
Goldpreis vor stärkstem Quartalsverlust seit 2013 – Zinserwartungen belasten
Die Feinunze Gold fiel unter 4.000 Dollar und steuert auf den größten Monatsverlust seit Oktober 2008 zu, da die Erwartung weiterer US-Zinsschritte den Dollar stärkt.
Der Goldpreis ist am Dienstag unter die Marke von 4.000 US-Dollar je Feinunze gerutscht und notierte im Spotmarkt zeitweise bei 3.956 Dollar. Damit steuert das Edelmetall auf einen Monatsverlust von rund 12,7 Prozent zu – den stärksten Einbruch seit Oktober 2008. Auch das Quartalsergebnis fällt mit einem Minus von mehr als elf Prozent so schwach aus wie zuletzt im zweiten Quartal 2013. Auslöser ist ein fester US-Dollar, der seinerseits von der Erwartung getrieben wird, die Federal Reserve werde die Leitzinsen in diesem Jahr mehrfach anheben.
Die Dynamik speist sich aus einem Zusammenspiel hoher Energiepreise und Inflationsängste. Der Krieg mit Iran hat die Ölpreise in die Höhe schnellen lassen, was die Teuerung anheizt und die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen steigen lässt. Laut dem FedWatch-Tool der CME preisen Händler für September eine Zinserhöhung mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 64 Prozent ein. In einem solchen Umfeld verliert das zinslos gehaltene Gold an Attraktivität, selbst wenn es traditionell als Inflationsschutz gilt. „Hohe Inflation, hohe Zinserwartungen und ein starker Dollar überlagern alle anderen bullishen Faktoren, die üblicherweise mit einer Goldrally verbunden sind“, fasste Edward Meir, Analyst bei Marex, die Lage zusammen.
Aus technischer Sicht betonte Ole Hansen von der Saxo Bank, dass der Markt derzeit eher in Stärke verkaufe als in Schwäche kaufe – eine Verhaltensänderung gegenüber den Vorjahren. Erst ein Anstieg über 4.100 Dollar würde signalisieren, dass ein Boden gefunden sein könnte. Der Analyst von iFOREX, Awad Issawi, verwies auf die langfristig konstruktiven Faktoren wie anhaltende Zentralbankkäufe und geopolitische Unsicherheit, sah die aktuelle Korrektur jedoch als gesunde Konsolidierung. Solange die Unterstützungszone zwischen 3.700 und 3.800 Dollar halte, bleibe der übergeordnete Aufwärtstrend intakt.
Die übrigen Edelmetalle folgten dem Abwärtstrend: Silber fiel um bis zu zwei Prozent auf 57,13 Dollar, Platin und Palladium gaben ebenfalls nach. Auch die Ölpreise steuern auf den stärksten Quartalsverlust seit 2020 zu, da Marktteilnehmer die Gespräche zwischen Iran und den USA in Doha beobachten, obwohl Teheran ein Treffen dementierte. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die in dieser Woche anstehenden US-Arbeitsmarktdaten – den ADP-Beschäftigungsbericht und die offiziellen Nonfarm-Payrolls –, die weitere Hinweise auf den Zinskurs der Federal Reserve geben werden.
| Iranische & verwandte Presse | −0.60 | critical |
|---|---|---|
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.20 | neutral |
| Arabische Golfpresse | +0.10 | neutral |
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
Iran denounces US dollar manipulation and reaffirms its own economic resilience, attributing the gold crash to an American conspiracy.
A narrative of Western financial conspiracy is built, where any negative gold data is read as a deliberate US attack, ignoring market fundamentals.
The role of a strong US economy and global dollar demand as structural causes of dollar strength is omitted.
The region cautiously observes the gold crash's impact, linking it to ongoing geopolitical tensions and market volatility.
The event is contextualized within regional dynamics, presented as a symptom of broader instability without delving into global economic causes.
Detailed analysis of macroeconomic factors like Fed monetary policy is omitted in favor of a geopolitical reading.
Gulf markets interpret the decline as a technical correction, highlighting the resilience of local economies and confidence in the dollar.
The event is normalized as part of the economic cycle, emphasizing Gulf stability and minimizing systemic risks.
The potential negative impact on gold-importing countries and the possibility that dollar strength could harm emerging economies is omitted.
European analysts treat the crash as a macroeconomic data point, offering portfolio advice and reducing the event to financial variables.
A technical, detached language is adopted, turning a potentially alarming event into a set of indicators and recommendations, defusing emotional charge.
The geopolitical dimension and social impact of the crash are omitted, focusing solely on financial aspects.
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