
Gelbe Warnungen vor Sturm, Starkregen und Hitze in Schweden, Iran und Mexiko
Meteorologische Dienste haben am Dienstag in mehreren Weltregionen Warnungen herausgegeben – von Gewittern über Hagel bis zu Sandstürmen und Temperaturen über 40 Grad.
In weiten Teilen Südschwedens, in der iranischen Provinz Khorasan-Razavi sowie in vier südlichen Bundesstaaten Mexikos haben die Wetterbehörden am Dienstag Warnungen vor schweren Unwettern ausgesprochen. Betroffen sind dicht besiedelte Gebiete wie Göteborg, die Region um Värmland und Örebro, die Pilgerstädte Maschhad und Ghom sowie die mexikanischen Küstenstaaten Veracruz, Oaxaca, Chiapas und Tabasco. Nach Angaben der jeweiligen nationalen Dienste galten die Warnstufen am Nachmittag und Abend, vereinzelt bis in die Nacht zum Mittwoch.
Das schwedische meteorologische Institut SMHI warnte vor einem Tiefdruckgebiet, das von Südwesten her über das Land zieht. Für die Westküste, Teile von Götaland und Svealand sowie für Gotland wurden gelbe Warnungen wegen wolkenbruchartigen Regens, Hagels und örtlicher Sturmböen von 22 bis 28 Metern pro Sekunde herausgegeben. In den betroffenen Provinzen – darunter Västra Götaland, Jönköping, Östergötland und Kalmar – könnten Straßen durch umgestürzte Bäume blockiert werden, der Bahnverkehr wurde auf mehreren Strecken in Schonen und Blekinge vorsorglich eingestellt. Die Behörden riefen dazu auf, lose Gegenstände im Freien zu sichern und überflutete Wege zu meiden.
Im Iran meldete die nationale Wetterorganisation für die kommenden Tage eine deutliche Zunahme der Windgeschwindigkeiten, die in den östlichen und zentralen Landesteilen zu Staubstürmen und eingeschränkter Sicht führen dürften. Für die Provinzen Khorasan-Razavi, Khorasan-Shomali, Khorasan-Jonubi, Kerman, Sistan und Belutschistan, Yazd, Isfahan, Semnan, Ghom, Teheran, Ilam und Chuzestan liegen gelbe Warnungen vor. In den heißesten Regionen werden Temperaturen von über 40 Grad erwartet. Gleichzeitig sagen die iranischen Meteorologen für den Nordwesten des Landes, etwa in West- und Ost-Aserbaidschan sowie in den Bergen von Ardabil, örtliche Gewitter und Starkregen voraus, die zu Sturzfluten führen könnten.
In Mexiko gab die nationale Koordinationsstelle für Zivilschutz (CNPC) eine Warnung vor intensiven Regenfällen mit Niederschlagsmengen von 75 bis 150 Millimetern in Veracruz, Oaxaca, Chiapas und Tabasco heraus. Auch in weiteren Bundesstaaten von Sonora bis Yucatán werden starke bis sehr starke Niederschläge erwartet. Die Behörden warnten vor dem Durchqueren von Flussbetten und überschwemmten Straßen und forderten Touristen an den Küsten auf, sich von Stränden und Molen fernzuhalten. In den Vereinigten Arabischen Emiraten hingegen blieb die Lage ruhig: Das nationale Zentrum für Meteorologie sagte für den Folgetag überwiegend klaren bis teilweise bewölkten Himmel voraus, mit mäßigen Winden und Staubaufwirbelungen im Westen.
Die Warnungen sind durchweg als gelb eingestuft – eine Stufe, die auf mögliche Beeinträchtigungen im Alltag und auf Reisen hinweist, ohne dass flächendeckend extreme Gefahr besteht. Über tatsächliche Schäden oder Verletzte lagen bis zum Abend keine gesicherten Meldungen vor. Die Behörden in allen betroffenen Ländern riefen die Bevölkerung zu erhöhter Vorsicht auf und kündigten an, die Lage fortlaufend zu beobachten.
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