
Globale Direktinvestitionen erholen sich – Emirate und Kenia mit Rekordzuflüssen
Der UNCTAD-Bericht 2026 zeigt eine selektive Erholung der weltweiten FDI auf 1,6 Billionen Dollar, getrieben von digitaler Infrastruktur und erneuerbaren Energien.
Die globalen ausländischen Direktinvestitionen (FDI) sind im Jahr 2025 um sechs Prozent auf 1,6 Billionen Dollar gestiegen, nachdem sie drei Jahre lang rückläufig waren. Dies geht aus dem Weltinvestitionsbericht 2026 der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) hervor. Die Erholung konzentriert sich jedoch auf wenige Volkswirtschaften und kapitalintensive Sektoren wie digitale Infrastruktur, Halbleiter und ausgewählte Energieprojekte. Während traditionelle Fertigungsinvestitionen an Bedeutung verlieren, verschärft sich der globale Wettbewerb um hochwertige Industrien.
Die Vereinigten Arabischen Emirate verzeichneten mit 48,3 Milliarden Dollar (177,3 Milliarden Dirham) den vierten jährlichen Rekordzufluss in Folge und rückten auf Platz neun der weltweiten Zielländer vor. Ausschlaggebend waren 1.562 neue Greenfield-Projekte – der zweithöchste Wert weltweit – mit einem Schwerpunkt auf Fertigung (30 Prozent der Investitionsausgaben) und Kommunikationstechnik (29 Prozent). Letztere wurde maßgeblich durch das KI-Rechenzentrum „Stargate UAE“ getrieben, die erste internationale Ausbaustufe von OpenAI. Aus Sicht des Golfstaats spiegelt die Zusammensetzung der Zuflüsse eine gezielte Diversifizierungspolitik wider, die mit der Nationalen Investitionsstrategie 2031 hinterlegt ist. Diese strebt bis 2031 jährliche FDI-Zuflüsse von 240 Milliarden Dirham und einen Gesamtbestand von 2,2 Billionen Dirham an.
Kenia erzielte mit 3,2 Milliarden Dollar ebenfalls einen historischen Höchststand, ein Plus von 37,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Land trug mehr als die Hälfte zum Anstieg der FDI in Ostafrika bei, wo die Zuflüsse insgesamt um 12,1 Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar zulegten. Die UNCTAD führt Kenias Erfolg auf Steuerreformen – darunter niedrigere Körperschaftsteuersätze und Dividendenbefreiungen für am Finanzplatz Nairobi akkreditierte Unternehmen – sowie auf den nahezu vollständig erneuerbaren Strommix zurück. Geothermie und andere erneuerbare Quellen decken rund 90 Prozent der Stromerzeugung und verschaffen dem Land einen Kosten- und Glaubwürdigkeitsvorteil bei der Anziehung digitaler Infrastrukturinvestitionen, darunter ein geothermiebetriebenes Rechenzentrum im Volumen von einer Milliarde Dollar.
Regional zeigt sich ein gespaltenes Bild: Während Westasien mit einem Plus von 19,9 Prozent auf 110,6 Milliarden Dollar zulegte – getragen vor allem von den Emiraten und einem starken Anstieg in Saudi-Arabien –, verzeichnete Äthiopien als ostafrikanischer Nachbar einen Rückgang von 4,7 Prozent. Die UNCTAD warnt, dass die Erholung eine fundamentale Verschiebung der Investitionskriterien überdecke; begünstigt würden Standorte mit ausgereifter digitaler und regulatorischer Infrastruktur. Der Internationale Währungsfonds erörterte parallel mit dem emiratischen Finanzministerium die mittelfristigen fiskalischen Perspektiven und das Management von Staatsanleihen, was die Verknüpfung von Investitionsdynamik und solider Haushaltspolitik unterstreicht. Der nächste Gradmesser ist die Fortschreibung der nationalen Investitionsziele der Emirate im Lichte der globalen Kapitalkonzentration.
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Kenia präsentiert sich als aufstrebendes und widerstandsfähiges Investitionsziel, das durch interne Reformen und innovative Sektoren Kapital anziehen kann.
Der Block verwendet konkrete Daten und einen sachlichen Ton, um die Erzählung eines nationalen Erfolgs zu legitimieren, ohne Vergleiche mit anderen Ländern.
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Die VAE proklamieren sich selbst als globale Investitionsmacht und führen den Erfolg auf aufgeklärte Führung und wirtschaftliche Stabilität zurück.
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Die VAE behaupten sich als unangefochtener Investitionsführer in Westasien, indem sie den Vergleich mit Nachbarn nutzen, um ihre Position zu stärken.
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