
Google führt Selfie-Video-Verifikation für gesperrte Konten ein
Die neue biometrische Methode soll Nutzern helfen, ihre Konten ohne Passwort wiederherzustellen, wirft aber Datenschutzfragen auf.
Google hat am Donnerstag eine neue Anmeldeoption vorgestellt, die es Nutzern ermöglicht, ihre Konten mittels eines kurzen Selfie-Videos wiederherzustellen. Die Funktion richtet sich vor allem an Personen, die ihr Passwort vergessen oder ihr übliches Gerät verloren haben. Damit erweitert der Konzern sein Portfolio an passwortlosen Authentifizierungsverfahren, zu dem bereits Passkeys und Zwei-Faktor-Authentifizierung gehören.
Zur Einrichtung zeichnen Nutzer ein Video auf, bei dem sie angeleitete Kopfbewegungen ausführen – etwa Drehen oder Nicken –, um verschiedene Gesichtswinkel zu erfassen. Diese Referenzaufnahme wird verschlüsselt gespeichert. Bei einem späteren Wiederherstellungsversuch wird ein neues Live-Video mit dem hinterlegten verglichen. Google setzt dabei auf mehrstufige Sicherheitsprüfungen, um echte Personen von Fälschungen, sogenannten Deepfakes, zu unterscheiden. Die Technologie prüft die „Lebendigkeit“ der Aufnahme und erkennt Manipulationen durch Fotos oder KI-generierte Videos.
In den USA positioniert Google die Funktion als zusätzliche Sicherheitsebene in einem wachsenden Markt für biometrische Verifikation, in dem auch Apple mit Face ID und Microsoft mit Windows Hello aktiv sind. In der Europäischen Union hingegen stoßen solche Verfahren auf strengere datenschutzrechtliche Vorgaben. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) stuft biometrische Daten als besonders schützenswert ein. Google betont, dass die Videos nur mit Einwilligung gespeichert und jederzeit löschbar seien. Standardmäßig würden sie ausschließlich zur Authentifizierung genutzt, es sei denn, der Nutzer stimme einer weitergehenden Verwendung etwa zur Verbesserung der Gesichtserkennung zu. Datenschützer in Deutschland und anderen EU-Staaten dürften die Praxis dennoch kritisch begleiten.
Die Selfie-Video-Option wird ab sofort für berechtigte Google-Konten ausgerollt. Parallel arbeitet Google mit Partnern wie Private ID an Altersverifikationssystemen per Selfie, was angesichts neuer Jugendschutzgesetze in Australien und Frankreich an Bedeutung gewinnt. Die Reaktion der europäischen Datenschutzaufsichtsbehörden auf die biometrische Konto-Wiederherstellung bleibt ein zentraler Faktor für die weitere Verbreitung solcher Verfahren.
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Google legt die biometrische Verifizierung direkt in die Hände der Nutzer und bietet eine neue Anmeldemethode.
Der Block schafft Glaubwürdigkeit, indem er nur überprüfbare Fakten und Kernpunkte der Ankündigung auflistet und Interpretationen oder Bewertungen vermeidet.
Google stärkt die Kontosicherheit gegen Deepfakes mit der Selfie-Video-Anmeldung.
Der Block macht seine Position plausibel, indem er die Funktion als direkte Reaktion auf die Bedrohung durch Deepfakes darstellt und so den biometrischen Ansatz als notwendiges Sicherheitsupgrade rechtfertigt.
Google treibt den Wandel von Passwörtern zur biometrischen Authentifizierung mit einer neuen Selfie-Video-Funktion voran.
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