutschland 5.780 zusätzliche Todesfälle im Vergleich zum Durchschnitt der Vorjahre, in Frankreich 2.025, in Belgien 1.747 (davon 750 allein am 27. und 28. Juni) und in Spanien 610 hitzebedingte Sterbefälle. In England und Wales wurden nach Schätzungen des britischen Wetterdienstes 2.200 Todesfälle mit der Hitze in Verbindung gebracht. Auch die Niederlande, die Schweiz und Luxemburg verzeichneten erhöhte Zahlen. Die europäische Überwachungsplattform EuroMOMO, die Daten aus 24 Ländern bündelt, bezifferte die Übersterblichkeit in der letzten Juniwoche auf 14.260 Fälle – der höchste Wert für eine Juni-Woche seit Beginn der harmonisierten Erfassung im Jahr 2020.
Die Angaben sind vorläufig und könnten sich nach oben korrigieren, da die statistische Konsolidierung nach Angaben von EuroMOMO etwa vier Wochen in Anspruch nimmt. Mehrere Staaten Mittel- und Osteuropas, die ebenfalls von der Hitze betroffen waren, haben noch keine Zahlen vorgelegt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte, der Sommer sei noch nicht vorbei, und forderte die Regierungen auf, Hitze als Gesundheitsnotstand zu behandeln. In Italien, wo die Hitzewelle später ihren Höhepunkt erreichte, meldete das Gesundheitsministerium für den Zeitraum Ende Mai bis Ende Juni eine um drei Prozent erhöhte Sterblichkeit bei den über 65-Jährigen, die sich auf die Gruppe der über 85-Jährigen beschränkte.
Als eine Ursache für die hohe Sterblichkeit bei vergleichsweise moderaten Temperaturen von 30 bis 35 Grad verweisen Beobachter aus dem Nahen Osten auf die geringe Verbreitung von Klimaanlagen in Europa. Während in den USA rund 90 Prozent der Haushalte über eine Kühlung verfügen, sind es in Europa weniger als 20 Prozent. Strenge Bauvorschriften, Denkmalschutzauflagen und kulturelle Vorbehalte erschweren vielerorts die Nachrüstung. Die Wissenschaftlergruppe World Weather Attribution hatte die Juni-Hitzewelle als ohne den menschengemachten Klimawandel „praktisch unmöglich“ eingestuft. Die Erfassung der hitzebedingten Sterbefälle dauert an.
| Iranische & verwandte Presse | −0.50 | critical |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
| Arabische Golfpresse | −0.60 | critical |
Iran ironically observes European fragility in the face of temperatures that are normal in the Middle East.
The implicit comparison between Middle Eastern heat tolerance and European mortality makes the European response appear irrational and culturally weak.
It omits infrastructure differences (lack of air conditioning, unsuitable housing) and demographics (aging population) that make Europe more vulnerable, as well as the global warming context.
Continental Europe records with concern the excess mortality among the elderly during the heatwave.
The use of official data and narrow percentages (over-65, +3%) makes the phenomenon seem manageable and localized, avoiding generalized alarm.
It omits the global climate change context and the debate on cultural resistance to air conditioning, as well as comparisons with other world regions.
Russia frames the European heatwave within a global trend of rising heat stress, downplaying the event's specificity.
By citing Copernicus data on a global scale, attention shifts from the European emergency to a structural problem affecting everyone, reducing local responsibility.
It omits the specific figure of 12,000 excess deaths in Europe and immediate policy implications, such as lack of preparedness.
The Arab Gulf reproaches Europe for refusing air conditioning, a technology that could save lives, and attributes the deaths to cultural stubbornness.
The contrast between the availability of a technological solution (AC) and Europe's choice not to adopt it turns a natural disaster into a moral fault.
It omits the environmental impacts of air conditioning (contribution to global warming) and the economic and infrastructural barriers that prevent many Europeans from installing it.
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