
Globale Serie von Partnergewalt: Frauen in Asien und Lateinamerika getötet und misshandelt
Ermittlungen zu Femiziden und Vergewaltigungen in Indien, Pakistan, Brasilien und Argentinien offenbaren ein Muster häuslicher Gewalt, oft mit Vorwarnungen und trotz Schutzanordnungen.
In mehreren Ländern Asiens und Lateinamerikas haben sich in den ersten Julitagen 2026 schwere Gewalttaten gegen Frauen ereignet, die häufig von Lebenspartnern oder Bekannten verübt wurden. Viele der Opfer waren Mütter, Krankenschwestern oder Migrantinnen; mehrere starben an den Folgen der Angriffe.
In Hyderabad, Indien, erstach ein Mann laut Polizeiangaben seine 37-jährige Ehefrau, eine Krankenschwester, nach einem langjährigen Eifersuchtskonflikt. Knapp zuvor wurde im südindischen Coimbatore eine 33-Jährige nach der Verabreichung betäubender Getränke vergewaltigt; die beiden mutmaßlichen Täter filmten die Tat und drohten mit der Verbreitung der Aufnahmen. In Bengaluru lockten fünf Männer eine junge Frau unter dem Vorwand einer Geburtstagsfeier in ein Haus und vergewaltigten sie mutmaßlich gemeinschaftlich. Besondere Aufmerksamkeit erregt ein Fall im pakistanischen Lahore, wo zwei ausländische Frauen entführt, geschlagen und vergewaltigt wurden. Einer der Hauptverdächtigen, Raza Dar, ist nach Angaben von Ermittlern ein Verwandter des stellvertretenden Premierministers Ishaq Dar. Die Opfer berichteten, sie seien erst nach Zahlung von 100.000 US-Dollar freigekommen; die Behörden prüfen einen möglichen Hintergrund im Kryptowährungshandel.
Im brasilianischen Mato Grosso starb eine 33-Jährige durch Messerstiche ihres Lebensgefährten, obwohl eine Schutzanordnung gegen ihn bestand. Im Paraná misshandelte ein crackabhängiger Mann eine 54-Jährige über Stunden und ließ sie lebensgefährlich verletzt zurück. Im argentinischen Las Heras stellte sich der Hauptverdächtige eines Femizids an einer 24-Jährigen freiwillig der Polizei. In Indonesien prangerte eine Abgeordnete den Fall einer Frau an, die über zweieinhalb Jahre von ihrem Ehemann – einem aktiven Polizisten – misshandelt, eingesperrt und mit Säure verätzt worden sein soll; die Frau erlitt Verbrennungen an fast der Hälfte ihres Körpers.
Die Häufung solcher Fälle unterstreicht ein länderübergreifendes Muster häuslicher Gewalt, das Behörden vor schwierige Fragen des Opferschutzes stellt. Nach Angaben des Observatório Caliandra wurden in Brasilien im laufenden Jahr bereits 26 Frauen Opfer von Femiziden – die meisten in den eigenen vier Wänden und durch aktuelle oder frühere Partner. Die Ermittlungen in allen genannten Fällen dauern an; offizielle Stellen äußern sich zurückhaltend zu den Umständen, während in mehreren betroffenen Gemeinden verstärkter Polizeischutz angekündigt wurde.
| Lateinamerikanische Presse | −0.70 | critical |
|---|---|---|
| Indische & südasiatische Presse | +0.10 | neutral |
Die Zivilgesellschaft prangert die Gleichgültigkeit des Staates angesichts der Femizid-Notlage an.
Verstärkt die Zeugnisse der Opfer und verwendet eine emotionale Sprache, um Empörung zu erregen und Druck auf die Behörden auszuüben.
Die Regierung mahnt zur Ruhe und verspricht konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung häuslicher Gewalt.
Zitiert offizielle Statistiken und Aktionspläne, um die Alarmstimmung zu dämpfen und laufende Fortschritte aufzuzeigen.
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