
Globale Direktinvestitionen steigen 2025 um 6 Prozent – Erholung bleibt fragil und ungleich
Der Anstieg wird von wenigen Megaprojekten getragen, während die Kluft zwischen Industrie- und Entwicklungsländern wächst.
Die weltweiten Direktinvestitionen (FDI) sind 2025 nach zwei Jahren des Rückgangs um 6 Prozent auf 1,6 Billionen Dollar gestiegen. Das geht aus dem Weltinvestitionsbericht 2026 der UN-Organisation für Handel und Entwicklung (UNCTAD) hervor. UN-Generalsekretär António Guterres warnte jedoch, der Zuwachs verdecke „tiefgreifende Fragilität und Ungleichheiten“. Getragen wurde die Erholung vor allem von einer kleinen Zahl an Megaprojekten, insbesondere im Bereich der Infrastruktur für künstliche Intelligenz, etwa Rechenzentren, sowie in der Öl-, Gas- und Halbleiterindustrie. In den meisten anderen Sektoren, darunter erneuerbare Energien und das verarbeitende Gewerbe, gingen die Projektwerte hingegen zurück.
Die regionale Verteilung unterstreicht die Schieflage. Die Industrieländer verzeichneten einen Zuflussanstieg von 11 Prozent auf 723 Milliarden Dollar, während die Entwicklungsländer lediglich ein Plus von 2 Prozent auf 901 Milliarden Dollar erreichten. Innerhalb der Entwicklungsländer konzentrierten sich die Ströme stark: 20 Länder zogen mehr als 80 Prozent der globalen FDI auf sich. Asien blieb mit 644 Milliarden Dollar die größte Empfängerregion, wobei Singapur, Hongkong, China und Indien bedeutende Anteile verbuchten. Lateinamerika und die Karibik legten um 14 Prozent auf 188 Milliarden Dollar zu, Afrika verzeichnete dagegen einen Rückgang um 26 Prozent auf rund 70 Milliarden Dollar. Die am wenigsten entwickelten Länder erhielten zwar 21 Prozent mehr, doch entspricht dies nur 2,7 Prozent des weltweiten Volumens und floss fast ausschließlich in rohstoffreiche Ökonomien.
Zwei Schwellenländer illustrieren die unterschiedlichen Dynamiken. Mexiko kehrte mit 41 Milliarden Dollar in die Top Ten zurück und profitierte vom Nearshoring in der Fertigung, doch die Ankündigungen für grüne Energieprojekte brachen ein. Aus Sicht der UNCTAD dämpfen zudem US-Zölle auf Stahl, Aluminium und Automobile die Investitionsentscheidungen. Indien steigerte seine Zuflüsse um 44 Prozent auf 39 Milliarden Dollar, gestützt durch industriepolitische Anreize wie „Make in India“ und produktionsgebundene Subventionen. Allerdings sank der Wert angekündigter neuer Projekte von 111 auf 74 Milliarden Dollar, vor allem in kapitalintensiven Industrien, was auf eine vorsichtigere Haltung der Investoren hindeutet.
Die Regierungen reagieren mit einer Rekordzahl von 229 investitionspolitischen Maßnahmen, die mehrheitlich investorenfreundlich blieben, aber zunehmend strategische Industrien und wirtschaftliche Sicherheitsinteressen adressieren. Die UNCTAD warnt, dass viele Entwicklungsländer im zunehmend kapital- und technologieintensiven Investitionsumfeld zurückzufallen drohen, da sie die nötigen politischen Anreize nicht im gleichen Maße bieten können. Der Ausblick für 2026 bleibt von handelspolitischer Unsicherheit, geopolitischen Spannungen und hohen Finanzierungskosten geprägt.
| Subsaharisch-afrikanische Presse | −0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | +0.70 | aligned |
| Indische & südasiatische Presse | +0.80 | aligned |
Der UNCTAD-Bericht warnt: Die Erholung ist fragil und ungleichmäßig, konzentriert auf wenige Länder und Sektoren.
Verwendet aggregierte Daten und Warnungen, um ein vorsichtiges Bild zu zeichnen, ohne lokale Erfolge hervorzuheben.
Erwähnt nicht die spezifischen Erfolge von Ländern wie Indien oder Mexiko, die eine optimistischere Sicht bieten könnten.
Mexiko feiert seine Rückkehr in die Top 10 und hebt seinen eigenen Erfolg bei der Anziehung von Investitionen hervor.
Wählt die positiven nationalen Daten aus und stellt sie in den Vordergrund, isoliert sie vom globalen Kontext der Fragilität.
Lässt die Tatsache aus, dass die globale Erholung fragil und ungleichmäßig ist und viele Entwicklungsländer nur bescheidene Zuwächse verzeichneten.
Indien beansprucht einen Anstieg der FDI um 44% und stärkt damit sein Image als bevorzugtes Investitionsziel.
Betonung des prozentualen Wachstums und des günstigen politischen Kontexts, während globale Vorbehalte heruntergespielt werden.
Hebt nicht hervor, dass das globale Wachstum auf wenige Länder konzentriert ist und die Erholung im selben UNCTAD-Bericht als fragil bezeichnet wird.
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