
Vereinigte Arabische Emirate weisen Berichte über Milliardenzahlungen an Iran entschieden zurück
Die Golfmonarchie widerspricht Meldungen, wonach Abu Dhabi eingefrorene iranische Gelder in Höhe von bis zu 20 Milliarden Dollar teilweise freigegeben habe, und ruft zu Vertrauen in offizielle Quellen auf.
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben am Wochenende entschieden Berichte dementiert, wonach sie Milliarden US-Dollar an eingefrorenen iranischen Vermögenswerten freigegeben oder an Teheran transferiert hätten. Das Außenministerium in Abu Dhabi bezeichnete entsprechende Medienberichte als „völlig falsch und unbegründet“ und betonte, dass keinerlei iranische Gelder über die Emirate freigegeben, transferiert oder anderweitig bewegt worden seien. Auslöser war ein Exklusivbericht der Nachrichtenagentur Reuters, der sich auf nicht namentlich genannte Quellen stützte. Diese hatten behauptet, die Emirate hätten im Rahmen eines sicherheitspolitischen Arrangements mit Iran der Freigabe von bis zu 20 Milliarden Dollar zugestimmt und bereits drei Milliarden Dollar überwiesen.
Aus der Golfregion wird die vehemente Reaktion Abu Dhabis auch als Signal an westliche Partner und Israel gewertet. Die Emirate, die 2020 die Abraham-Abkommen unterzeichneten, sind bemüht, jeden Anschein einer finanziellen Unterstützung des iranischen Regimes zu vermeiden – dies insbesondere zu einem Zeitpunkt, da die Atomverhandlungen in Wien in eine kritische Phase treten. Iranische Staatsmedien schwiegen zunächst zu den Vorwürfen, während regierungskritische Plattformen wie Iran International den Dementi der Emirate breiten Raum gaben.
In europäischen Hauptstädten, darunter Berlin, Wien und Bern, werden die Vorgänge aufmerksam verfolgt. Deutschland, Österreich und die Schweiz sind als Vertragsparteien des Atomabkommens und als Standorte bedeutender Finanzplätze unmittelbar von der Sanktionsarchitektur betroffen. Jede einseitige Freigabe iranischer Gelder außerhalb eines abgestimmten Prozesses würde nicht nur die EU-Sanktionen unterlaufen, sondern auch das mühsam austarierte Geflecht aus wirtschaftlichen Anreizen und politischem Druck gefährden, das die Verhandlungen prägt. Dass die Emirate nun Medien weltweit eindringlich auffordern, sich auf offizielle Quellen zu stützen, spiegelt die Sorge vor einem Vertrauensverlust wider.
Der Vorfall unterstreicht die anhaltende Intransparenz internationaler Finanzströme im Nahen Osten. Während die Emirate eine umfassende Aufklärung und die Rückkehr zu Fakten anmahnen, zeigt der Streitfall, wie anfällig die Region für Spekulationen und Desinformation ist. Für die weitere Entspannungspolitik gegenüber dem Iran bleibt entscheidend, dass solche Berichte nicht den fragilen Verhandlungstisch erschüttern. Die Dementi Abu Dhabis dürften die Erwartungen an gesteigerte Kontrollen und Transparenz bei der Verwaltung eingefrorener Guthaben noch erhöhen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die Vereinigten Arabischen Emirate wiesen Berichte über einen Finanztransfer in den Iran entschieden zurück und bezeichneten die Vorwürfe als haltlos. Sie betonten, dass keine eingefrorenen iranischen Vermögenswerte über die VAE freigegeben oder transferiert wurden, und forderten die Medien auf, sich auf offizielle Quellen zu stützen.
Unbenannte Quellen berichteten, dass die VAE zugestimmt hätten, 10 Milliarden Dollar iranischer Gelder freizugeben, was mit den Endphasen der Verhandlungen zur Beendigung des Krieges zusammenfalle. Die VAE wiesen dies später kategorisch zurück und bezeichneten die Berichte als haltlos, was die diplomatische Unklarheit in der Golfregion verstärkte.
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